Florian David Fitz: Zum Anfassen gut

Er klettert über Kinosessel, reißt Witze und knuddelt die Fans: Bei der Kinotour zu "Da geht noch was" beweist Florian David Fitz, dass er ein Star zum Anfassen ist. Gala.de hat mit ihm über Familie und seinen neuen Film gesprochen

Florian David Fitz

Schon nach einer Minute hat Florian David Fitz das Publikum im Kino auf seiner Seite: "Was gibt es da zu lachen?", fragt er ein kicherndes Mädchen in der vierten Reihe plötzlich und klettert kurzerhand über die Köpfe der anderen hinweg samt Mikrofon direkt zu ihr. Neidische Blicke kommen aus der ersten Reihe: "Wieso hat sie ihn denn nicht angefasst?," ruft eine Zuschauerin. Der Frauenschwarm Fitz ist auf Kinotour für seine neue Tragikkomödie "Da geht noch was", nach 16 Städten ist Hamburg am Montag (9. September) seine letzte Station. Wer Fitz in den Kinosälen erlebt, merkt sofort, dass der 38-Jährige ein ausgezeichneter Entertainer ist.

"Da geht noch was" ist ab dem 12. September in de deutschen Kinos zu sehen.

Ohne Müdigkeit sprintet er durch die Gänge, reißt Witze ("Was sucht eine Katze beim Online-Dating? Einen Muskelkater") und berichtet gut gelaunt von den Dreharbeiten. Sogar, wenn ihm zum x-ten Mal die Frage gestellt wird, woher die markante Narbe auf seiner Nase stammt, bleibt der Schauspieler charmant und macht daraus spontan ein kleines Quiz: "Wer weiß es? Für den gibt's ein Poster!" Tatsächlich können gleich mehrere Frauen im Saal erzählen, wie Fitz als Kind durch eine Glastür im Hotel seiner Eltern stürzte. Bereitwillig knuddelt er dann die Dame, die sich mit der Frage "Bekomme ich eine Umarmung?" meldet. Kurz: Florian David Fitz liefert eine Show ab und sein (hauptsächlich weibliches) Publikum liebt ihn dafür.

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©Gala

Macht ihm der Kontakt mit den Fans denn Spaß? "Das macht total Spaß, wenn von den Leuten etwas zurückkommt. Außerdem gehört es eben dazu, ich will ja, dass der Film gesehen wird", erzählt Fitz am Ende eines langen Promotags im Gespräch mit Gala.de. In "Da geht noch was" spielt er den Unternehmer "Conrad", der sich wegen widriger Umstände plötzlich samt Teenie-Sohn bei seinem gerade von seiner Mutter verlassenen Vater einquartieren muss. Die drei Generationen unter einem Dach sorgen für jede Menge Konfliktpotenzial, vor allem die Spannungen zwischen "Conrad" und dessen Vater "Carl", gespielt von Henry Hübchen, tragen viel zur Komik des Films bei.

Fitz hat am Drehbuch mitgeschrieben, denn Streitereien kennt er auch von seinem eigenen Zuhause - allerdings heute nicht mehr. "Ich hab mich sehr früh als Kind schon von meinem Vater abgegrenzt, da hatten wir ein anstrengendes Verhältnis. Aber dann musste ich es später nicht mehr tun. Ich finde es gut, dass meine Eltern diesen Widerstand geboten haben – man konnte sich an ihnen abarbeiten, sie waren nicht watteweich. Man konnte wirklich ringen, sie hatten eine Haltung und das ist gut, um sich zu finden und zu definieren", erzählt der gebürtige Münchner von seiner Familie.

Keine Berührungsängste: Florian David Fitz mit Fans.

Und Haltung hat Fitz nun auch selbst: So schlug er, anders als viele Schauspielkollegen, das lukrative Werbeangebot einer bekannten Fast-Food-Kette aus, weil er "ein Problem mit Fleisch" hat und seit einigen Jahren nur noch wenig davon isst. Geld konnte ihn nicht locken, der "Doctor's Diary"-Star kann sich mittlerweile ein entspanntes Verhältnis zu seinen Finanzen leisten. "Ich hatte früher den Druck im Nacken, mich selbst zu ernähren, weil meine Eltern mich so erzogen haben. Die Schauspielerei ist ja kein bürgerlicher Beruf und meine Mutter hat mich immer gefragt, wenn ich mal was abgelehnt habe, ob ich mir das leisten kann. Natürlich weiß ich nie, ob es weitergeht. Aber die Angst habe ich jetzt abgelegt. Ich war früher sehr vorsichtig und studentisch mit Geld, jetzt achte ich nicht mehr so darauf", sagte er im Interview mit Gala.de.

Das braucht er auch nicht, denn beruflich läuft es rund für ihn. Vor allem das Genre der Tragikkomödie hat es ihm angetan: Sein nächster Film handelt vom Sterben und danach steht ein Projekt mit Matthias Schweighöfer an, dessen Handlung leicht an Til Schweigers "Knocking on Heaven's Door" erinnert. Längst ist Florian David Fitz bei seinen Kollegen im deutschen Film-Olymp angekommen. Und das zu Recht, wie sein Einsatz bei der aktuellen Kinotour zeigt: Der Fitz hat einfach Lust darauf.

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