Kino-Tipps: Die besten Filme im September

Krieg den Aliens, Nonnen und Windmühlen! Im September gibt es neben Action und Horror aber auch was für das Herz und die Lachmuskeln.

Gegen die übermächtigen Außerirdischen aus "Predator - Upgrade" scheint kein Kraut gewachsen

Ein böses Alien, eine noch bösere Nonne und ein Mann im Clinch mit Windmühlen: "Predator - Upgrade", "The Nun" und "The Man Who Killed Don Quixote" versüßen allesamt den Cineasten-September. Zwar bleibt dabei der ganz große Kracher auf der Leinwand aus, dafür bietet das Kinoprogramm viel Abwechslung und Überraschungshit-Potenzial. Etwa dank des Dramas "Leave No Trace", bei dem sich die US-Kritiker überschlagen und auch das O-Wort in den Mund nehmen. "Die Unglaublichen" feiern zudem ihr hoffentlich unglaublich gutes Comeback in den kommenden Wochen.

"The Nun", 6. September

Als sich eine junge Nonne in einem abgeschiedenen rumänischen Kloster das Leben nimmt, schickt der Vatikan zwei interne Ermittler: einen Priester, der durch seine Vergangenheit traumatisiert ist, und eine Novizin, die demnächst ihr Ordensgelübde ablegen soll. Gemeinsam decken sie das sündhafte Geheimnis der Klostergemeinschaft auf. Dabei wird nicht nur das Leben der beiden bedroht, sondern auch ihr Glaube, ja, sogar ihre Seelen stehen auf dem Spiel, denn sie werden mit einer bösartigen Macht konfrontiert, die die Gestalt ebenjener dämonischen Nonne annimmt, die das Publikum bereits in "Conjuring 2" in Angst und Schrecken versetzt hat.

"The Nun"-Kritik

Zuerst die Puppe Annabelle aus "Conjuring - Die Heimsuchung", nun die Nonne aus "Conjuring 2" - die Geister aus der Horror-Reihe können, was Spin-offs angeht, glatt mit "Star Wars" mithalten. Der erste Ableger konnte etwas überraschend das Publikum überzeugen, ob dieses Kunststück noch einmal gelingt, bleibt abzuwarten. Genug Potenzial für fiese Albträume bietet die Grusel-Nonne aber allemal. Für den Rest sorgen Franchise-typisch wieder Jumpscares im Mengenrabatt. Wer darauf steht, hat eine Kino-Verabredung im rumänischen Kloster.

"Leave No Trace", 13. September

Die jugendliche Tom (Thomasin Harcourt McKenzie) und ihr Vater Will (Ben Foster), Kriegsveteran, leben seit vielen Jahren unentdeckt in Forest Park, einem riesigen Waldgebiet am Rande von Portland, Oregon. Eine zufällige Begegnung führt zu ihrer Entdeckung und zur Betreuung durch die Sozialbehörde. Sie versuchen sich an ihre neue Umgebung anzupassen, bis eine unerwartete Entscheidung sie auf einen gefährlichen Weg zurück in die Wildnis führt - und sie zwingt, sich mit dem widerstreitenden Wunsch, Teil der Gesellschaft zu sein und dem heftigen Verlangen, abseits zu leben, auseinandersetzen zu müssen.

"Leave No Trace"-Kritik:

Dass Ben Foster das Zeug für einen Oscar hat, bewies er schon mit "The Messenger" und "Hell Or High Water". Im Drama "Leave No Trace" soll ersten Kritiken nach aber auch Nachwuchsschauspielerin Thomasin Harcourt McKenzie eine geniale und preisverdächtige Darbietung abliefern. Wer einer ungewöhnlichen Charakterstudie beiwohnen und eine Geschichte über Sehnsüchte contra Gesellschaftszwänge sehen will, macht mit dem Streifen sicherlich nichts verkehrt.

"Predator - Upgrade", 13. September

Die Jagd ist wieder eröffnet: Die der Menschheit technisch weit überlegenen Aliens, genannt die Predators, sind zurück auf der Erde. Und dank neuester DNS-Experimenten sind sie nun sogar noch stärker als jemals zuvor. Ausgerechnet ein chaotischer Haufen ehemaliger Soldaten und ein Lehrer für Naturwissenschaften sollen die Außerirdischen im Blutrausch stoppen. Einziger schmaler Hoffnungsschimmer für sie: "Wenn es blutet, können wir es töten."

"Predator - Upgrade"-Kritik

Mit Ausnahme des ersten Teils mit Arnold Schwarzenegger und in Ansätzen des zweiten Teils mit Danny Glover ist die "Predator"-Reihe zuletzt eine ziemliche Enttäuschung gewesen - erst recht mit Machwerken wie "Alien vs. Predator". Dass es sich nun in Person von Shane Black aber ein wahrer "Predator"-Fachmann auf dem Regiestuhl gemütlich gemacht hat, macht Hoffnung. Denn Black war einst selbst Kanonenfutter im Kultfilm von 1987 und hat sich seither als Regisseur solcher Filme wie "The Nice Guys" einen Namen gemacht. Und das Charakterdesign der ekligen Alienjäger ist auch heute noch über jeden Zweifel erhaben. Wir sind vorsichtig optimistisch.

"The Man Who Killed Don Quixote", 27. September

Der zynische Werbefilmer Toby (Adam Driver) lernt einen alten spanischen Schuhmacher (Jonathan Pryce) kennen, der sich für Don Quixote hält. Die beiden erleben eine Reihe absurder Abenteuer, in deren Verlauf Toby sich den tragischen Auswirkungen eines Films stellen muss, den er in seiner Jugend gedreht hat - ein Film, der die Hoffnungen und Träume eines kleinen spanischen Dorfes für immer verändert hat. Kann Toby das Getane je wiedergutmachen und so zu seiner Menschlichkeit zurückfinden? Kann Don Quixote seinen Wahn bezwingen und seinen nahenden Tod verhindern? Oder wird etwa die Liebe alle Grenzen überwinden?

"The Man Who Killed Don Quixote"-Kritik

So ganz kann man es immer noch nicht glauben, dass "The Man Who Killed Don Quixote" nun doch noch seinen Weg ins Kino finden wird. Schließlich begannen die ersten Dreharbeiten dazu vor rund 18 Jahren! Schwer vorstellbar, dass eine derartige Produktions-Hölle spurlos an Cast, Crew und Film vorübergegangen ist. Und auch Terry-Gilliam-Fans warten schon wieder seit fünf Jahren auf einen neuen Streifen des "Monty Python". Alleine die Besetzung um Pryce, Driver und Stellan Skarsgård ist aber mindestens einen Blick wert.

"Die Unglaublichen 2", 27. September

Nach den Geschehnissen des ersten Teils standen alle Zeichen auf Happy End - bis ein gewisser Tunnelgräber auftauchte und Glück und Frieden den Krieg erklärte. Helen Parr alias Elastigirl wird für eine Kampagne engagiert, die den angeschlagenen Ruf der Superhelden retten soll. Ehemann Bob spielt unterdessen den Hausmann und managt den "normalen" Alltag mit Violetta, Flash und Baby Jack-Jack, das - übrigens auch für seine Familie - überraschende Fähigkeiten entwickelt.

"Die Unglaublichen 2"-Kritik

Die nächste lange Wartezeit geht am 27. September vorüber. Immerhin fast 14 Jahre ist es her, dass Pixar "Die Unglaublichen" auf Jung und Alt losließ und zwei Oscars damit abstaubte. Inzwischen gehören Superhelden dank Marvel zwar zum täglich Kino-Brot, die kunterbunte und putzige Familie des Animationsstreifens wird aber als willkommene Abwechslung herausstechen. Beste Familienunterhaltung dürfte also geboten sein.

Filmszenen

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