George Clooney Alle in meinem Boot

Hier kommt George Clooney mit seiner Gang! Der Hollywood-Star nutzte die Filmfestspiele von Venedig, um sich mit Freunden zu amüsieren - und präsentierte sich als glücklichster Charmeur der Welt

Vergesst alle roten Teppiche dieser Welt

- die schönste Glamour- Kulisse ist: Giorgios Wassertaxi. George Clooney steuert das Motoscafo selbstverständlich persönlich. Dabei trägt er einen Armani-Smoking, neben ihm steht Cindy Crawford, nach wie vor eine der aufregendsten Frauen, und im Hintergrund macht sich der Himmel über Venedig für die Nacht bereit. Ein Bild für die Götter? Vor allem ist es ein Auftritt und Fotomotiv für die Fans, die sich einmal mehr fragen: So lässig, charmant und attraktiv zugleich kann doch kein Mann sein, oder?

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Offizieller Venedig-Auftrag war es, seinen Film "Die Iden des März" vorzustellen. Einfach nur bei der Pressekonferenz und der Premiere zu erscheinen und durch Anwesenheit zu glänzen ist ihm aber zu schlicht. Er liefert lieber die große Clooney-Show ab und inszeniert sich als Mann in den allerbesten Jahren, der sich auch mit 50 sein jungenhaftes Gemüt bewahrt hat: Boy George. Einer, der immer verliebt ist, egal ob er gerade eine Frau an seiner Seite hat oder nicht - und zwar verliebt ins Leben. Hauptsache, seine Freunde und Vertrauten sind bei ihm. Denn zumindest in dieser Beziehung ist Clooney eine wahrhaft treue Seele: Nichts ist ihm so wichtig wie das Pflegen jahrzehntelanger Freundschaften. Dass er bei Venedig- Besuchen immer das gleiche Motoscafo bucht und mit dessen Fahrer wie mit einem alten Kumpel scherzt: eine Selbstverständlichkeit. Dass er sich von seinen alten Freunden Cindy Crawford und Rande Gerber zu seinem Businesstermin begleiten lässt: logisch.

Am besten aber versteht man Clooney, wenn man einmal in der Küche seiner "Villa Oleandra" am Comer See gesessen hat. Der Oscar-Preisträger hat zwar auch ein stattliches Speisezimmer im Haus, aber meist sitzt er mit seinem Inner Circle vor dem Pizza-Holzkohleofen. Einer dieser Küchengäste berichtet "Gala": "Das ist ein Kreis von Gleichgestellten, wo jeder jedem seine ehrliche Meinung sagt. Auch Clooney kriegt da sein Fett weg." Und: Dem Paten vom Comer See, diesem grandiosen Gastgeber, ist die Meinung seiner Freunde auch in Sachen Liebe wichtig. Frauen, die seinen Freunden nicht gefallen, sind deshalb schnell Vergangenheit. Stacy Keibler, 31, die sich zuletzt als Flamme und Hausgast am Comer See ins Gespräch brachte, muss also etwas richtig machen: Die beiden wurden vergangene Woche wieder gemeinsam beobachtet. Was genau zwischen ihnen läuft und wie gut sie sich auf Dauer verstehen - dazu schweigt Clooney bislang. Er genießt lieber, dass ihn die schöne Frau an seiner Seite schmückt und sein Image als Womanizer zementiert.

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Dabei ist Showmaster George im Privaten geradezu bodenständig. Nur wenige seiner Kumpel sind prominent, er kennt sie seit Anfang seiner Karriere. Grant Haslov, 48, beispielsweise schätzt er seit Anfang der Achtzigerjahre. Beide waren damals Jungschauspieler, Haslov lieh ihm 200 Dollar für Fotoaufnahmen für seine Mappe - inzwischen ist Clooney über 100 Millionen Euro schwer, und auch sein Kumpel-Verhältnis zu Haslov ist gewachsen: Gemeinsam produzieren sie mit ihrer Firma Smokehouse Production Filme wie "Men Who Stare At Goats". Vorbei sind die Zeiten, in denen Clooney für seine Vergnügungskasse regelmäßig in Blockbustern mitspielte. Er macht nur noch, was ihm gefällt, und dabei ist sein Ehrgeiz so groß, dass er im Zweifelsfall produziert, Regie führt und die Hauptrolle übernimmt, um den Film ins Kino zu hieven.

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So entspannt Clooney in Venedig auch auftrat: Insider reden offen darüber, dass er vorab gedroht hatte, nur dann anzureisen, wenn sein Film Eröffnungsfilm wird. So geschah es. "Ich weiß, was Leute bei berühmten Menschen ärgert: wenn die sich über ihren Ruhm beklagen!", hat Clooney einmal gesagt. In Venedig lacht er deshalb auch nur auf die Frage, ob er nicht vielleicht Lust habe, als US-Präsident zu kandidieren - so wie in seiner Rolle im Film. Nein, sein aktueller Job und sein Leben seien wirklich schon toll genug. Allerdings muss auch er sich einschränken - obwohl das Ehepaar, das ihm den Haushalt führt, so schrecklich gut kocht: Immer nur Pizza und Lasagne würden seiner Hollywood-Figur schaden. Deshalb hat er eines der sechs Häuser, die zu seinem Anwesen gehören, zum Fitness-Studio umgebaut. Und während seine Gäste in einem der 30 Schlafzimmer noch dösen, ist der Hausherr schon morgens um sechs Uhr am Trainieren. Ganz so lässig und spielerisch, wie sein Leben aussieht, ist es dann doch nicht. Wer ein Star bleiben will, muss etwas dafür tun. Und Giorgio ist ziemlich gut darin. Alexander Stilcken

gala.de


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