Kino-Tipps: Die Highlights im Mai

Im Mai düst der junge Han Solo durch eine weit, weit entfernte Galaxis, auf der Erde sorgt Quasselstrippe Deadpool für Recht und Unordnung.

Ein Großmaul im Weltraum, ein Großmaul in rotem Spandex auf der Erde und ein wirklich großes Maul: Im Mai wartet mit "Solo - A Star Wars Story", "Deadpool 2" und "Rampage - Big Meets Bigger" die geballte Action-Ladung auf die Kinogänger. Wer es ruhiger haben will und Unterhaltung für Groß und Klein sucht, für den gibt es mit "Isle of Dogs - Ataris Reise" von Wes Anderson (49) stargespickte Unterhaltung. Die Mischung aus Tragik und Komödie ist dagegen in "Tully" geboten, für den sich Charlize Theron (42) oscarverdächtig viele Pfunde angefuttert hat.

"Isle of Dogs - Ataris Reise", 10. Mai

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Tay Schmedtmann
Tay Schmedtmann gewinnt mit seinem Coach Andreas Bourani 2016 "The Voice Of Germany".
©Gala

Atari ist der 12-jährige Pflegesohn des korrupten Bürgermeisters Kobayashi. Als durch einen Regierungserlass alle Hunde der Stadt Megasaki City auf eine riesige Mülldeponie verbannt werden, macht sich Atari allein in einem Miniatur-Junior-Turboprop auf den Weg und fliegt nach Trash Island auf der Suche nach seinem Bodyguard-Hund Spots. Dort freundet er sich mit einem Rudel Mischlingshunde an und bricht mit ihrer Hilfe zu einer epischen Reise auf, die das Schicksal und die Zukunft der ganzen Präfektur entscheiden wird.

Einschätzung:

Wenn Regisseur Wes Anderson ruft, folgt ihm halb Hollywood. So auch in seinem neuen Animationsfilm, der optisch stark an seinen Streifen "Der fantastische Mr. Fox" erinnert und in dem unter anderem Bryan Cranston, Edward Norton und Jeff Goldblum ihre Stimme leihen. Und wie der charmante Stop-Motion-Film wird auch "Isle of Dogs" genug tiefsinnige Unterhaltung für Erwachsene sowie reichlich Slapstick für jüngere Zuschauer bieten. Und angesichts der rührenden Geschichte über die unendliche Kraft der Freundschaft sicherlich auch für die eine oder andere Träne sorgen. Für Anderson-Fans ohnehin Pflicht, für Animations-Freunde eine willkommene Abwechslung.

"Rampage - Big Meets Bigger", 10. Mai

Der Primatenforscher Davis Okoye (Dwayne Johnson, 46) ist ein Mann mit Problemen im Umgang mit seinen Mitmenschen - dagegen verbindet ihn eine unerschütterliche Freundschaft mit George, einem außergewöhnlich intelligenten und seltenen Albino-Silberrücken-Gorilla. Doch als ein illegales Genexperiment aus dem Ruder läuft, mutiert dieser sanftmütige Affe zu einem rasenden Monster von gewaltigen Ausmaßen. Damit nicht genug - bald stellt sich heraus, dass auch weitere Tiere auf diese Art manipuliert worden sind. Okoye tut sich daraufhin mit der in Ungnade gefallenen Genetikerin Kate Caldwell (Naomie Harris, 41) zusammen, um ein Gegenmittel zu entwickeln und seinen besten Freund zu retten.

Einschätzung:

Wen ein neuer und actiongeladener Abenteuerfilm in Planung geht, befindet sich die Nummer von Dwayne "The Rock" Johnson auf der Schnellwahltaste der Hollywood-Produzenten. "Rampage - Big Meets Bigger" ist, wie der Name schon andeutet, sich selbst übertreffender Bombast, der dem Gehirn zwei Stunden lang Urlaub gönnt. Hier spielt natürlich auch die Tatsache eine Rolle, dass der Film auf einem Videospiel basiert, das sich Tiefgang auch nicht unbedingt auf die Fahnen geschrieben hat - was ja nicht schlimm ist. Neben Johnson darf sich übrigens auch "Walking Dead"-Schurke Jeffrey Dean Morgan (52) gegen die haushohen Monster erwehren. Wer von Monster-Bombast der Marke "Pacific Rim" oder "Kong: Skull Island" nicht genug bekommt, der hat ab dem 10. Mai ein Date.

"Deadpool 2", 17. Mai

Das narbengesichtige Großmaul unter den Marvel-Helden ist zurück! Doch ein neuer Schurke namens Cable (Josh Brolin, 50) schickt sich an, Deadpool (Ryan Reynolds, 41) seine große Klappe zu stopfen und ihm in seinen unsterblichen Hintern zu treten. Denn der kann es mit Deadpool ganz offensichtlich spielend leicht aufnehmen und trachtet auch noch nach dem Leben eines kleinen Jungen. Da ist selbst der notorische Einzelgänger im roten Spandex-Anzug mit seinem Latein am Ende und sucht sein Heil in einer Gruppe Mutanten, darunter auch wieder Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand, 21) und Colossus (Stefan Kapicic, 39).

Einschätzung:

Köpfe werden weg- und dumme Sprüche rausgehauen - na klar, das kann nur Antiheld Deadpool sein. Nachdem der erste Teil unfassbaren Erfolg an den Kinokassen hatte, muss der Nachfolger natürlich höhere, schnellere und weitere Unterhaltung (tief unterhalb der Gürtellinie) bieten. Ob ihm das gelingen wird? Der Überraschungseffekt des unflätigen Helden scheint dem Streifen zumindest genommen, dafür ist mit Josh Brolin ein wesentlich charismatischerer Bösewicht im Vergleich zu Teil eins gefunden. Und dass der herrlich diabolisch sein kann, beweist er aktuell schon im Comic-Blockbuster "Avengers: Infinity War" als Thanos. Man darf also gespannt sein!

"Solo: A Star Wars Story", 24. Mai

Bei einer Reihe waghalsiger Abenteuer in der düsteren und gefährlichen kriminellen Unterwelt lernt der junge Han Solo (Alden Ehrenreich, 28) seinen späteren Co-Piloten Chewbacca (Joonas Suotamo, 31) kennen und trifft auf den berüchtigten Glücksspieler Lando Calrissian (Donald Glover, 34), dem er doch glatt den Millennium Falken abluchsen kann. Die Initialzündung einer Reise, die der Beginn einer einzigartigen Freundschaft und die Grundlage für das ungewöhnlichste Helden-Duo in einer weit, weit entfernten Galaxis werden soll.

Einschätzung:

Haben "Star Wars"-Fans wirklich schon immer wissen wollen, wie genau Han Solo an seinen Millennium Falken gekommen ist und seine Gefährten Chewie und Lando kennenlernte? Der vom Milliarden-Franchise gewohnte Hype blieb bei "Solo: A Star Wars Story" zumindest gefühlt aus. Der Argwohn, ob jemand anderes als Harrison Ford (75) den Weltraum-Draufgänger würdig verkörpern kann, überwiegt noch. Die Sorge, dass die Vorgeschichte von Herrn Solo ein Flop werden könnte, müssen sich die Herrschaften von Disney aber sicherlich nicht machen.

"Tully", 31. Mai

Marlo (Charlize Theron) ist zum dritten Mal Mutter geworden, jedoch mit der Betreuung ihrer Kinder zunehmend überfordert. Um ihr zu helfen, engagiert ihr Bruder für sie eine "Nacht Nanny", die ihr bei der Erziehung und beim Haushalt unter die Arme greifen soll. Die junge Studentin namens Tully (Mackenzie Davis, 31) kümmert sich von nun an nachts um die Kinder und ermöglicht Marlo ganz neue Freiheiten und Möglichkeiten. Eine ungewöhnliche Freundschaft entsteht, bei der die beiden unterschiedlichen Frauen erstaunliche Gemeinsamkeiten entdecken.

Einschätzung:

Dass Charlize Theron sich nicht davor fürchtet, für eine Rolle auf sämtliche Eitelkeiten zu verzichten, bewies sie bereits mit dem Film "Monster", für den sie sogar den Oscar als beste Hauptdarstellerin einheimste. Für "Tully" hat sich Theron in kürzester Zeit so viele Pfunde angefuttert, dass selbst Verwandlungskünstler Christian Bale stolz auf sie wäre. Neben dieser Hingabe für ihre Kunst beweist sie in "Tully" aber auch ein weiteres Mal, dass sie eine herausragende Schauspielerin ist. Wer eine psychologisch interessante Charakterstudie sehen will, die zwischen Tragik und Humor hin- und herpendelt, der sollte sich "Tully" nicht entgehen lassen.

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