Isabell Gerschke: Über Liebesszenen und Tanzfilme

Isabell Gerschke spielt in dem Sat.1-Drama "Verführt - In den Armen eines Anderen" eine Frau, die ein erotisches Abenteuer erlebt - und zeigt dabei (fast) alles

Isabell Gerschke, bekannt aus "Polizeiruf 110" und "Heiter bis tödlich: Akte Ex" zeigt sich in ihrem neuen Film von einer ganz anderen Seite: In dem Erotikdrama "Verführt - In den Armen eines Anderen" spielt die gebürtige Potsdamerin die verheiratete Nina, die sich mit dem attraktiven Daniel auf eine heiße Affäre einlässt. Wie sie sich auf die Liebesszenen vorbereitet hat und warum sie gerne einen Tanzfilm drehen würde, hat sie GALA im Interview erzählt.

Nina mit ihrem Ehemann Sebastian

Was hat Sie daran gereizt in einem Erotikdrama die Hauptrolle zu spielen?

Wie viele andere Filme hat auch dieser Film Erotikelemente inne, zu allererst kommt aber die Geschichte und die Hindernisse der Protagonistin - die für mich wichtigsten Kriterien, eine Rolle anzunehmen oder nicht. Es ist die Geschichte einer Frau in einer langjährigen Beziehung, die im Laufe des Films wieder mehr Kontakt zu ihrer Weiblichkeit bekommt, dafür aber auch einen Preis zahlt - das hat mich dazu bewegt, in diesem Film mitzuspielen. Erotik gehört da natürlich dazu! Mit der Thematik des Films trifft man den Nerv von vielen Frauen in Beziehungen. Ich glaube, dass sich eine Menge Frauen in der Rolle der Nina wiederfinden können...

In dem Film haben Sie mehrere Liebesszenen. Waren Sie davor nervös?

Das war nicht meine erste Szene dieser Art vor der Kamera. Wir haben auch bei diesem Film im Vorhinein viel darüber gesprochen, Dinge ausprobiert, geprobt... und verstanden uns auch alle sehr gut, das macht es einem leichter. Wenn man sich als Schauspieler immer vor Augen führt, warum eine Person dieses und jenes, auch erotisch, macht, schafft man es, sich gut in die Situation hineinzuversetzen. Aber es ist trotzdem immer wieder komisch, sich vor fremden Menschen zu entblättern – aus dem Grund wird der Dreh dann aber auch möglichst intim gehalten und Schauspiel, Regie und Kamera sind dann unter sich.

Nina wird von Daniel verführt

Haben Sie schon einmal wie Nina und Daniel auf den ersten Blick gemerkt, dass zwischen Ihnen und einer anderen Person die Chemie gestimmt hat?

Ja. Fast alle meine Beziehungen, die ich bis jetzt hatte, haben so begonnen. Es gibt Menschen, die brauchen länger und müssen sich erstmal vorsichtig herantasten – ich habe mich immer gerne in eine Beziehung “reingeschmissen”.

Wäre in Ihren Augen eine Affäre des Partners verzeihlich?

Ich glaube, jede Beziehung funktioniert anders. Es kommt darauf an, was im Vorhinein passiert ist. Aber da kann ich gar keine allgemeingültige Antwort drauf geben, da ist das Thema zu komplex.

Sie geben neben der Schauspielerei auch Tanzunterricht für Jugendliche. Könnten Sie sich vorstellen in einem Tanzfilm mitzuwirken?

Natürlich! Ich tanze seit meiner Kindheit und habe auch Modernen Tanz studiert, zu der Zeit aber auch schon Filme gedreht. Schon so oft habe ich Regisseure versucht zu überzeugen einen Tanzfilm zu drehen, aber leider ist das hier in Deutschland kaum verbreitet. Der Tanz ist in Amerika zum Beispiel viel stärker ausgeprägt, er gehört zur allgemeinen Schulbildung. Ich finde, dass der Tanz das Körpergefühl und das Selbstbewusstsein stärkt.

Sie haben eine größere Tochter und eine noch sehr kleine Tochter. Babysittet Ihre große Tochter gerne?

Ja, die beiden haben eine sehr innige Beziehung. Trotz großem Altersunterschied klappt das einfach super. Auf lange Sicht kann sie dann sicher auch mal alleine auf die Kleine aufpassen, wenn ich weg muss.

"Verführt - In den Armen eines Anderen" läuft heute, den 22. November, um 20:15 Uhr auf Sat.1

Maria Furtwängler

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