Justin Timberlake: Einstieg bei Facebook-Konkurrent

Entgegen seiner Rolle im Oscar-prämierten "The Social Network" steigt Justin Timberlake im wahren Leben nun beim Facebook-Konkurrenten Myspace ein: Er soll mit neuen Ideen das Image aufpolieren

In "The Social Network" spielte Justin Timberlake bereits den Internet-Unternehmer Sean Parker. Er scheint Blut geleckt zu haben: Der Musiker steigt nun auch im wahren Leben ins boomende Online-Geschäft ein. Wie sein Alter Ego Sean Parker, Napster-Gründer und ehemaliger Facebook-Berater, setzt er auf soziale Netzwerke. Doch statt bei Facebook kauft sich Timberlake nun bei Myspace ein.

Mit ihm soll nun frischer Wind in das angestaubte Image der Plattform hineinkommen. Obwohl er "nur" Anteilseigner ist, soll Timberlake vor allem als kreativer Kopf neue Ideen einbringen. Davon hat er wohl bereits einige: "Wir brauchen einen Ort, wo Fans mit ihren Lieblingskünstlern zusammenkommen können, Musik hören und Videos schauen, cooles Zeug teilen und entdecken und einfach connecten können. Myspace hat das Potenzial, dieser Ort zu sein", so der ehemalige N'Sync-Sänger.

Das Onlinenetzwerk war kürzlich von Rupert Murdochs Medienkonzern "News Corp." an die Onlinewerbefirma "Specific Media" verkauft worden. US-Medien zufolge handelte es sich dabei um einen Verkaufspreis von 35 Millionen Dollar (ungefähr 24 Millionen Euro), der allerdings nicht offiziell bestätigt wurde. Damit musste der Medienmogul ein ziemliches Verlustgeschäft hinnehmen: 2005 hatte Murdoch Myspace noch für 580 Millionen Dollar (circa 400 Millionen Euro) gekauft. Der Grund für die Miese: Facebook. Der Rivale zog an dem Netzwerk-Urgestein vorbei, dessen Mitgliederzahlen stagnierten und Werbekunden wegfielen.

Und nun soll es Justin Timberlake also richten. "Zurück zu den Wurzeln" heißt zunächst die Devise für die Zukunft von Myspace. Denn in der Vergangenheit hatte das Netzwerk Künstlern wie Lilly Allen oder die "Arctic Monkeys" den Weg zu Ruhm und Erfolg bereitet. Justin Timberlake soll ein Büro in der Hauptniederlassung in Beverly Hills und sechs Mitarbeiter bekommen. "Wir freuen uns mit einem Talent wie Justin Timberlake zusammenzuarbeiten, der die Strategie mit seinen kreativen Ideen und seinen Visionen bestimmen wird, in welche Richtung sich Myspace wandeln muss", so "Specific Media"-Chef Tim Vanderhook voll Zuversicht. Als Sean Parker hatte Justin Timberlake damit zumindest schon Erfolg.

jfa

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