Ken Duken: Ken will Oscar

Vor dem Abflug nach Südafrika sprach Ken Duken exklusiv mit "Gala" über seinen Film "Zwei Leben", der für Deutschland im Rennen um eine Oscar-Nominierung ist

Das Drama "Zwei Leben" behandelt ein düsteres Kapitel unserer Geschichte: das Lebensborn-Projekt, das im Dritten Reich für den Fortbestand der "arischen Rasse" sorgen sollte - unter anderem durch die Verschleppung von Kindern.

In "Zwei Leben" wird unsere Nazi- Vergangenheit mit einem Stasi-Thema kombiniert. Sind das immer noch die Stoffe, mit denen wir uns in Hollywood präsentieren, Ken Duken?

Sarah Knappik

"Das war einfach nur Selbstschutz"

Sarah Knappik
Sarah Knappik war 2011 beim RTL-"Dschungelcamp" eine der schillerndsten Kandidatinnen.
©Gala / Brigitte

Das sind nun mal traurigerweise wichtige Themen unserer Geschichte. Das schreckliche Schicksal der Lebensborn-Kinder wurde so differenziert noch nicht erzählt. Deswegen hat der Film seine Berechtigung, die deutsche Vergangenheit aufzuarbeiten. Übrigens ist die Aufmerksamkeit für deutsche Filme im Ausland oft viel größer als bei uns.

Viele hätten sich "Oh Boy!" im Oscar-Rennen gewünscht.

Ein wunderbarer Film, der es auch verdient hätte, keine Frage! Bei solchen Entscheidungen ist auch immer ein bisschen Glück dabei.

In "Zwei Leben" kämpft Duken für eine Frau, die als Kind von den Nazis geraubt wurde und in der DDR aufwuchs.

Sie fliegen jetzt nach Kapstadt. Was machen Sie dort?

Ich drehe "Northmen", einen internationalen Wikingerfilm. Die nächsten zwei Monate verbringe ich mit Draufhauen im Dreck! Danach spiele ich einen schwulen Geschäftsmann. Das Kontrastprogramm.

Sie sind verheiratet und Vater eines kleinen Sohnes. Kommt Ihre Familie nicht zu kurz?

Ich glaube nicht. Familie ist das Wichtigste für mich. Wir bekommen es ganz gut organisiert, uns nicht aus den Augen zu verlieren.

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