GALA exklusiv: Franziska Weisz über ihren ersten "Tatort"-Einsatz

Exklusiv in GALA erzählt Franziska Weisz von ihrer neuen "Tatort"-Rolle – und warum Wotan Wilke Möhring nicht der erste wichtige Kommissar in ihrem Leben ist …

Sie ist die Neue im "Tatort": Franziska Weisz soll als resolute Polizistin Julia Grosz ihrem Kollegen Thorsten Falke, gespielt von Wotan Wilke Möhring, künftig auf Augenhöhe Paroli bieten. "Ich freue mich auf Franzi", sagt Möhring über seine neue Krimi-Partnerin. "Ihre Figur wird eine völlig neue Farbe in diesen 'Tatort' reinbringen. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise hingeht." Und was sagt Franziska Weisz zu Ihrem neuem Auftrag? GALA traf sie im Berliner Café "Grosz" zum Interview.

Franziska, 2005 waren Sie "Shooting Star" der Berlinale. Jetzt, zehn Jahre später, spielenSie im "Tatort". Was ist das für ein Gefühl?

Ein wahnsinnig gutes Gefühl! Es ist aufregend, denn der "Tatort" bringt ja auch große Verantwortung mit sich. Ein großer Schritt, der mir riesige Freude macht, dem ich aber auch mit großer Ehrfurcht begegne.

Wie wird die Zusammenarbeit mit Wotan Wilke Möhring?

Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring.

Ich glaube, wir kommen super miteinander klar. Er ist sehr humorvoll und offen im Umgang. Er reißt einen mit seiner Energie mit. Was mir auch sehr gut an ihm gefällt: Er ist schnell und charmant.

Wie ist Ihre Rolle?

Ich arbeite für die Bundespolizei, und mit Thorsten Falke alias Wotan prallen charakterlich Welten aufeinander.

Ist Ihre Figur ähnlich angelegt wie seine jetzige Partnerin?

Nein, ganz anders. Leider kann ich noch nichts verraten. Aber Özgür Yildirim macht Regie, und ich freue mich sehr auf seine Arbeitsweise.

Macht es Ihnen Spaß, als Kommissarin Leute zu jagen, zu schlagen und herumzuballern?

Ja, das macht schon Spaß. Rumballern musste ich bisher wenig. Schlagen schon. Ich habe früher mal geboxt, das habe ich für den "Janus" wieder ausgepackt.

Warum haben Sie sich für die Schauspielerei entschieden?

Ich habe immer davon geträumt, Schauspielerin zu werden. Ich bin mit lauter Jungs in der Nachbarschaft aufgewachsen, war immer auf dem Baum, auf dem Fahrrad oder im Schlamm rumwühlend und nicht so mit Puppen spielend. Da zu sagen: "Hach, ich werde Schauspielerin", das habe ich lieber für mich behalten.

Und wie hat es mit der Schauspielkarriere dann doch noch geklappt?

Mit 17 habe ich mich bei Modelagenturen beworben, die haben mich alle weggeschickt, bis auf eine. Da war ich eine echte Karteileiche. Irgendwann sagten die: "Wir haben so eine kleine Rolle für 'Kommissar Rex', magst du da nicht mal hingehen?" Das war der gleiche Caster wie für "Hundstage".

"Hundstage" lief 2001 in Venedig bei den Filmfestspielen – und ihr nächster Film "Hotel" dann beim Festival in Cannes …

"Hundstage" kam raus, da hatte ich schon zwei Jahre in London Internationale Beziehungen und Medien studiert. Bei der Wiener Premiere lernte ich Regisseurin Jessica Hausner kennen. Als ich dann den Master vom King’s College hatte (in Entwicklungsund Umweltpolitik, Anm. d. Red.), bin ich direkt in die Dreharbeiten von ihrem Film "Hotel" und dachte, das geht ja mal einfach. Das war wie ein Rausch, und mir war gar nicht klar, was da passiert: erster Film in Venedig, zweiter Film in Cannes.

Sind Sie auf ernste Rollen abonniert?

Ja! (lacht) Ich will mal Komödie spielen! Das ist immer das Erste, was ich von meiner Mama höre, wenn sie einen Film von mir gesehen hat: "Schon wieder so was Ernstes."

Der erste "Tatort" mit Franziska Weisz und Wotan Wilke Möhring startet im Frühjahr 2016.

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