Jay-Z Billboard ist mir egal

Jay-Z
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US-Rapper Jay-Z wies die Macher der Billboard-Charts an, mit der Zeit zu gehen. Ansonsten würden sie riskieren, irrelevant zu werden

Jay-Z (43) ist genervt, weil Billboard sich seiner Meinung nach technischen Neuerungen verschließt.

Der Rapper ('99 Problems') sagte, dass eine Platzierung in den berühmten 'Billboard Hot 100'-Charts "irrelevant" für ihn sei, weil die Firma sich nicht "weiterentwickle". Grund für diese Kritik ist der Streit um den Deal, den der Megastar mit Samsung abgeschlossen hatte: Wenige Tage vor der offiziellen Veröffentlichung seines neuen Albums 'Magna Carta … Holy Grail' konnten Kunden des Handyanbieters die Platte schon per App hören - genau 1 Millionen Mal stand die Anwendung zur Verfügung.

Billboard weigert sich nun, diese ersten Verkäufe zu den Gesamtverkäufen zu zählen - was dazu führte, dass Jay-Z nicht auf dem ersten Platz der 'Billboard Hot 100'-Charts landete. Sein Album war stattdessen die Nummer 1 bei den Billboard-Album-Charts, seit es am 9. Juli bei iTunes und im Einzelhandel veröffentlicht wurde.

Der Rapper sprach in einem Videointerview mit dem Musikjournalisten Elliott Wilson (42), das auf der 'The Star's Life + Times Youtube'-Seite veröffentlicht wurde, über diese Diskrepanz. Er enthüllte dabei, dass er nicht mit der Entscheidung von Billboard einverstanden sei, die Einnahmekanäle via App nicht zu beachten. "Wenn du nicht mit dem Strom der Zeit gehst, wirst du für mich bedeutungslos. Ich werde mich weiterentwickeln", sagte er.

Der Geschäftsmann stimme auch nicht mit dem Businessmodel von Billboard überein. Er stritt sich mit der Firma über das Chartsystem und sagte, dass es eher gegen die Künstler arbeite, als sie voranzutreiben. "Sie arbeiten für uns. Ihr Job ist es, dem Geschäft neue Einnahmekanäle zu verschaffen und nicht der, mich zu demotivieren", beschwerte er sich und enthüllte, dass er sich genötigt sehe, unkonventionelle Mittel zu nutzen, um seine Musik unter die Leute zu bringen. "Was soll ich machen? Einfach hier rum sitzen und warten … und warten, bis es gegen Null geht, bevor ich etwas getan habe? Ich bin einfach selbst rausgegangen und machte einen Deal [mit Samsung]. Einen geraden, ehrlichen Deal", betonte Jay-Z.

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