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"Schlagerchampions" Zuschauer-Kritik wegen Corona-Regeln

Florian Silbereisen bei der ARD-Show "Schlagerchampions"
Florian Silbereisen bei der ARD-Show "Schlagerchampions"
© imago images
Nach der vergangenen ARD-Show "Schlagerchampions" hagelte es von den Zuschauern Kritik: Warum durfte es ein Publikum geben? Nun reagiert der Sender.

Ärger um die "Schlagerchampions" am vergangenen Samstagabend (27. Februar): Die Unterhaltungsshow mit Florian Silbereisen, 39, als Gastgeber, sollte eigentlich für eine schöne Ablenkung im Corona-Lockdown sorgen, doch anstatt sich auf die musikalischen Überraschungen einzulassen, konnten viele Zuschauer nur auf eines achten: die Einhaltung der Corona-Regeln.

Zuschauer ärgern sich über Live-Publikum

Ja, richtige Menschen im Publikum sind wir wohl alle einfach nicht mehr gewohnt. Ein leerer Saal, ein paar Pappfiguren oder aufgestellte Bildschirme ersetzen die vielen Zuschauer, die früher massenhaft in die Live-Shows stürmten. Da fällt es den Fernsehzuschauern in den heimischen Wohnzimmern natürlich sofort (negativ) auf, wenn wie bei den "Schlagerchampions" plötzlich wieder Menschen dicht nebeneinander sitzen und Spaß am Live-Erlebnis vermitteln – und das auch noch ohne Mund-Nasen-Schutz.

Prompt hagelte es Kritik in den sozialen Netzwerken, und das, obwohl während der Sendung immer wieder der Hinweis eingeblendet wurde, dass "alle Anwesenden negativ auf das Coronavirus getestet" wurden. "Werte ARD, ich glaube, mit der Sendung habt Ihr Euch mal wieder ein Eigentor geschossen. Nichts gegen ausgewähltes, getestetes Publikum, aber ohne Abstand? Damit zeigt Ihr keine Vorbildwirkung" und "Die ARD hat massiv mit dieser Sendung gegen die Corona-Bestimmungen verstoßen. Das muß juristisch geahndet werden und mit Recht haben die Zuschauer sich hier darüber beschwert!", lauteten nur zwei der vielen Kommentare. Da rückten das große Comeback der "No Angels" und der sexy Auftritt von Andrea Berg, 55, glatt in den Hintergrund.

ARD beruft sich auf Einhaltung der Corona-Regeln

Mehrmals antwortete das Social-Media-Team der ARD auf Facebook den aufgebrachten Usern: "Die gesamte Produktion fand unter einem sehr strengen und von den zuständigen Behörden in Suhl genehmigten Hygienekonzept statt. Alle an der Produktion beteiligten Personen mussten alle 48 Stunden einen PCR-Test absolvieren. Das betrifft auch die Mitarbeiter der Halle und die Mitarbeiter des direkt an die Halle angrenzenden Hotels, in dem das gesamte Team und alle Künstler übernachtet haben. Ohne dieses Konzept hätte die Sendung gar nicht stattfinden können."

Doch auch diese Erklärung reichte nicht aus, damit sich die verärgerten Zuschauer beruhigten. Viele empfanden es als unfair, dass eine solche TV-Show stattfinden durfte, während die Veranstaltungsbranche ansonsten stillsteht. "Schon unsensibel. Hunderttausende Menschen sitzen alleine zu Hause. Die versprochenen Schnelltests für alle lassen auf sich warten. Und auch wenn eure Zuschauer getestet sind, ist das ein falsches Signal. Dann kann doch jeder seine Party feiern, wenn seine Gäste getestet wurden."

Natürlich gab es aber auch jede Menge Fans der Sendung, die sich von der TV-Schlagerparty in der Coronakrise begeistert zeigten und die Show in vollen Zügen genossen.

Verwendete Quellen: ARD, facebook.com

jno Gala


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