Kinojahr 2020: Ein letzter Martini, böse Buben & Minions

Eine Abschiedsparty für 007, alte Männer in schnellen Kisten, Sandwürmer und böse Jungs: Auf diese Filme dürfen sich Kinogänger 2020 freuen.

Daniel Craig geht als James Bond in Rente, Gal Gadot fängt als Wonder Woman hoffentlich gerade erst an

"Der Aufstieg Skywalkers" ist noch in aller "Star Wars"-Munde, da sorgt das kommende Kinojahr schon für neues Cineasten-Futter. Ob Drama, Horror, Action oder die obligatorische Superhelden-Kost - 2020 bietet ein üppiges Menü. Allen voran natürlich Daniel Craig, der zum letzten Mal als James Bond einen Martini schlürfen wird. Auf diese Filme darf man sich freuen.

Januar:

Der Januar legt in Sachen Action los wie die Feuerwehr. Dafür ist zum einen die Neuauflage der Actionreihe "3 Engel für Charlie" zuständig, die am 2. Januar startet. Dieses Mal schlüpfen darin Kristen Stewart (29), Naomi Scott (26) und Ella Balinska (23) in die Rollen der toughen Titelheldinnen. Ein Action-Comeback nach 17 Jahren feiern dagegen zwei böse Buben: Am 16. Januar kehren Will Smith (51) und Martin Lawrence (54) mit "Bad Boys for Life" und der Absicht, viele Ärsche zu treten, zurück.

Prince Damien

Wobei er im Dschungelcamp zum Hausdrachen wird

Prince Damien
Prince Damien ist mächtig aufgeregt, als es für ihn endlich für seine Dschungelcamp-Teilnahme nach Australien geht.
©Gala

Wem diese Zerstörungsorgien zu weit gehen, der kann sich im Januar noch auf "Knives Out - Mord ist Familiensache" (2. Januar) und "1917" (16. Januar) mit Benedict Cumberbatch (43) freuen.

Februar:

Im Februar startet dann, was 2020 generell als Jahr von Margot Robbie (29) bezeichnet werden kann. Zunächst bekommt ihre Rolle aus "Suicide Squad" ab dem 6. Februar dank "Birds of Prey - The Emancipation of Harley Quinn" einen eigenen Film spendiert. Noch im selben Monat (13. Februar) startet sie an der Seite von Charlize Theron (44) und Nicole Kidman (52) mit "Bombshell" durch. Das Drama, das auf wahren Begebenheiten beruht, erzählt davon, wie sich eine Gruppe Frauen mit Roger Ailes anlegte, dem ehemaligen CEO des US-Fernsehsenders Fox News.

Gamer schielen derweil auf die Verfilmung von Segas Maskottchen "Sonic the Hedgehog" (13. Februar) mit James Marsden (46) und Jim Carrey (57). Matthew McConaughey (50) ist unterdessen als Drogenbaron Mickey Pearson in "The Gentlemen" (27. Februar) zu sehen.

März:

Danach folgt mit "A Quiet Place 2" (19. März) der zweite Teil des Überraschungshits von 2018. Wie beim Vorgänger zeichnet erneut John Krasinski (40) als Drehbuchautor und Regisseur verantwortlich, vor der Kamera gibt es seine Frau Emily Blunt (36) in dem Endzeit-Horrorfilm zu sehen. Disney-Fans sehnen derweil den 26. März herbei, wenn mit "Mulan" die Realverfilmung des Zeichentrickfilms von 1998 ins Kino kommt. Wer sich "Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling (38) schon hundertfach durchgelesen oder als Audiobuch angehört hat, kann sie sich am dem 5. März dann auch noch ansehen.

April:

Den ersten gewaltigen Kinokracher liefert das kommende Jahr dann am 2. April. Dann wird Daniel Craig (51) als 007 in "James Bond - Keine Zeit zu sterben" das, eigenen Aussagen zufolge, wirklich allerletzte Mal auf Verbrecherjagd gehen. Kinogänger werden sich diesen Termin kaum entgehen lassen können. Der Rest des Aprils ist in Superhelden- und Mutantenhand: Das liegt zum einen an "New Mutants" (2. April), in dem unter anderem "Game of Thrones"-Star Maisie Williams (22) als "X-Men"-Anwärterin zu sehen sein wird. Ihren eigenen Solofilm bekommt am 30. April dann noch "Black Widow" alias Scarlet Johansson (35) spendiert.

Mai:

Zum dritten Mal innerhalb weniger Monate sorgt Margot Robbie im Mai 2020 für Kinounterhaltung. Mit großer Spannung (und leichtem Stirnrunzeln) wird die Realverfilmung "Barbie" (7. Mai) erwartet, in der Robbie die Plastik-Titelfigur verkörpert. Mädchenhaft bleibt es an diesem Tag auch mit Reese Witherspoon (43), die in "Natürlich blond 3" nach jahrelanger Pause wieder in ihr pinkes Outfit schlüpft. Herren der Schöpfung müssen aber nicht befürchten, ohne Highlight zu bleiben. Ihr Hirn bekommt am 21. Mai dank "Fast & Furious 9" den verdienten Urlaub für zwei Stunden.

Juni:

Der erste Anflug von Sommerloch setzt dann im Juni ein. Allerdings ist auch das Jammern auf hohem Niveau, immerhin startet der Comicfilm "Wonder Woman 1984" am 4. Juni. Neben Titelheldin Gal Gadot (34) sind dieses Mal noch "The Mandalorian"-Star Pedro Pascal (44) und Kristen Wiig (46) dabei. Die Handlung spielt, wie der Name schon sagt, in den schrillen 80ern statt während des Ersten Weltkriegs. Für Leseratten könnte noch die Romanverfilmung "Der geheime Garten" (25. Juni) mit Colin Firth (59) interessant sein, Horror-Liebhaber hoffen auf das Reboot von "Candyman" (18. Juni).

Juli:

Im Juli folgt der Knall, spätestens, wenn Tom Cruise (57) als Maverick in "Top Gun 2" (16. Juli) die Schallmauer durchbricht. Der direkte Nachfolger von Teil eins mit dem großartigen Beinamen "Sie fürchten weder Tod noch Teufel" zeigt Maverick nun als alten Jet-Haudegen, der Bradley (Miles Teller, 32), den Sohn seines einst verstorbenen Kollegen Nick "Goose" Bradshaw, unter seine Fittiche nimmt.

Für sonnige Gemüter, die mit Macho-Mach-3 nichts anfangen können, wird es ebenfalls im Juli gelb und albern. Am 9. Juli startet mit "Minions 2" der zweite Teil der immens erfolgreichen Tollpatsche, die ihren Ursprung in der "Ich - Einfach unverbesserlich"-Reihe hatten. Mit großer Spannung wird außerdem "Tenet" erwartet, der am 16. Juli startet. Dabei handelt es sich um einen Spionage-Thriller von Regie-Ass Christoper Nolan (49), über den mit Ausnahme eines kryptischen Trailers bislang noch so gut wie nichts bekannt ist.

August:

Mit derartig reichhaltiger Kinokost kann auch der August mithalten, zu mampfen gibt es aber dennoch reichlich. So frisst sich am 13. August Dorfbulle Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel, 48) in der neuesten Ausgabe der gleichnamigen Filmreihe direkt in ein "Kaiserschmarrndrama". Wieder einmal nach Vorlage von Autorin Rita Falk (55), versteht sich. Wer mit bajuwarischer Polizeiarbeit nichts anzufangen weiß, kann sich ebenfalls ab dem 13. August den Animationsfilm "Der unvergleichliche Ivan" über einen traurigen Gorilla im Zoo ansehen. Am besten im englischen Original, denn da leihen unter anderem Angelina Jolie (44), Sam Rockwell (51) und Bryan Cranston (63) den Tierpark-Bewohnern ihre Stimmen. Abgerundet wird der Monat dann noch mit "Ghostbusters: Legacy" (13. August), der Fortsetzung der Kultfilme aus den 80ern samt der noch lebenden Originalcrew.

September:

Im September wird es gruselig. Mit "Conjuring 3" startet die erneute Fortsetzung der erfolgreichen Horrorreihe am 10. September. Natürlich sind auch wieder Patrick Wilson (46) und Vera Farmiga (46) als Ehepaar Warren am Start. Ebenso wie so einige Dämonen mit perfektem Jump-Scare-Timing beim Erschrecken der Zuschauer. Ansonsten gibt es im Spätsommer eher weniger potenzielle Perlen zu bestaunen. "Without Remorse", ein Spionagethriller mit Michael B. Jordan (32), könnte ab dem 17. September eine davon sein.

Oktober:

Am 1. Oktober erscheint Pixars neuer Animationsfilm "Soul". Darin geht es um eben jene Seelen, die noch darauf warten, zu Menschen zu werden und auf der Suche nach ihrer Bestimmung sind. Weniger kunterbunt, aber ähnlich rührend wird es am 8. Oktober, wenn Tom Hanks (63) in "BIOS" in einer postapokalyptischen Welt nur noch darüber nachdenkt, wer sich nach seinem Tod um seinen Hund kümmern soll - und dabei auf die Idee kommt, einen Roboter für diese Aufgabe zu bauen. Am 15. Oktober, passend zum nahenden Fest des Schreckens, soll mit "Halloween Kills" dann noch die Fortsetzung zum "Halloween"-Reboot erscheinen, erneut mit Power-Rentnerin Laurie Strode alias Jamie Lee Curtis (61).

November:

Ausgehungerte Comicfans bekommen am 5. November endlich ihren Bombast-Nachschlag. Dann startet mit "Eternals" ein interessantes neues Kapitel aus dem Marvel-Universum, selbstredend gewohnt hochkarätig besetzt. Unter anderem Angelina Jolie, die beiden "Game of Thrones"-Mimen Kit Harington (33) und Richard Madden (33) sowie Salma Hayek (53) wirken in dem Streifen mit. Die titelgebenden Eternals sind Übermenschen, die über die Frage, ob sie ihre Kräfte für das Gute oder für die Unterjochung der Galaxie nutzen sollen, in einen erbitterten Bürgerkrieg geraten. Große Konkurrenz im Kino müssen die "Eternals" nicht fürchten, die kommt erst im Dezember.

Dezember:

Kein "Star Wars" sorgt zum Abschluss des Jahres für die benötigte Dosis Sci-Fi-Fantasy, sondern Denis Villeneuves (52) heiß erwartete Neuauflage von "Dune: Der Wüstenplanet". Darin werden sich Timothée Chalamet (24) als Hauptfigur Paul Atreides sowie Oscar Isaac (40), Jason Momoa (40), Stellen Skarsgard (68) und Rebecca Ferguson (36) den haushohen Sandwürmern erwehren müssen. Eine große Aufgabe, der sich Villeneuve da ab dem 23. Dezember annimmt, der er aber, das hat er mit "Blade Runner 2049" bewiesen, gewachsen sein sollte. Klamauk statt Wüste gefällig? Dann bietet sich eine Woche zuvor, ab dem 17. Dezember, der zweite Teil der Kultkomödie "Der Prinz aus Zamunda" mit Eddie Murphy (58) an, der rund 32 Jahre nach dem Original erscheint.

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