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Florian David Fitz "Ich opfere nicht täglich ein Huhn für einen Oscar"

Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Florian David Fitz folgte nur zu gern der Einladung von BMW zu den Directors Guild Awards Anfang Februar in Los Angeles.
Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Florian David Fitz folgte nur zu gern der Einladung von BMW zu den Directors Guild Awards Anfang Februar in Los Angeles.
© PR/BMW
Schauspieler Florian David Fitz spricht über seine Filmleidenschaft, den ewigen Oscar-Wunsch und die immense Anstrengung, trotz Jetlag nicht in der Panna Cotta zu versinken

Zwischen Synchronisationsjobs, Schauspielangeboten und der selbstgewählten Einsamkeit, wenn es ums Schreiben neuer Drehbücher geht, hat Florian David Fitz nicht viel Freizeit. Umso erfreulicher, dass sich der Frauenschwarm Zeit nahm für ein Gespräch über Ziele, Beständigkeit und fiesen Jetlag.

Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Synchronsprecher – Sie sind ein echtes Multitalent! An welcher Ihrer zahlreichen Aufgaben hängen Sie am meisten?

Ich glaube, das Schauspielern würde ich nicht missen wollen. Das Schreiben ist immer hart, aber auch extrem befriedigend in den Momenten der seltenen Durchbrüche. Regie ist auch total spannend, aber man ist halt, wie beim Schreiben, wahnsinnig lange mit einer Sache beschäftigt. Und zwar quasi rund um die Uhr. Das überlegt man sich also gut, bevor man da zusagt.

 

Am 26. Februar verleiht Hollywood wieder seine liebsten Goldjungen. Ist es für jeden Filmschaffenden der ultimative Traum, einen Oscar zu gewinnen? Oder zählen für Sie andere Dinge?

Puh, die Oscarfrage, ja. Sagen wir mal so, ich würde es nicht wie Marlon Brando machen und eine Indianerin schicken, weil ich ihn nicht entgegen nehmen will. Aber ich habe zuhause auch keinen kleinen Altar, an dem ich täglich ein Huhn opfere, damit es irgendwann klappt.

In einigen Ihrer beliebtesten Rollen spielen Sie erfolgreiche Männer, die mit der Liebe und dem Leben überfordert sind. Was ist es, das Ihrem Leben Sinn und Bestand gibt? 

Rhythmus, eine Richtige Mischung aus Disziplin und Loslassen- die ich übrigens nie erreiche- reale und gewählte Familie, Natur und gutes Essen. Und natürlich mein Traum vom Oscar. (lacht)

 

Sie waren Anfang des Monats in Los Angeles und haben bei den Directors Guild Awards internationale Topstars getroffen. Zu wem schauen Sie auf?

Um ganz ehrlich zu sein, ist es dann ja immer anders als man es sich vorstellt. Ich saß mit den Jungs und Mädels von BMW an einem sehr netten Tisch, wir jagten uns einen Espresso nach dem anderen rein, aber  neun Stunden Zeitunterschied sind einfach stärker als die Selbstdisziplin. Also habe ich meine ganze Willenskraft gebraucht, um nicht vor Isabelle Huppert in meine Panna Cotta zu rutschen. Aber auch das ist ja schon wieder lustig. Sorry, jetzt habe ich die Frage icht beantwortet. (lacht)

Das lassen wir ausnahmsweise mal durchgehen, wenn Sie uns ein Geheimnis verraten. Was macht man als umjubelter deutscher Filmstar, wenn man am liebsten gar nicht erkannt werden und nur seine Ruhe haben will?

Kopf nach unten. Das ist aber dauerhaft schlecht für den Nacken. (grinst)

kst

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