Game of Thrones: Emilia Clarke ahmte Diktatoren nach

Um ihre Rede im "Game of Thrones"-Finale besonders authentisch zu machen, hat sich Emilia Clarke die schlimmstmögliche Inspiration geholt.

Angesichts dieser Bilder wird Emilia Clarkes Vergleich verständlicher

Es ist keine alltägliche Aussage, die Schauspielerin Emilia Clarke (32) da getätigt hat. Denn der "Game of Thrones"-Star hat sich, so bizarr das zunächst klingen mag, für die letzte Folge der HBO-Hitserie das denkbar schlimmste "Vorbild" genommen, das die Weltgeschichte je hervorgebracht hat - Adolf Hitler. Das hat die Britin im Interview mit der US-Seite "Variety" verraten. Wer das Finale noch nicht gesehen hat, sollte jetzt nicht weiterlesen.

Im Kontext der Verwandlung ihrer Figur Daenerys Targaryen ergibt das durchaus Sinn. Immerhin präsentiert sich die Mutter der Drachen spätestens in der vorletzten Folge der Serie selbst wie eine wahnsinnige Tyrannin, die in Königsmund Massenmord begeht. Für ihre anschließende, an die NS-Zeit erinnernde Rede nach dem Blutbad habe sie daher Videos von Diktatoren, darunter auch Adolf Hitler, studiert.

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©Gala / Brigitte

Verstehen, was gemeint ist

Das sei von Vorteil gewesen, weil sie in der Szene eine fiktive Sprache sprechen musste. Da sie kein Deutsch beherrscht, habe sie beim Betrachten der Diktator-Reden speziell auf Mimik, Gestik und Tonfall achten können. Sie wollte demnach sehen, ob die Botschaft der Rede auch dann erkenntlich wird, wenn man die Sprache nicht versteht: "Und ja, das kannst du! Man kann absolut verstehen, was Hitler gesagt hat", so Clarke. Also habe sie sich gedacht: "Wenn ich jedes einzelne Wort, das ich sage, auch glauben kann, dann muss das Publikum nicht zu oft auf die Untertitel achten."

So überzeugend Clarkes Darbietung in der finalen Folge "Der Eisern Thron" auch war, haben sich viele Fans dennoch an ihrem generellen Wandel gestört. Zu abrupt sei dieser vollzogen worden, so der Vorwurf einer großen Menge an Zuschauern. An den herausragenden Streaming- und Einschaltquoten des großen Finales konnte das aber nichts ändern.

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