Gary Oldman: Der Erfolg, der aus der Stille kam

Mit einer tollen Leistung in einem ausgeruhten Spionage-Thriller hat sich Gary Oldman seine erste Oscar-Nominierung verdient

Denkt er an das heutige Hollywood-Kino, steigt Gary Oldmans Blutdruck.

"Die meisten Filme nerven: Zu viele Schnitte, der Sound zerfetzt einem die Ohren! Und was zum Teufel soll 3D?", wütet er im Gespräch mit "Gala". Sein Gegenangebot: der stille Agententhriller "Dame König As Spion" nach dem Roman von John le Carré.

Jetzt im Kino: In "Dame König As Spion" werden die Agenten (u.a. Colin Firth und Tom Hardy) wie beim Schach bewegt - oder aus dem Feld geräumt.

Als Top-Spion George Smiley, der in den Wirren des Kalten Krieges 1972 einen Maulwurf in den höchsten Reihen des britischen Geheimdienstes ausfindig machen soll, agiert der 53-Jährige brillant wie immer, aber zurückgenommen wie selten zuvor. "Wie ein Chamäleon, das in der Zimmereinrichtung verschwindet" hat er den präzisen wie kauzigen Meisterspion gespielt - und ist damit dem großen Alec Guinness, der den Agenten 1979 in der legendären BBC-Serie verkörperte, absolut ebenbürtig. Sollte der Brite bei der Oscar-Verleihung am 26. Februar die glamourösen Kollegen Clooney, Pitt und Co. ausstechen - es wäre hoch verdient. Falls es nicht klappt: Er kann auch so mächtig stolz auf "Dame König As Spion" sein, dieses kühle, hoch spannende Katz- und Mausspiel, das ohne Action à la James Bond auskommt. Oder, wie Gary Oldman so schön sagt: "Für mich hat dieser Film dieselbe Wirkung, als würde ich in eine Lavalampe schauen." JT/RR

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