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Filmkritik zu "Still Alice" "Mein Leben ohne Gestern"

Juliane Moore in "Still Alice".
Juliane Moore in "Still Alice".
© www.facebook.com/StillAliceMovie/photos_stream
Ein "happy go lucky"-Film ist "Still Alice" nicht. Julianne Moore hat für ihre Rolle einen Oscar erhalten und diesen mehr als verdient!

Alzheimer - ein Thema, was vielen Menschen unendlich viel Angst macht. Und sicher kein leichter Kino-Stoff, denkt man, wenn man die Tickets zu "Still Alice" in der Hand hält.

Doch dann wird man eines Besseren belehrt: "Still Alice", der auf dem Roman "Mein Leben ohne Gestern" der Neurowissenschaftlerin Lisa Genova basiert, ist leise inszeniert und schildert die wachsende Verzweiflung einer Frau, die erfährt, dass sie in einem vergleichsweise jungen Alter an einer seltenen Form von Alzheimer leidet, mit einer bemerkenswerter Zurückhaltung.

Inhalt

Anfangs sind es nur kleine Vergesslichkeiten. Ein Wort, das ihr bei einem Vortrag entfällt, Orientierungslosigkeit beim Joggen. "Alice Howland" (Julianne Moore), eine 50-jährige Professorin an der Columbia Universität, ahnt, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Nach einer Untersuchung bekommt sie dann die Schock-Diagnose: Alzheimer.

Anfangs versucht "Alice" noch, die Erkrankung vor ihren Kindern (Kate Bosworth, Kristen Stewart und Hunter Parrish) und auch ihrem Mann (Alec Baldwin) geheim zu halten. Doch bald schon werden ihre Gedächtnis-Aussetzer so gravierend, dass sie ihr Schicksal nicht länger verbergen kann.

Fazit

Okay, die Nebenrollen mit Alec Baldwin als Ehemann und Kate Bosworth als ältester Tochter, sind nicht optimal besetzt. Aber in der Begegnung zwischen "Alice" und ihrem jüngsten Kind "Lydia" (Kristen Stewart) entfaltet der Film eine fast schmerzhafte Intensität.

Ein "happy go lucky"-Film ist "Still Alice" definitiv nicht. Weder ein erstes Date, noch die Jumbo-Packung Popcorn sind für den Besuch dieses Dramas ratsam. Dass Julianne Moore einen Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" für ihre Darbietung der Alzheimer-Kranken "Alice" gewonnen hat, spricht für die Qualität des Films. Um das Siegel "schwere Kost" kommt "Still Alice" aber nicht herum, Taschentücher sollte man definitiv dabei haben.

"Still Alice" läuft ab Donnerstag, 5. März 2015, in den deutschen Kinos.

sma / Gala

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