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Jennifer Lawrence Hungrig nach Erfolg

Jennifer Lawrence
© Reuters
Größer als "Twilight"? Die Verfilmung der Bestseller-Reihe "Die Tribute von Panem" ist der Kino-Hype des Jahres und wird Hauptdarstellerin Jennifer Lawrence zum Superstar machen

Sie wollte die Rolle unbedingt:

2007 hatte sich Jennifer Lawrence, damals noch völlig unbekannt, für die Hauptrolle in den "Twilight"-Verfilmungen beworben. Doch sie war den Produzenten nicht "edgy" genug, die coolere Kristen Stewart bekam den Part " und wurde durch das Teenie-Dramolett zum Weltstar. Auch wenn die Absage schmerzte, im Nachhinein war sie ein Geschenk für Jennifer. Denn sonst hätte sie wohl kaum Zeit gefunden, das Independent-Drama "Winter’s Bone" zu drehen, das ihr vergangenes Jahr eine Oscar- Nominierung einbrachte - als zweitjüngste Hauptdarstellerin aller Zeiten. Und Weltstar wird sie spätestens Ende März: Dann läuft weltweit Teil 1 der Verfilmung der Bestseller- Romane "Die Tribute von Panem" von Suzanne Collins an. "The Hunger Games", wie das Original heißt, wird das Kino-Spektakel des Jahres. Zumindest für die Fans der Buchreihe, die schon seit Monaten darauf hinfiebern. An die acht Millionen Leser fand die Trilogie weltweit, in Deutschland sind es über 700.000. Als Kinoversion könnte "Panem" den Hype um "Twilight" noch in den Schatten stellen - weil die Story im Vergleich zum "Mädchen verliebt sich in Vampir"-Plot tiefgründig und hochspannend ist.

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Kurz vor dem Start der "Hungerspiele" erhalten Katniss und Peeta (Josh Hutcherson) letzte Anweisungen - bevor ihr Kampf um Leben und Tod beginnt.
© PR

"Die Tribute von Panem" ist eine düstere Parabel auf unsere Zukunft, die Leser wie Literaturkritiker begeistert. Seit Monaten überschlagen sich Fangemeinden im Internet. Acht Millionen User hatten den Trailer in den ersten 24 Stunden nach seiner Veröffentlichung gesehen. Eine Facebook-Community und ausgeklügeltes Merchandise befeuern die Erwartungen - jedes Foto, jede noch so kleine Neuigkeit vom Set wird im Netz ausgelassen von Tausenden diskutiert.

Dass der Film die Erwartungen erfüllt, gilt als ausgemacht: Schon die Buchvorlage entfaltet eine Sogwirkung, der man sich schwer entziehen kann. Und erste Kritiken der Filmversion versprechen nichts weniger als ein Meisterwerk voller Spezialeffekte und Hochspannung, aber auch mit vorzüglichen Schauspielern (neben Lawrence sind Woody Harrelson, Lenny Kravitz sowie die Nachwuchsstars Liam Hemsworth und Josh Hutcherson dabei). Jennifer Lawrence hat kurz gezögert, als ihr die Rolle angeboten wurde. "Die Entscheidung war Furcht einflößend", gesteht sie. Die Premiere wird sie und ihre jungen Co-Stars, allen voran Josh Hutcherson, in einen Popkultur-Tornado katapultieren, wie wir ihn seit "Der Herr der Ringe", "Harry Potter" und "Twilight" nicht erlebt haben. Roland Rödermund

gala.de


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