Heino: Kein Rockerkrieg

Heino singt auf seinem neuen Album bekannte Lieder deutscher Rock- und Pop-Bands und sorgte damit für Verwirrung

Jahrelang wurde Heino auf die Schippe genommen, nun schlägt der Schlagersänger zurück. Auf seinem neuen Album "Mit freundlichen Grüßen" finden sich bekannte Stücke deutscher Rock- und Pop-Bands. Unter anderem von "Die Ärzte", "Rammstein" und "Sportfreunde Stiller". Er wolle sich auch mal einen Spaß erlauben, so Heinos Manager Jan Mewes laut "n-tv.de". "Er möchte den Kollegen, die ihn jahrelang [...] veräppelt haben, einfach auch mal einen Spiegel vorhalten."

Zunächst sah es jedoch so aus, als wollten die besagten Bands dies nicht als bloßen Spaß verstehen. Denn durch die Medien geisterten sogleich Berichte über einen großen Streit zwischen Heino und seinen Musiker-Kollegen von "Die Ärzte" und "Rammstein". "Rockerkrieg gegen Heino" titelte die "Bild"-Zeitung. Keine der Bands habe Heino eine Einwilligung gegeben und fänden seine Version der Stücke "zum Erbrechen".

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Am Donnerstag (24. Januar) wiesen beide Bands diese Berichterstattung zurück. "Rammstein" schreiben auf ihrer Facebook-Seite, sie befänden sich entgegen des "Bild"-Artikels nicht in einer Auseinandersetzung mit Heino. "Das ist nicht der Fall. 'Rammstein' hat sich hierzu nicht geäußert. Die im Text genannten Zitate, die der Band in den Mund gelegt werden, spiegeln ausdrücklich nicht das Meinungsbild von 'Rammstein' wieder."

Im Fall von "Die Ärzte" ist anscheinend noch nicht ganz klar, wie es weitergeht. Während die Plattenfirma der Band laut "focus.de" behauptet, dass es keine Aufregung wegen Heinos neuer Platte gibt und nicht mit rechtlichen Schritten droht, sollte er eine Version des "Junge"-Videos herausbringen, erklärt Heinos Manager etwas Anderes. Er habe inzwischen angeblich die Nachricht bekommen, "Die Ärzte" fordern einen sechsstelligen Schadenersatz, falls das Video veröffentlicht und für Werbezwecke genutzt wird.

Ganz ausgestanden scheint die Angelegenheit zwischen dem Volksmusiker und den Rockern also noch nicht zu sein. Doch der große Rockerkrieg bleibt wohl aus.

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