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Gilmore Girls: Ein neues Jahr So emotional sind die ersten Folgen

Kelly Bishop, Lauren Graham, and Alexis Bledel
Kelly Bishop, Lauren Graham, and Alexis Bledel
© Robert Voets/Netflix
Hier gibt es keine Spoiler. Am 25. November ist es endlich soweit: Die "Gilmore Girls" kommen mit vier eineinhalbstündigen Episoden auf Netflix zurück. Ein sehr emotionales Wiedersehen.

Es ist für viele Serien-Junkies DAS Revival des Jahres: "Gilmore Girls: Ein neues Jahr". Am 25. November veröffentlicht Netflix neue Folgen der Kultserie "Gilmore Girls". Die vier eineinhalbstündigen Episoden sind nach den vier Jahreszeiten benannt, beginnen im Winter und enden im Herbst. Welche Charaktere kehren zurück? Wer ist mit wem zusammen? Und was passiert überhaupt? Wir haben "Winter" und "Frühling" bereits gesehen...

Wiedersehen mit alten Bekannten, aber einer fehlt

2007 lief das Finale von Staffel sieben über die Bildschirme. "Gilmore Girls: Ein neues Jahr" setzt neun Jahre später an. Die Fans erfahren, wie es den Haupt- und Nebenfiguren seitdem ergangen ist. Lorelai (Lauren Graham) ist nach wie vor mit dem Dragonfly Inn beschäftigt, Rory (Alexis Bledel) ist Journalistin und auf der Suche nach der nächsten Story. Die Abwesenheit von Sookie (Melissa McCarthy) wird schon früh erklärt und Kirk (Sean Gunn) sucht immer noch nach einer zündenden Jobidee. Luke (Scott Patterson) versucht nach wie vor, die bisweilen ungesunden Essgewohnheiten der "Gilmore Girls" zu beeinflussen.

Rory ist einem ihrer Ex-Freunde doch noch näher als gedacht (wir nennen keine Namen), während die eine oder andere Beziehung den neunjährigen Zeitsprung nicht überstanden hat. Dafür erfahren Fans mehr über Michels (Yanic Truesdale) Privatleben und sieht Gesichter wieder, mit denen man nicht mehr gerechnet hat - dazu zählt auch einer von Lorelais Verflossenen. Natürlich fehlt Richard Gilmore: Edward Herrmann starb Ende 2014,sodass Emily (Kelly Bishop) als Witwe ihr Leben neu ordnen muss. Das mag in Jeans und T-Shirt gekleidet lustig wirken, wird jedem eingefleischten Fans aber einen Stich ins Herz versetzen. Sein Tod und die Auswirkungen auf sein engstes Umfeld stehen im Mittelpunkt - mit überraschenden wie tragischen Folgen.

Nostalgisch, aber viele neue Fragen

Die ersten beiden Episoden leben von all der Nostalgie, die die Fans durchströmen wird, wenn die Gilmores durch die Stadt spazieren, vertraute Gesichter auftauchen und altbekannte Kulissen wie Gegenstände zum Vorschein kommen. Den größten Fans wird die eine oder andere Träne nicht erspart bleiben. Natürlich wird auch beim Reboot nicht an Popkultur-Referenzen, Kaffee oder Redegeschwindigkeit gespart. Man hat ein wohlig warmes Gefühl im Magen wieder in Stars Hollow zu sein, wie ein Besuch bei alten Freunden. Dennoch werfen die ersten 180 Minuten etliche Fragen auf, die hoffentlich in "Sommer" und "Herbst" noch aufgeklärt werden.

Und damit sind nicht nur die vier magischen letzte Worten gemeint, die Drehbuchautorin Amy Sherman-Palladino seit Jahren auf der Feder liegen. Auf durchweg positive Resonanz stieß die erste Folge beim großen Fan-Event in Berlin [Gala berichtete auf Instagram]. Jeder Anwesende wollte mehr sehen - und schwärmte.

Emotionaler Höhepunkt: Richards Beerdigung"

Die "Gilmore Girls" haben nichts von ihrem Charme verloren, obwohl sich die Charakter - allen voran Rory - verändert haben. Man fühlt sich als Zuschauer wohl in Stars Hollow, wohl in Lorelais Haus, wohl in Luke's Diner. Dennoch Taschentücher bereithalten: Die Beerdigung von Richard ist nichts für schwache Nerven. Emilys Hilflosigkeit ist geradezu herzzerreißend.

In einer der ersten Staffeln sagen Lorelai und Rory einmal zu Dean (Jared Padalecki), um ihre Faszination für eine Serie zu erklären: "Es ist eine Religion, ein Lebensstil!" Genau das trifft auch auf die "Gilmore Girls" zu. Die Fans werden das Revival lieben, denn man spürt wie viel Freude die Schauspieler daran hatten, erneut gemeinsam vor der Kamera zu stehen. Die Struktur der neuen Folgen - eine Folge dauert jeweils 1:30 Stunden - gibt den Charakteren viele Entfaltungsmöglichkeiten und abseits der fröhlichen Mutter-Tochter-Gespräche eine Tiefe, die man bislang so nicht kannte.

skn / SpotOnNews

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