Hurts: Love hurts

Mit ihrem Drama-Pop stürmen Theo Hutchcraft und Adam Anderson alias Hurts die Charts. In der Liebe haben die zwei eher Pech - wie sie "Gala" gestanden

Theo Hutchcraft, Adam Anderson

Sie tragen am liebsten Schwarz, machen melancholischen Elektro-Pop, aber Trauerklöße sind die Briten Adam Anderson und Theo Hutchcraft weiß Gott nicht. Ihr Debüt "Happiness" war 2010 ein Riesenhit, stand allein in Deutschland 64 Wochen in den Charts. Die zwei feierten umschwärmt von Frauen auf nahezu allen großen Partys und Pop-Events - und Sänger Hutchcraft kam für einige Monate mit Tänzerin und Aktmodel Dita Von Teese zusammen. Jetzt haben "Hurts" mit "Exile" einen starken Nachfolger am Start. "Gala" traf das Duo in Berlin.

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©VOX / Gala

Sie sehen aber müde aus.

Theo Hutchcraft: Wir waren gestern aus.

Adam Anderson: Obwohl wir uns vorgenommen hatten, auf dieser Tour total diszipliniert zu sein und jeden Abend früh ins Bett zu gehen. Hat nicht geklappt.

Hutchcraft: Klappt eigentlich nie. Schon gar nicht in Berlin. Zu viele Ablenkungen hier.

Sie sind fast permanent zusammen. In welchen Momenten gehen Sie sich auf die Nerven?

Hutchcraft:(überlegt) Gar nicht. Im Gegenteil, unsere Freundschaft ist noch inniger geworden im Lauf der Zeit. Jetzt sind wir so etwas wie ein altes Ehepaar.

Mit der Burlesque-Tänzerin Dita Von Teese war der Theo Hutchcraft 2012 liiert. Im vergangenen September trennte sich das Paar.

Haben es andere Menschen da schwer, Teil ihres Lebens zu sein? Also Freundin, Familie, Freunde ...

Hutchcraft: Ja. Unser Leben ist ziemlich verrückt. Reisen, Auftritte, Events - wir sind nur unterwegs. Das ist schwer zu teilen.

Anderson: Vor ein paar Jahren noch hatte ich eine Freundin, die ein ganz normales Leben geführt hat. Doch von dem Moment an, als ich zum ersten Mal für sechs Monate auf Tour ging, verloren wir den Draht zueinander. Sie konnte mein Leben einfach nicht fassen. Es war zu weit weg von ihrem.

Hutchcraft: Du brauchst einen Partner, der dieses unruhige Leben kennt, das du als Künstler führst.

Theo, Sie waren mit einigen Frauen aus dem Showgeschäft liiert. Kürzlich mit Dita Von Teese. Die Beziehung ist allerdings dennoch gescheitert. Wie kam’s?

Hutchcraft: Dita und ich wussten, dass es nicht leicht werden wird, dass wir beide nur ein kleines Zeitfenster für die Beziehung haben. Wir haben es probiert, aber es hat nicht funktioniert. Das ist traurig.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Dita jetzt?

Hutchcraft: Sie ist eine meiner besten Freundinnen geworden. Wir haben nach wie vor Kontakt und kein Problem, wenn wir uns über den Weg laufen. Warum auch? Es gab ja keinen Streit, keinen schlimmen Vorfall. Kommen beide Partner aus dem Showbiz, ist das einerseits ein Vorteil, weil beide wissen, wie schwer eine Beziehung da zu führen ist. Der Nachteil ist, dass beide vollgepackte Terminkalender und haufenweise Verpflichtungen haben.

Vor Dita sind Sie auch mal an der Seite des deutschen Models Shermine Shahrivar gesehen worden.

Hutchcraft:(lacht) Also, sie ist keine Ex, sondern nur eine gute Freundin. Wir haben uns halt damals in Berlin kennengelernt. Das war alles.

Ist das mit den festen Beziehungen auch deshalb so schwer, weil Ihnen so viele Mädels Avancen machen?

Hutchcraft:(Anderson atmet tief durch, guckt genervt. Hutchcraft grinst breit) Ja, vielleicht auch deswegen ein bisschen. Ja.

Vermissen Sie Ihr altes Leben manchmal, das Sie vor Ihrem Durchbruch hatten?

Anderson: Nicht eine Sekunde. Wir waren beide arbeitslos, lebten von Sozialhilfe, hatten kaum Freunde und nichts Richtiges zu tun. Hölle! Da gibt es nicht viel zu vermissen ... (er stockt kurz) Okay, es gab da einen Punkt, der für mich zumindest schwer war. Ich hatte zu dieser Zeit eine Freundin. Die, die ich vorhin schon erwähnt habe. Wir waren gerade zusammengezogen. Unsere Beziehung hielt nur noch ein Jahr, nachdem wir mit "Hurts" unsere ersten großen Erfolge hatten.

Trauern Sie der Frau noch nach?

Anderson: Jetzt nicht mehr. Damals war es nicht leicht, aber gleichzeitig war die Trennung unglaublich befreiend. Es gab dann nichts, was mich zurückhielt und an mein altes Leben band. Für mich lösten sich damit eine Menge Verwirrungen.

Gab es mal einen Moment, wo Sie alles am liebsten hingeworfen hätten, weil Ihnen der ganze Trubel um Ihre Personen zu viel wurde?

Anderson: Hinschmeißen? Nein, aber ich weiß, dass ich allein, ohne Theo, durchgedreht wär. (grinst rüber zu Hutchcraft)

Hutchcraft: Ich sag’s doch: wie ein altes Ehepaar.

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