Hugh Laurie Blues-Stunde in Hamburg


Hugh Laurie alias "Dr. House" stellte am Mittwoch in Hamburg sein erstes Blues-Album vor und bewies, dass er mehr kann als nur den zynsichen Arzt zu geben

Boshaft, zynisch und respektlos: So kennt man Hugh Laurie alias "Dr. House" aus der gleichnamigen US-Serie. Bei seinem ersten Konzert in Deutschland zeigte er sich am Mittwoch (27. April) jedoch von einer ganz anderen Seite. Im Hamburger "Café Keese" stellte der Schauspieler und Musiker sein Blues-Album vor und überraschte laut "Hamburger Abendblatt" ganz nebenbei mit Sätzen wie: "Dieses Album in meinem Leben einen ganz wichtigen Moment. Noch nie zuvor habe ich mich so nackt gezeigt."

Ganze 25 Jahre habe Laurie gebraucht, bis er sich getraut habe, Musik zu machen. Umso ernster sei es ihm dafür jetzt mit seiner großen Leidenschaft. "Ich hab mir diese lustigen Lieder ausgedacht, weil es Spaß gemacht hat, sie zu singen. Vor allem aber habe ich mich hinter dem Witz, hinter der Nachahmung versteckt. Mir fehlte einfach der Mut, mich hinzustellen und der zu sein, der ich wirklich bin".

Mit seinem Debütalbum "Let Them Talk" will Laurie seine Liebe zur Musik zum Ausdruck bringen. Dabei covert er Louis Armstrong oder Ray Charles, singt und spielt das Piano."Nichts ist näher an mir dran. Für mich ist das kein Hobby, keine Schrulle. Immerzu habe ich diese Musik gehört und gespielt, und wenn's nach mir geht, wird das bis an mein Lebensende so bleiben. Das könnte allerdings schon in ein paar Stunden kommen. Hängt davon ab, wie das Konzert läuft", scherzte er und bewies: So ganz wird Hugh Laurie sein zynisches Alter-Ego "Dr. House" eben doch nie los.

aze

gala.de

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