Joker: Menschlicher war Batmans Nemesis noch nie

Purer Wahnsinn: Das ist im ersten Trailer zu "Joker" sowohl über Joaquin Phoenix' Figur, als auch über seine Schauspielleistung zu sagen.

Trauer, Freude, Wahnsinn: Joaquin Phoenix als Joker

Die Geburtsstunde von Batmans größtem Widersacher, dem Joker, wurde schon auf unterschiedlichste Weise inszeniert. Mal fällt ein Gangster der Marke Jack Nicholson in eine dampfende Chemikalie. Mal taucht der Psychopath aus heiterem Himmel auf und erzählt wie Heath Ledger immer wieder andere (Lügen-)Geschichten seines manischen Ursprungs - und bleibt so ein Mysterium. Der neue Trailer zu "Joker", in dem Joaquin Phoenix (44) in die verrückte Titelrolle schlüpft, zeichnet erneut ein anderes Bild. Eines, dass wohl so menschlich wie in keiner Verfilmung zuvor sein wird.

Nicht von heute auf Morgen wird darin aus dem unbescholtenen Arthur Fleck das weltbekannte Clown-Scheusal. Scheinbar über Jahre hinweg rumort und brodelt es in ihm, einem dürren Muttersöhnchen, einem Prügelknaben der Gesellschaft, einem Verlierer. Nicht als Täter wird er über weite Strecken des rund zweieinhalb Minuten langen Clips dargestellt - sondern als Opfer. "Meine Mutter sagt mir immer, ich soll lächeln und ein glückliches Gesicht aufsetzen. Sie hat mir gesagt, ich wäre dazu bestimmt, der Welt Lachen und Freude zu bescheren", ist Phoenix' Stimme zu Beginn zu vernehmen.

Freud und Leid

Sogar auf einem halbwegs erfolgreichen Date scheint er sich in einer Szene des Trailers zu befinden. Doch regelrecht sekündlich beginnt der Wahnsinn um ihn herum (und in ihm) zu steigen, sein immer schaurigeres Clowns-Outfit spiegelt seine Psyche wider. Am Ende des Videos wird deutlich, dass noch weit mehr Leute mit Clowns-Masken und Make-up durch die Straßen ziehen und es zu anarchischen Aufständen kommt. Auch Schauspieler Robert De Niro (75) ist in einer Einstellung kurz zu sehen, der als TV-Moderator maßgeblich an Flecks Wandel zum Superschurken beteiligt sein soll.

Die Fans sind begeistert

Schon jetzt wird deutlich, wie gut diese düstere Mischung menschlicher Abgründe und Tragik von Regisseur Todd Phillips (48, "Hangover") beim Publikum ankommt. Binnen kürzester Zeit würde der Trailer eine halbe Million Mal angesehen, die dazugehörigen Kommentare überschlagen sich vor lauter Vorfreude und Lob für Hauptdarsteller Phoenix. Und auch das Wörtchen Oscar taucht immer wieder in den Texten auf - für den war Phoenix bislang "nur" dreimal nominiert.

Ob Film und Darsteller diesen saftigen Vorschusslorbeeren auch gerecht werden, erfahren deutsche Kinogänger und Comic-Fans noch in diesem Jahr. Ab 17. Oktober kann Joaquin Phoenix' Reise hinab in den Wahnsinn bestaunt werden.

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