VG-Wort Pixel

Greta Gerwig Bezaubernd unentschlossen

Greta Gerwig
© Picture Alliance
A Star is born: Greta Gerwig gewinnt alle Herzen - als junge verpeilte New Yorkerin und fern vom "Sex And The City"-Lifestyle

Twentysomething. Das Wort ist mehr als eine Altersangabe, in ihm schwingt das Lebensgefühl einer ganzen Generation mit. Über die noch nicht so ganz Erwachsenen, die lieber "eigentlich" und "irgendwie" sagen, statt sich klar zu bekennen. Auch wenn Greta Gerwig in Kürze ihren 30. Geburtstag feiert: Die Schauspielerin ist die neue Ikone für Millionen junger Menschen, die sich im Schwebezustand zwischen verlängerter Jugend und Angekommensein befinden.

In der bezaubernden Independent-Komödie "Frances Ha", die Regisseur Noah Baumbach in Schwarz-Weiß drehte, verkörpert sie eine Frau, die mit ihrer besten Freundin in einer WG in Brooklyn lebt und sich als erfolglose Modern-Dance-Choreografin durchwurschtelt. Ihre eh nur mittelmäßige Beziehung scheitert. Klingt bedrückend, doch Gerwig spielt diese Frau als eine chaotische Optimistin, die man aus seinem Freundeskreis zu kennen glaubt. Der man unablässig gute Ratschläge erteilen möchte, weil sie scheinbar nichts auf die Reihe kriegt. Doch dann tanzt sie auf der Straße, und man liebt sie für ihre Spontaneität.

"Manche Leute schauen mich an und sehen Chaos", sagte Greta Gerwig auf der diesjährigen Berlinale - dort wurde "Frances Ha" zum Publikumshit - zu ihrer Ähnlichkeit mit der Hauptfigur. Und sie betont, dass sie keine vorgefertigte Vorstellung von sich als Schauspielerin haben möchte. Auch wenn sie bereits in Woody Allens "To Rome With Love" spielte oder neben Natalie Portman in der romantischen Komödie "Freundschaft Plus", sieht sich Gerwig auch weiterhin in kleinen, feinen Filmen. Sicher auch mit thirtysomething.



Mehr zum Thema


Gala entdecken