Kino-Tipps: Die Highlights im März

Nicht nur Captain Marvel fliegt im März durch die Kinosäle, das kann auch ein kleiner Elefant. Zudem wird geliebt, gegruselt und gelitten.

Brie Larson als mächtige Superheldin Captain Marvel

Fliegende Superheldinnen, fliegende Zirkus-Elefanten, eine am Boden zerstörte Nicole Kidman und vielleicht der nächste preisgekrönte Horror aus der Regie-Feder von Jordan Peele: Auch kurz nach den Oscars 2019 steht die Filmindustrie zum Glück nicht still, ganz im Gegenteil. Wer die aufkeimenden Frühlingsgefühle abseits der ersten Sonnenstrahlen des Jahres genießen will, dem werden also wieder beste Gelegenheiten dazu geboten.

"Captain Marvel", 7. März

Promi-Shopping-Queen

Cheyenne Ochsenknecht bricht die Regeln

Cheyenne Ochsenknecht
Cheyenne Ochsenknecht bringt das Netz gegen sich auf: Bei der letzten "Promi Shopping Queen"- Folge beweist das Nachwuchsmodel zwar Gespür für Mode, allerdings zeigen sich auch einige TV-Allüren.
©Gala / Stern

"Captain Marvel" zeigt, wie Carol Danvers (Brie Larson) alias Captain Marvel in den 90er Jahren zur stärksten Superheldin des Universums aufsteigt - lange vor den Avengers und in einer Zeit, in der die Erde durch den galaktischen Kampf zweier Alienrassen bedroht ist. Die Skrull sind in der Lage, sich als Menschen zu tarnen, um so unentdeckt die Menschheit zu unterwandern. Wie gut, dass die Kampfpilotin Carol Danvers schier unendliche Kräfte erlangt hat, um sich den fiesen Außerirdischen zu stellen.

Einschätzung:

Mit der Figur Captain Marvel erhält nun endlich auch das Marvel-Universum die erste Superheldin, der ein eigener Film spendiert wird - hier war DC mit "Wonder Woman" zur Abwechslung mal schneller. Die Trailer zu "Captain Marvel" versprechen den gewohnt erfolgreichen Mix aus Action, Humor und kessen Sprüchen, dem weiblichen Pendant zu Superman könnte aber das gleiche Problem wie dem Kryptonier blühen. Ist sie schlichtweg zu mächtig? Marvel muss jedenfalls einen guten Grund finden, warum sie den im Vergleich beinahe schwächlich wirkenden "Avengers" bislang noch nie unter die Superhelden-Arme gegriffen hat.

"Beale Street", 7. März

Die 19-jährige Tish (KiKi Layne) und ihr Verlobter Fonny (Stephan James) sind ein junges Paar im ärmlichen Viertel Harlem. Fonny wird fälschlicherweise der Vergewaltigung an einer Puerto-Ricanerin beschuldigt und kommt ohne Prozess unschuldig ins Gefängnis. Kurze Zeit später erfährt Tish, dass sie von Fonny ein Kind erwartet. Mit Zuversicht versichert sie ihm, ihn noch vor der Geburt aus dem Gefängnis zu holen. Mit Hilfe der Familie versucht sie mit allen Mitteln seine Unschuld zu beweisen.

Einschätzung:

Der Film basiert auf dem Bestseller-Roman des US-Autors James Baldwin und wurde von "Moonlight"-Regisseur Barry Jenkins nun auf die Leinwand gebracht. Wie schon der beste Oscar-Film vor zwei Jahren erwartet den Zuschauer keine einfache, aber bedeutsame Kost. Und zeigt, dass nicht etwa Hass, sondern Liebe die mächtigste Form des Widerstands ist. Für drei Oscars war der Streifen nominiert. Einzig Regina King wurde in der Kategorie "Beste Nebendarstellerin" mit einem Goldjungen belohnt.

"Destroyer", 14. März

Ein Mordfall wie jeder andere - so scheint es. Erin Bell (Nicole Kidman), Polizistin in Los Angeles, wird schnell eines Besseren belehrt: Indizien am Tatort deuten darauf hin, dass eine verschollen geglaubte Person aus ihrer Vergangenheit wieder zurück ist. Silas (Toby Kebell) ist der Grund, warum Erin heute ein Schatten ihrer selbst ist, eine gebrochene, innerlich wie äußerlich zerstörte Frau, die durch ihr Leben stolpert wie eine Untote. 17 Jahre sind vergangen, seit Erin als verdeckt arbeitende FBI-Agentin Silas zum ersten Mal auf der Spur war. Damals endete die Ermittlung in einer Katastrophe. Jetzt sieht Erin die Gelegenheit gekommen, ihre Sünden von einst wieder gut zu machen und Silas zur Strecke zu bringen. Koste es, was es wolle...

Einschätzung:

Wer Bilder der stets glamourösen Nicole Kidman gewohnt ist, den wird "Destroyer" verwundern. Die Schauspielerin ist darin kaum wiederzuerkennen, ähnlich wie einst Charlize Theron in "Monster". Ihre Jagd als psychisch wie physisch gebrochene Frau nach einem Killer verheißt neben Spannung somit auch eine interessante Charakterstudie. Auch wenn "Destroyer" wohl nicht an den Krösus in dieser Hinsicht heranreichen wird, "Das Schweigen der Lämmer".

"Wir", 21. März

Adelaide (Lupita Nyong'o) und Gabe Wilson (Winston Duke) fahren mit ihren beiden Kindern an den Strand und wollen Zeit mit ihren Freunden (u.a. Elizabeth Moss) verbringen. Die ausgelassene Urlaubsstimmung verwandelt sich in einen Albtraum, als am Abend plötzlich eine Gruppe unheimlicher Gestalten vor ihrem Haus auftaucht. Schon bald muss die Familie feststellen, dass die Fremden ihnen ähnlicher sind, als sie dachten. Sie selbst sind ihre schlimmsten Feinde.

Einschätzung:

Mit "Get Out" sorgte Regisseur Jordan Peele mit einer Mischung aus Horror, Humor und Sozialkritik für eine handfeste Überraschung an den Kinokassen und den damaligen Oscars. Mit "Wir" wollte der Komiker nun eigenen Aussagen nach beweisen, dass er auch reinen (Psycho-)Horror kann. Zumindest der Trailer lässt bereits sämtliche Nackenhaare zu Berge stehen. Wenn der Streifen das über die gesamte Laufzeit liefern kann, dürfte "Wir" der nächste Mega-Erfolg für Herrn Peele werden.

"Dumbo", 28. März

Der Zirkus von Max Medici (Danny DeVito) hat schon bessere Zeiten gesehen. Und nun gibt es auch noch einen neugeborenen Elefanten, dessen übergroße Ohren ihn zur Zielscheibe für Hohn und Spott machen. Der ehemalige Zirkusstar Holt Farrier (Colin Farrell), gerade aus dem Krieg zurückgekehrt, soll Abhilfe schaffen. Und als Holts Kinder Milly (Nico Parker) und Joe (Finley Hobbins) herausfinden, dass Dumbo fliegen kann, setzt nicht nur die angeschlagene Zirkustruppe ihre Hoffnungen in den kleinen Dickhäuter. Der überzeugungskräftige Unternehmer V.A. Vandevere (Michael Keaton) wittert das große Geld und will Medici überreden, den kleinen Dumbo als Attraktion für seinen Vergnügungspark zu verkaufen....

Einschätzung:

Wer kennt und liebt sie nicht, die Geschichte über den verspotteten kleinen Elefanten Dumbo, der wegen seiner großen Ohren gehänselt wird? In Disneys großer Realverfilmungs-Offensive durfte "Dumbo" natürlich auch nicht fehlen und Tim Burton scheint die Tränendrüse millimetergenau angezapft zu haben. Ob der Film im Vergleich zum Zeichentrick genug Neues bietet, muss aber jeder Zuschauer und Fan des Originals für sich selbst entscheiden.

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