Wegen Corona: Hollywood verzichtet auf Sexszenen

Ab Freitag heißt es in Hollywood wieder: "Klappe – die Erste!" Doch wegen der Coronapandemie können Dreharbeiten nur unter strengen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Auf Sexszenen wird ganz verzichtet.

Ein Hollywood-Film ohne heiße Sexszenen und viel nackte Haut? Eigentlich undenkbar. Doch wegen der Coronapandemie muss die US-Unterhaltungsbranche nun auf Alternativen umsteigen.

Dreharbeiten unter besonderen Bedingungen

Ab Freitag, 12. Juni, dürfen Schauspielerinnen und Schauspieler in Hollywood endlich wieder vor der Kamera stehen. Das gab Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom, 52, vor einigen Tagen bekannt, wie unter anderem "Los Angeles Times" berichtet. Allerdings nur unter strengen Sicherheitsmaßnahmen: In einem 22 Seiten langen Leitfaden werden die neuen Regeln für künftige Dreharbeiten beschrieben. So müssen alle Mitglieder des Produktionsteams einen Mund- und Nasenschutz tragen und sich regelmäßig die Hände waschen. Maskenbilder werden dazu aufgefordert, so schnell wie möglich zu arbeiten, um den direkten Kontakt untereinander zu reduzieren. Und auch Castings können wieder stattfinden – jedoch nur hinter einer Plexiglaswand. 

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Alexander Herrmann
Alexander Herrmann befindet sich mitten in der siebten Staffel "The Taste" und ist aufgeregt, als wir ihn auf dem roten Teppich treffen.
©Gala

Hollywood streicht Sexszenen

Noch komplizierter wird es hingegen für Drehbuchautoren und Regisseure. Wie "The Sun" berichtet", müssen "Momente mit enger, körperlicher Nähe" umgeschrieben oder gestrichen werden. Sollten Sexszenen trotzdem absolut nötig sein, soll auf Computersimulation zurückgegriffen werden. Außerdem werden Mitglieder des Sets täglich auf das Coronavirus getestet.

Coronakrise kostet Filmbranche Milliarden US-Dollar 

Wegen des Lockdowns wurden im März alle Dreharbeiten in Hollywood eingestellt. Kalifornien ist von der Pandemie besonders stark betroffen, am Dienstag, 9. Juni (Stand: 15:00 Uhr), wurden über 130.000 Infektionen mit dem neuartigen Virus registriert. Branchenexperten schätzen deswegen, dass die Krise die US-Filmindustrie bis zu 20 Milliarden Dollar (circa 18 Milliarden Euro) kosten dürfte.

Verwendete Quellen: Los Angeles Times, Daily Mail, The Sun

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