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Jasmin Tawil Sieben Jahre nach der Trennung von Adel Tawil ist sie endlich glücklich

Jasmin Tawil in "Unbreakable – Wir machen dich stark!" (auf RTL und RTL+)
Jasmin Tawil in "Unbreakable – Wir machen dich stark!" (auf RTL und RTL+)
© RTL / Matea Smolcic
Ein neues Leben für Jasmin Tawil: Die Schauspielerin und Sängerin ist nach Costa Rica gezogen und endlich wieder richtig verliebt. Nach ein paar harten Jahren, in denen sie die Trennung von Adel Tawil verkraften musste, schaut Jasmin wieder nach vorne.

Jasmin Tawil, 39, geht in "Unbreakable – Wir machen dich stark!" (ab dem 10. November auf RTL) an ihre absoluten körperlichen und vor allem mentalen Grenzen. Neben neun weiteren Promis arbeitet die ehemalige GZSZ-Schauspielerin in dem neuen TV-Format ihre schwere Zeit der vergangenen Jahre auf und scheut sich nicht davor, unangenehme Themen in aller Öffentlichkeit anzusprechen. Auch im Interview mit GALA gibt sich Jasmin überraschend offen und verrät bisher unbekannte Details über ihre Vergangenheit.

Jasmin Tawil: TV-Show für die seelische Gesundheit

GALA: In "Unbreakable" geben die prominenten Teilnehmer sehr viel von sich und ihren Problemen preis. Wie schwer fiel es dir, dich so im TV zu öffnen?

Jasmin Tawil: Wenn ich ehrlich bin, habe ich vor dem Start der Sendung gefühlte zwanzigmal abgesagt. Auf der einen Seite hatte ich totale Lust auf das Projekt, auf der anderen Seite dachte ich mir, das kann total nach hinten losgehen. In "Unbreakable" werden Erinnerungen wachgerufen, die mich an meine Grenzen bringen. Mir war klar, dass es nicht einfach werden würde.

Die prominenten Teilnehmer mit ihren Coaches bei "Unbreakable"
Die prominenten Teilnehmer mit ihren Coaches bei "Unbreakable"
© RTL / Matea Smolcic

Warum ich dann doch mitgemacht habe, war meine seelische Gesundheit. Die letzten sieben Jahre haben mich verändert und viele Spuren hinterlassen. Ich habe seitdem immer wieder mit mir selbst zu kämpfen, damit ich stabil bleibe. Deswegen habe ich das Projekt letztendlich als Chance gesehen und ich bin sehr dankbar und glücklich, dass ich doch in den Flieger gestiegen bin.

Wir haben uns einfach alle getraut, unseren Kummer und unsere Sorgen laut auszusprechen und damit helfen wir hoffentlich auch anderen Menschen, sich Rat oder Hilfe zu suchen.

Was war neben den Erinnerungen sonst noch die größte Herausforderung bei "Unbreakable" für dich?

Ich war total überfordert, denn plötzlich musste ich mit neun anderen, mir fremden Menschen in einem Zelt schlafen – darunter auch Männer. Das bin ich nicht gewohnt.

Du sprichst deine Angst vor Männern auch in der ersten Folge an. Wodurch ist diese deiner Meinung nach entstanden?

Mein Vater hat mir viele Jahre gefehlt und ich habe händeringend versucht, diese fehlende Vaterfigur durch einen Partner in meinem Leben auszugleichen. Aber dann bin ich immer an die falschen Männer geraten.

Schmerzhafte Trennung von Adel Tawil

Du sagst außerdem, dass du die Trennung von Adel Tawil im Jahr 2014 nicht verkraftet hast. Kannst du etwas genauer darauf eingehen?

Jasmin und Adel Tawil im Jahr 2008
Jasmin und Adel Tawil im Jahr 2008
© imago images

Ich dachte damals, wir reden und arbeiten unsere Probleme auf und können dann als Paar neu beginnen. Aber dann ist es in die komplett andere Richtung gegangen, das war für mich zu viel. Ich habe mich an seiner Seite nicht mehr wohlgefühlt.

Das Schlimmste an der ganzen Sache war aber, dass mir mein Ex-Mann nie die Chance für eine offene Aussprache gegeben hat. Es wurde einfach jeglicher Kontakt zu mir abgebrochen, auch von anderen Leuten aus seinem Umfeld. Ob Familienmitglieder, Freunde, Geschäftspartner – alle haben mir komplett den Rücken zugekehrt und die Türen vor mir zugeschlagen. Auf unserer Hochzeit waren damals 400 Menschen und plötzlich wollte niemand mehr was mit mir zu tun haben, weil sich alle auf eine Seite geschlagen haben. Das musste ich erst mal verstehen. Diese Menschen waren eine ganze Zeit lang Teil meines Lebens und natürlich haben sie mir gefehlt.

Was meinen Herzschmerz über die Trennung angeht, kann ich sagen, dass ich diesen nach ach all den Jahren endlich aufgearbeitet habe. Wenn ich heute an ihn denke, denke ich nicht mehr, ich will zu ihm zurück.

Wie genau hast du die Trennung aufgearbeitet? Hast du dir Hilfe geholt?

Ich war schon während der Beziehung bereits zwei Jahre lang in einer Gesprächstherapie in Berlin. Nach der Trennung bin ich nach Amerika, weil ich es in Deutschland einfach nicht mehr ausgehalten habe. Ich fühlte mich in Berlin so verloren und habe kein Licht mehr am Ende des Tunnels gesehen. Von außen sah das für die Leute vielleicht alles so toll aus, dass ich in die USA gegangen bin, aber die Wahrheit war: Mein Herz war so schwer gebrochen, dass es mich immer wieder eingeholt und total aus der Bahn geworfen hat. Ich hätte vorher niemals gedacht, dass eine Trennung einen Menschen so sehr von seinem bisherigen Lebensweg abbringen kann.

In den USA habe ich dann eine Hypnose-Therapie gemacht, die hat mir sehr geholfen. Aber auch meine Yoga-Ausbildung hat dazu beigetragen, dass ich wieder mehr zu mir selbst gefunden habe.

Adel und du habt keinen Kontakt mehr. Aber du hast sicher mitbekommen, dass er nun eine Tochter hat, oder?

Ich freue mich für ihn, dass er Vater geworden ist, das hatte er sich lange gewünscht. Es gab sicherlich eine Zeit, in der ich unglaublich wütend war. Aber ich kann heute mit Überzeugung sagen, dass ich ihm nur das Beste wünsche.

Neue Liebe in Costa Rica

Auch du hast inzwischen wieder einen neuen Partner. Erzählst du uns ein bisschen mehr von ihm?

Miquele kam total überraschend in mein Leben. Er ist Italiener aus Venedig und lebt seit drei Jahren in Costa Rica. Michele befindet sich mitten in der Scheidung, also streng genommen ist er noch verheiratet. Er hat auch schon Kinder.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Seine Mutter hat uns verkuppelt. Als ich vor ein paar Monaten nach Montezuma in Costa Rica gezogen bin, war sie meine Nachbarin. Sie spricht nur Italienisch und Spanisch, ich nur Deutsch und Englisch. Sie hat mich also einfach immer auf Italienisch vollgequatscht, sodass ich mittlerweile selbst ein paar Brocken spreche. Als ich dann von "Unbreakable" mit dieser neuen Energie nach Costa Rica zurückkam, hat sie mir plötzlich ihren Sohn vorgestellt und ich dachte nur: "Wow, wo kommt der denn jetzt her?" Sie ließ dann nicht locker und hat mich ständig gefragt, wie ich denn ihren Sohn finden würde.

Bei unserem ersten Date sind wir ganz romantisch zum Strand gegangen und haben uns ziemlich schnell klar gemacht, dass wir gegenseitig aneinander interessiert sind. Seine Mutter hat währenddessen auf Ocean aufgepasst. Die ersten Tage habe ich ihn ordentlich auf die Probe gestellt, er hatte es nicht immer leicht mit mir. Mir ist bewusst, dass ich kein einfacher Charakter bin, das war ich noch nie. Aber letztendlich hat er alle Hürden gemeistert.

Ich bin an so viele falschen Männer geraten, jetzt bin ich 39 und habe mit Miquele endlich den Richtigen gefunden. Ich genieße jeden Moment und bin ordentlich verliebt. Er ist wie vom Himmel gefallen (schmunzelt).

Warum genau ist Michele der Richtige?

Wir ergänzen uns total gut. Und das Beste ist, er ist Koch. Für mich hat vorher noch nie ein Mann gekocht und Miquele macht sogar die Pasta selbst ... (lacht) Und er ist so lieb mit Ocean. Er übernimmt gerade ein bisschen die Rolle, die eigentlich Oceans leiblicher Vater übernehmen sollte. Ocean nennt seinen leiblichen Vater Papa – zum Glück, denn die beiden haben sich zuletzt vor einem halben Jahr gesehen. Mit eineinhalb Jahren hat Ocean immer gefragt: "Wo ist mein Papa?" Das war schlimm. Aber Miquele nennt er nun Papi, das hat er sich selbst überlegt und das ist so süß.

Wie ist gerade das Verhältnis zu Oceans Vater? In "Unbreakable" erzählst du davon, dass er sich nicht um seinen Sohn kümmert.

Ja, auch bei dem Thema hat mir "Unbreakable" sehr geholfen, viel klarer mit der Situation zu werden. Ich gebe zu, ich war etwas naiv und habe mir das alles ein bisschen schön geredet. Dazu neige ich leider grundsätzlich, aber irgendwann brodelt es dann aus mir heraus. Ich habe Oceans Vater so oft darum gebeten, uns finanziell zu unterstützen, aber er hatte immer Ausreden und hat mich hingehalten. Es ist nicht fair von ihm, dass er mir die komplette Verantwortung für unseren gemeinsamen Sohn überlässt.

Nach den Dreharbeiten habe ich sofort das Telefon in die Hand genommen und ihm eine ordentliche Ansage gemacht. Bis jetzt habe ich nichts mehr von ihm gehört, aber ich hoffe dennoch, dass wir uns einigen können. Eine finanzielle Unterstützung ist das Mindeste, was er für seinen Sohn tun kann, aber es interessiert ihn nicht.

Verwendete Quelle: eigenes Interview

Gala


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