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Heino Ferch Zu viele "Tatort"-Ermittler

Heino Ferch
© CoverMedia
Heino Ferch findet, dass der Sonntagabend-Sendeplatz durch die Fülle der Krimi-Kommissare "beliebig" geworden sei. Er selbst habe entsprechende Anfragen der ARD bereits mehrfach abgelehnt

Wenn es nach Heino Ferch, 50, ginge, würden Sonntagabend im Ersten weniger Kommissare auf Verbrecherjagd gehen. Der Schauspieler hätte auch gar keine Lust, sich in die Riege der Darsteller einzureihen, die in der "Tatort"-Serie die Ermittler mimen: "Ich habe schon ein paar Mal abgesagt", verriet er im Gespräch mit "TV Digital". "Mir gefällt einfach nicht, dass in jeder Stadt 'Tatort'-Ermittler sitzen müssen - das erscheint mir inflationär. Durch aktuell 46 Ermittler in 22 Städten ist der Sonntagabend-Sendeplatz leider etwas beliebig geworden."

In der Tat erfreut sich die Krimireihe derzeit bei Zuschauern sowie Schauspielern höchster Beliebtheit. Zuletzt gaben am zweiten WeihnachtstagNora Tschirner (32, "Kebab Connection") und Christian Ulmen (38, "Herr Lehmann") ihr "Tatort"-Debüt, außerdem erhielt Hamburg mit Til Schweiger (50, "Keinohrhasen") als "Nick Tschiller" und Wotan Wilke Möhring (46, "Soul Kitchen") als "Thorsten Falke" gleich zwei neue Kommissare.

Heino Ferch wird man dagegen also eher nicht in der ARD sehen, er unterhält die Zuschauer lieber mit seiner ZDF-Krimiserie "Spuren des Bösen", die seiner Meinung nach eine andere Herangehensweise als der "Tatort" habe sowie intensiver und düsterer sei. Für seine Darstellung wurde der gebürtige Bremerhavener 2011 beim Festival des deutschen Films mit dem Preis als bester Schauspieler ausgezeichnet. In der Reihe spielt Ferch den Psychologen Richard Brock, der mit den Abgründen der menschlichen Seele konfrontiert wird. Das schlägt auch manchmal aufs Gemüt, wie der Schauspieler im Gespräch mit "kurier.at" zugab: "Ein solcher Dreh versetzt einen schon eine gewisse Zeit lang in so eine Stimmung, aber ich versuche schon klar zu trennen zwischen Arbeit und privat. Bei 'Spuren des Bösen' zum Beispiel sind es doch immer ziemlich harte Themen und es lässt sich nicht vermeiden, dass man auch Tage hat, die gefühlsmäßig schwieriger zu bewältigen sind."

Wer sich mit Heino Ferch auf düstere Pfade begeben möchte, sollte am 13. Januar um 20.15 Uhr das ZDF einschalten, dort läuft mit "Spuren des Bösen - Zauberberg" die dritte Folge der Krimiserie.

avo CoverMedia


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