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Germany's Next Topmodel Ganz nah dran an Heidi

Heidi Klum coacht Topmodel-Anwärterin Anna-Maria.
Heidi Klum coacht Topmodel-Anwärterin Anna-Maria.
© facebook.com/HeidiKlum
Heidi Klum sucht wieder "Germany's Next Topmodel": In der ersten Folge zeigte sie sich ganz mädchennah und holte die Topmodel-Anwärterinnern sogar von zu Hause ab. Doch Heidi war nicht nur die liebe Modelmama, sondern säte auch Zwietracht - mit einem Lächeln

Heidi Klum irrt in High-Heel-Stiefeln durch eine verlassene Schneewüste. Mit einer Landkarte in den Händen kämpft sie sich durch die weiße Ödnis – und das alles nur, um eines ihrer Mädchen in die Arme zu schließen. Denn in der achten Staffel will Heidi Klum ganz nah dran sein an ihren Topmodel-Anwärterinnen. Da kann ein Besuch in deren natürlichem Lebensraum nicht schaden, und Sabrina wohnt nun mal auf einem offenbar abgelegenen Bauernhof.

In der ersten Folge "Germany's Next Topmodel" statten Heidi Klum oder ihr Jurorenkollege Thomas Hayo den meisten der von ihnen handverlesenen 25 Kandidatinnen einen Besuch ab, um die frohe Botschaft von der Teilnahme an der Castingshow zu verkünden. Und weil man sich so schnell über mehr als zwei Dutzend Mädchen gar keinen Überblick verschaffen kann, hilft ProSieben, indem in der ersten Folge der Fokus noch auf Kandidatinnen wie Jacqueline gelegt wird. Sie sticht schon heraus, weil Heidi Klum sie für den Topmodel-Traum aus den Proben zum Krippenspiel reißt.

Die Haare widerspenstig, ein Kleidungsstil, der die Bezeichnung (noch) nicht verdient und das Ego wenig ausgeprägt, beginnen Heidis Augen zu glänzen beim Gedanken an ein Umstyling. Und als Jacqueline dann noch erzählt, dass für sie neben dem Laufsteg das Pastorenamt in Frage käme, spitzt auch der Zuschauer interessiert Augen und Ohren, um der Modelwerdung beizuwohnen.

Und weil Heidi Klum diesmal die liebe Modelmama geben will, an die nicht nur ihre Schützlinge rankommen, hat sie die Familien der Kandidatinnen eingeladen. Die dürfen dabei sein, wenn ihre überwiegend erst 16-jährigen Töchter und Schwestern in dünnen, teuren Kleidchen im Schneegestöber in Wiesbaden beim ersten Fotoshooting posieren. Wer das durchsteht, darf ins Warme. Und zwar nach Dubai.

Bis dahin muss die mütterliche Wärme von Heidi reichen - jedoch mit Kälteeinbrüchen. Wenn sie zum Beispiel Kandidatin Leonie in der Schule abholt und dann ganz zufällig auch noch deren Klassenkameradin Anna Barbara mitnimmt, die sich gar nicht beworben hatte. Leonies Augen signalisieren da bereits den ersten Zickenzoff. Für den ist in der ersten Folge aber noch kein Platz. Zu sehr müssen sich die Mädchen auf das Laufen in engen Kleidern und hohen Schuhen bei einer Modenschau in Dubai konzentrieren.

Trotz neuer Produktionsfirma und dem Ganz-nah-dran-Konzept (zum Auftakt zeigte Heidi sogar Homevideos aus ihren Kindertagen) bleibt sich "Germany’s Next Topmodel" offenbar treu. Bereits in der ersten Folge wurde beneidet ("Wer hat das schönste Kleid?") und gezetert ("Das Kleid ist zu durchsichtig"). Wie eine Art Vorahnung scheint es da, dass Heidi die Sabrina vom Bauernhof zwischen gackernden Hühnern im Stall antrifft.

Auch bei den Einschaltquoten hat sich übrigens nicht viel geändert. Der Trend geht bergab. Wie der Mediendienst "meedia.de" berichtet, haben nur 2,73 Millionen Zuschauer zum Staffelstart der Castingshow eingeschaltet - so wenige waren es noch nie.

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