Herbert Grönemeyer: Große Ehre für den FC St. Pauli

Herbert Grönemeyer hob bei der Julius-Hirsch-Preis-Verleihung hervor, wie sehr sich der FC St. Pauli für Menschlichkeit einsetzt.

Große Ehre für den FC St. Pauli: Der DFB hat den Fanladen des Hamburger Fußball-Verein mit dem Julius-Hirsch-Preis für seinen Einsatz gegen Rechts ausgezeichnet. "Kein anderer Verein steht als Marke so sehr für eine alternative Fußballkultur und Fanszene", lobte Laudator Herbert Grönemeyer (60, "Fernweh") in seiner Rede. Anstelle von Sponsorennamen prangen an den Tribünen am Millerntor zwei Sprüche: "Kein Fußball den Faschisten" und "Kein Mensch ist illegal".

Charity

Helfende Hände aus Hollywood

Was für ein Tag im Disneyland! Die "Avengers" Paul Rudd, Scarlett Johansson, Robert Downey Jr., Brie Larson, Chris Hemsworth und Jeremy Renner feiern zusammen mit Disney-Chef Bob Iger die gemeinnützige Initiave "Avengers Universe Unites".
Großfirmen wie Lego, Amazon und Co. haben Geld und Spielzeug im Wert von über 5 Millionen Dollar gespendet, das kritisch kranken Kindern auf der ganzen Welt zugute kommt. Brie Larson erfreut damit schon mal die jungen Besucher.
Das Tollste für die Kids ist aber sicherlich, ihren Superhelden Captain Marvel , Thor und Co. auch mal die Hand schütteln zu können.
Amanda Seyfrieds flauschiges Accessoire für das Charity-Event von Best Friends Animal Society könnte passender nicht sein: Die Schauspielerin sowie viele andere Promis spenden an dem Abend für den US-amerikanischen Tierschutzverein, der sich gegen das Töten von Katzen und Hunden in US-amerikanischen Tierheimen einsetzt. 

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Rund um das Millerntor werde seit Jahren der Beweis geführt, dass Fußball keine politikfreie Zone sei, so Grönemeyer. Dass der Deutsche Fußballbund einen Verein für sein politisches Engagement auszeichnet, hat etwas Symbolhaftes. Denn noch vor zwei Jahren ließ der DFB den Spruch "Kein Fußball den Faschisten" während eines Trainings der Nationalmannschaft verhängen. Politik und Fußball dürfe sich nicht vermischen, hieß es damals als Begründung. Und nun wurde der Fanladen St. Pauli für eben jene Aktion ausgezeichnet.

Der Julius-Hirsch-Preis wird seit 2005 jährlich verliehen. Er geht an Personen und Organisationen, die sich für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit einsetzen. Er erinnert an das Schicksal des siebenfachen deutschen Nationalspielers Julius Hirsch, der 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft aus seinem Verein, dem Karlsruher FV, ausgeschlossen und 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde.

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