Heidi Klum: Krebs-Diagnose in Heidis Show

Der Staffelauftakt von Heidi Klums Castingformat war noch ein bisschen spektakulärer, als die Ankündigung einer härteren Jury und schwierigerer Prüfungen vorab es vermuten ließen. Eine aussichtsreiche Kandidatin ging zum Arzt - und kam mit der Diagnose Lymphdrüsenkrebs zurück

Tragische private Schicksale gehören inzwischen zum Schmiermittel fast jeder Castingshowmaschine. Heidi Klums überarbeitetes "Germany's Next Topmodel" gehört auch dazu. Dort sah man gestern eine 19-jährige Modelhoffnung nach der ersten Runde ausscheiden, weil ihr Arzt Lymphdrüsenkrebs bei ihr feststellte. Melek fühlte sich, berichtet auch die "Bild", beim Dreh im Schnee und einer Modenschau in Salzburg völlig gesund und ging nur wegen eines etwas geschwollenen Halses zum Arzt. Der schickte sie zum Spezialisten, dort erhielt sie die Diagnose Lymphdrüsenkrebs. Ihre Lymphknoten müssen entfernt werden, Chemotherapie steht an. Das Mädchen dazu laut "Bild": "Ich habe Angst vor der Chemotherapie, ich habe Angst davor, meine Haare zu verlieren. Ich stelle mir schon die Frage: Warum ich?"

Der Pressesprecher des verantwortlichen Senders ProSieben, Christoph Körfer, betont Meleks ausdrücklichen Wunsch, ihr Schicksal in der Show zu zeigen. Sie wolle anderen Betroffenen Mut machen. Heidi Klum kündigte an, Melek würden, wenn sie wiederkommen mag, in der nächsten Staffel alle Türen offen stehen.

Drama unter den Modelaspirantinnen bot aber auch der Rest der Show. Die Mädchen mussten mit High Heels auf ein Laufband und sollten dort gemeinsam einen Weltrekord aufstellen: 175 Kilometer in einer Stunde - das gelang. Actionreich ging es weiter: gesichtsyoga und Hütchenlauf im Schnee, Auftritt mit Kesha, eine Modenschau. Kandidatin Tahnee fand's gut "Ich dachte, ja, die Schlechtesten, die verrecken vielleicht schon auf dem Laufband."

Welche Rollen sich für Mädchen mit Hang zu viel Kamerazeit anbieten, hatten die 50 Bewerberinnen vorher offenbar auch ausgiebig studiert und präsentierten sich als Burlesque-Fans, Bikergirls, Heulsusen, Oberzicken. Die neuen Jurymitglieder bringen Farbe (im Rahmen der Klamotten von Thomas Rath) und die für viel Schmunzler und besondere Aufmerksamkeit von Stefan Raabs "TV Total" sorgende Marketingsprache von Thomas Hayo ("Amazing", "Ich seh da nicht so ein easy match") mit ins Unterhaltungsbündel.

Die letzte Staffel erreichte ordentliche, aber keine Rekordquoten. Daran angelehnte Formate von ProSieben wie das Designer-Casting "Fashion & Fame" und die "Model-WG" blieben von ordentlichen Quoten weit entfernt. Beim Auftakt waren 2,24 Millionen Zuschauer dabei, meldet der Branchendienst "kress". Es wird spannend zu beobachten, wie sehr das neue Konzept und die verbliebenen 25 Mädchen in den kommenden Wochen die Zuschauer fesseln können. cfu

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