Josh Radnor: Das sagt er zum "HIMYM"-Finale

Viele Fans von "How I Met Your Mother" sind vom Finale der Serie, das am Montagabend in den USA lief, enttäuscht. "Ted"-Darsteller Josh Radnor hat in einem Interview seine Meinung zum umstrittenen Ende verraten Achtung: SPOILER!

Neun Staffeln, eine finale Doppelfolge und für viele Fans wurde innerhalb dieser letzten 42 Minuten alles zerstört. Wer sich das Finale von "How I Met Your Mother", das am vergangenen Montag (31. März) im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde, bereits angesehen hat, weiß, dass es zu einigen Twists kommen wird, die nicht jedem gefallen dürften.

Bitte nicht weiterlesen, wenn Sie noch nichts über das Finale erfahren wollen!

Nachdem die ganze letzte Staffel über umständlich auf die Hochzeit von "Barney", gespielt von Neil Patrick Harris, und "Robin", gespielt von Cobie Smulders, hingearbeitet wurde, trennen sich diese nach nur drei Jahren Ehe und ungefähr zehn Minuten Sendezeit. Dann wird die Mutter "Tracy" (Cristin Miloti) von einer nicht genannten Krankheit im Jahr 2024 dahin gerafft. Sechs Jahre nach ihrem Tod endet die lange Geschichte, die "Ted" seinen zunehmend genervten Kindern in den vergangenen neun Jahren so umständlich erzählt hat.

Und die glauben ihm schließlich kein Wort: "Du lässt uns hier rumsitzen und der Geschichte zuhören, wie du Mama kennengelernt hast, dabei kommt Mama in der Geschichte kaum vor", beschwert sich "Teds" Tochter - mit Recht."Nein, das ist die Geschichte darüber, dass du total in Tante Robin verliebt bist [...] und du willst wissen, ob das für uns ok ist." Schließlich steht "Ted" am Ende von neun Staffeln wieder genau da, wo er in der allerersten Folge von "HIMYM" bereits war: Unter "Robins" Fenster mit einem blauen Horn in der Hand. Für viele Fans ein absoluter Serienende-Supergau, schließlich waren "Robin" und "Barney" gerade erst vor den Traualtar getreten und die Zuschauer hatten sich an die Mutter, die übrigens "Tracy" heißt, gewöhnt.

Die "How I Met Your Mother"-Clique in ihrer Stammkneipe "MacLaren's".

Hauptdarsteller Josh Radnor hat in einem Interview mit dem Magazin "Vulture" das umstrittene Ende nun zwar verteidigt, kann das Entsetzen der Fans allerdings gut nachvollziehen: "Es gibt da eine erschütternde Diskrepanz zwischen den Fans, die fünf Minuten hatten, um die Information zu verkraften, und den Kindern, die sechs Jahre Zeit hatten. Die Kinder waren in einem ganz anderen emotionalen Rahmen als die viele Fans der Serie." Doch er selbst stehe hinter dem Ausgang: "Es ist ein wichtiger Teil der Show, dass sie dich in eine Richtung führen und dich dann wieder zurückziehen. Du glaubst, etwas Bestimmtes in einer Episode zu sehen und dann stellt es sich als etwas ganz anderes heraus." Zudem könne man es nicht allen Recht machen: "Es gibt Leute, die wollten Ted und Robin zusammen sehen. Dann gibt es die Leute, die gar nicht finden, dass sie zueinander passen. Ich finde, dass ein Teil der Kontroverse und des Ärgers und auch der Begeisterung für etwas ganz Großartiges steht. Wenn du etwas Neues und Kühnes und Gewagtes machen möchtest, wirst du einige Menschen verärgern und andere begeistern. Ich finde das besser, als ein homogenisiertes, sicheres Ende zu schaffen, das nie wirklich dem Geist der Show entsprochen hätte."

Er selbst habe übrigens schon in der ersten Staffel darüber Bescheid gewusst, wie das Ganze ausgehen würde, genau wie seine Serienkinder, denn die finale Szene mit den beiden wurde bereits in der ersten Staffel unter größter Geheimhaltung gedrehtund später mit dem zum älteren Mann geschminkten Ted zusammengeschnitten. Grund für die lange im Vorfeld aufgenommene Schlussszene war, dass die Kinder nach neun Jahren viel zu groß und erwachsen ausgesehen hätten. Der mittlerweile 24-Jährige David Henrie, der "Teds" und "Tracys" Sohn spielt, erklärte jüngst in einem Interview mit dem Magazin "The Insider", dass es für ihn gar nicht so leicht gewesen sei, das Geheimnis neun lange Jahre zu hüten, da seine Freunde ihn bereits seit Jahren bedrängt hätten, ihnen zu verraten, wer die Mutter sei. Doch offenbar ist es ihm tatsächlich gelungen, dicht zu halten: "Ich habe das noch nicht einmal meiner Mutter erzählt."

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