Gala Concert: Phil Siemers

In unserer Konzert- und Interviewreihe "Gala Concert" stellen wir Ihnen regelmäßig aufstrebende und aufregende Künstler sowie bekannte Größen der Musikbranche vor. Dieses Mal durften wir den deutschen Singer-Songwriter Phil Siemers bei uns begrüßen.

Phil Siemers

Phil Siemers könnte als Trainee durchgehen. Oder der smarte Kumpel vom großen Bruder sein. Aber wenn der 27-jährige Hamburger seine Gitarre umschnallt, dann passiert etwas. Mit ihm, aber auch mit seinem Publikum. Mit 13 erlernte er das Gitarrenspiel, mit 15 schrieb er erste Songs und "wenn man nicht aufpasst, macht man das plötzlich beruflich", so Siemers in seinen eigenen Worten.

Am 28. Februar erscheint sein erstes Album "Wer wenn nicht jetzt", ab April steht er für sechs Deutschlandkonzerte auf der Bühne. Exklusiv für Gala.de spielt Phil zusammen mit seinem Pianisten Markus die Stücke "Wer wenn nicht jetzt", "Raum und Zeit" und "Nicht mit dir, nicht ohne dich".

Gala Concert

Phil Siemers

Phil Siemers
©Gala

Phil, Sie zählen Musikgrößen wie Jamie Cullum, Gregory Porter oder Clueso zu Ihren Vorbildern. Wie findet man als junger Künstler seinen Sound?

Das ist ständiger "work in progress". Wir wollen und werden uns immer weiterentwickeln, aber natürlich sind wir in den letzten Jahren gemeinsam gereift und haben an unserer Musik gefeilt. Ich höre sehr viel alte Musik, Soul-Produktionen und Blues, das beeinflusst mich auf jeden Fall. Heute gibt es ja zwei Möglichkeiten: Entweder, du machst etwas, das es noch nie gab. Oder du machst das, was du selber gerne magst, besonders gut. Das ist mein Ansatz.

"Wer wenn nicht jetzt" könnte der Soundtrack unserer Zeit sein. Welche Themen beschäftigen Sie?

Die aktuelle politische Situation und dass es erschreckend viele Menschen auf die rechte Seite zieht.  Ich mache mir Sorgen, weil das eben mehr sind als ein paar Spinner. Im gleichen Zuge sehe ich aber auch, wie die Menschen zusammenrücken und sich für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Wir brauchen die Gretas dieser Welt, die Gamechanger. Aber unterm Strich muss jeder für sich selbst überlegen, welches die Werte sind, für die er den Mund aufmachen will. Darum geht es in dem Song - um die kleinen Gelegenheiten zu Zivilcourage, die die Welt besser machen.

"Wer wenn nicht jetzt" erscheint am 28. Februar

Welches Ihrer Konzerte ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

2018 konnten wir nicht beim Elbjazz Festival hier in Hamburg auftreten, weil es beim Soundcheck so sehr gewittert und gestürmt hat, dass man das Konzert last minute absagen musste. Die Bühne drohte in die Elbe zu wehen und wir gleich mit. 2019 hat dann alles super geklappt, wir haben vor knapp 1000 Leuten gespielt und es war ein wirklich großartiger Abend. 

Ebenfalls nicht vergessen werde ich mein erstes Sofakonzert. Damals hat mich eine Media-Markt-Filiale gebucht, um zwischen Waschmaschinen und Trocknern unter schlimmstem Halogenlicht zu spielen. War aber trotzdem irgendwie cool.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche