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Oscars 2020 Issa Rae kritisiert die "Beste Regie"-Liste


Issa Rae wird für ihren subtilen Kommentar für die rein männliche Nominiertenliste in der Oscar-Kategorie "Beste Regie" vom Netz gefeiert.

Die Reaktionen auf die Oscar-Nominierungen fallen nicht durchgehend positiv aus - auch nicht während der Bekanntgabe durch Issa Rae, 35 ("Insecure"), und John Cho, 47 ("Selfie"). Dort hat Issa Rae die Aufzählung der ausschließlich männlichen Nominierten in der Kategorie "Beste Regie" mit einer sehr subtilen Bemerkung kommentiert, die im Netz derzeit für viel Applaus sorgt. Während ihr Kollege nach der Bekanntgabe mit einem breiten Lächeln neben ihr sitzt, sagte sie mit zusammengepressten Lippen und eiserner Miene: "Glückwunsch den Männern."

Oscars 2020: Nur männliche Regisseure sind nominiert

Twitter-User werten diese Bemerkung als klares Statement, das in einer Liga mit Natalie Portmans, 38, Worten vor zwei Jahren mitspielt. Damals kündigte sie die Kategorie auf der Oscar-Bühne mit den Worten an: "Und hier sind die rein männlichen Nominierten." Seit Jahren wird der Academy vorgeworfen, sich zu wenig um Diversität zu bemühen - so sind die Nominierten bis heute zum Großteil weiße Männer.

Viele dürften sich übergangen fühlen

Die Kategorie "Beste Regie" wird seit Urzeiten von Männern dominiert. Weibliche Filmemacher wurden bisher äußerst selten nominiert. Die Einzige, die in der Geschichte der Academy Awards tatsächlich gewonnen hat, ist Kathryn Bigelow. Sie wurde 2010 für "The Hurt Locker" mit dem Regie-Oscar ausgezeichnet. Daneben ist Barbra Streisand die einzige Frau, die den Regie-Golden-Globe für ihre Inszenierung von "Yentl" gewonnen hat - das war übrigens 1984.

In den vergangenen Jahren hatten Frauen zumindest vereinzelt die Chance, in dieser Königsliga die begehrte Statue einzuheimsen. Dass es dieses Jahr definitiv auch anders gegangen wäre, zeigt zum Beispiel Greta Gerwigs, 36, Verfilmung des Literaturklassikers "Little Women", für die sie in sechs anderen Kategorien nominiert ist.

Das weiße Hollywood

Der Vorwurf der mangelnden Diversität beschränkt sich jedoch nicht auf die Kategorie der Filmemacher. Laut "Variety" entging die "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" nur knapp  einem erneuten #OscarsSoWhite-Vorwurf. Dieser Kritik in Hashtag-Form musste sich die Academy bereits im Jahr 2016 stellen, woraufhin sie, inklusive ihrer Mitglieder, abwechslungsreicher gestaltet wurde.

Doch erneut wird die Liste der Nominierten von weißen Männern dominiert. Dass Personen wie Awkwafina, 31, für "The Farewell", Jennifer Lopez, 50, für "Hustlers",  Eddie Murphy, 58, für "Dolemite Is My Name" oder Lupita Nyong’o für "Wir" nicht berücksichtigt wurden, trifft, laut "Variety", auf allgemeines Unverständnis.

Verwendete Quellen:Variety

SpotOnNews


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