VG-Wort Pixel

GZSZ-Jo Gerner Er müsste 200 Jahre in den Knast

wolfgang bahro, jo gerner
Wolfgang Bahro als "Jo Gerner"
© RTL
Seit 1993 mimt Wolfgang Bahro bei "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" die Figur des "Jo Gerner" und ist der unangefochtene Bösewicht der Serie. In all den Jahren hat "Jo" allerhand Verbrechen begangen und krumme Dinger gedreht - und dafür müsste er Jahrhunderte ins Gefängnis

Heute Abend läuft die 6.000 Folge von "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" im Fernsehen und auch für "Jo Gerner" (gespielt von Wolfgang Bahro) wird es wieder spannend: Wird er der Mitwisserschaft am Tode des Frederic Riefflins überführt? Wird er vielleicht sogar verhaftet? Immerhin wäre es nicht die erste Straftat, die der Serien-Anwalt begeht.

Fast 200 Jahre im Knast

Im wahren Leben hätte "Jo Gerner" schon lange nichts mehr zu lachen. Für all seine Verbrechen, die er seit 1993 bei GZSZ beging, säße er nämlich insgesamt 199,5 Jahre im Gefängnis. Das hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. bei einer strafrechtlichen Analyse herausgefunden und "Gerners" eklatanteste Verbrechen zusammengestellt. Erpressung, Bestechung, Einbruch, Anstiftung zur Körperverletzung: Das sind die Straftatbestände, die dem Serien-Bösewicht in insgesamt mindestens 44 Fällen unter anderem zur Last gelegt werden könnten. Im Durchschnitt verübt "Gerner" alle 132 Folgen eine Straftat.

jo gerner
"Jo Gerners" Verbrechen
© anwalt.org

Die Summe seiner Straftaten

"Wenn mehrere Straftaten begangen wurden, kommt es gemäß § 54 StGB zur Bildung einer Gesamtstrafe. Diese darf die Summe der Einzelstrafen nicht erreichen und ergibt sich aus einer angemessenen Erhöhung der höchsten Einzelstrafe", erklärt Rechtsanwalt Mathis Ruff vom Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V.

jo gerner
Strafmaß zu "Jo Gerners" Verbrechen
© anwalt.org

Er kam immer davon

Doch "Jo Gerner" hatte bislang immer Glück und musste nie vom Berliner Kiez ins Gefängnis wechseln, ernsthafte Konsequenzen hatte sein Verhalten bislang nicht. Nur im Jahr 2010 wurde es eng: Der intrigante Jurist machte sich damals der Steuerhinterziehung schuldig, eine Bewährungsstrafe hätte es im Falle einer Verurteilung da nicht mehr gegeben.

jdr Gala


Mehr zum Thema


Gala entdecken