Filmfestival Venedig Gut gebrüllt, Löwe


Ein Ende wie ein Paukenschlag: Auch in diesem Jahr sorgte die Preisvergabe in Venedig für Begeisterung und Überraschungen

Langsam, aber sicher kehrt in Venedig wieder Ruhe ein. Denn die 68. Internationalen Filmfestspiele sind am Wochenende mit der "Biennale" zu Ende gegangen. Auch in diesem Jahr vergab die Jury die heißbegehrten Trophäen aus Gold und Silber. Am Samstag (10. September) zählte nicht nur der russische Regisseur Alexander Sokurow, sondern auch der Deutsch-Ire Michael Fassbender zu den glücklichen Gewinnern.

Der 34-Jährige erhielt für seine überzeugende Darstellung eines sexsüchtigen Mannes in Steve McQueens "Shame" den "Goldenen Löwen" als bester Schauspieler. Mit diesem Titel ist Fassbender in Hollywood wohl endgültig kein Geheimtipp mehr und kann sich in die Riege der Top-Schauspieler einreihen. Sein weibliches Pendant wurde Deani Yip, die in dem chinesischen Film "Simple Life" die Jury von ihrem Schauspieltalent überzeugt hatte. Sie wurde als beste Schauspielerin ausgezeichnet.

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Eine der größten Überraschungen des Abends war die Vergabe des Preises für den besten Film: Roman Polanski war als heißer Kandidat gehandelt, George Clooneys "Ides of March" gute Außenseiterchancen eingeräumt worden. Letztlich gewann ein ganz Anderer: der russische Regisseur Alexander Sokurow mit seinem "Faust"-Film. Sein Werk hat allerdings mit der gleichnamigen Tragödie von Johann Wolfgang von Goethe wenig gemeinsam. In dem nun preisgekrönten Werk spielen mehrere deutsche Schauspieler mit, darunter Hanna Schygulla und Florian Brückner.

Der Jurypreis ging an den italienischen Film "Terraferma". Die beste Regie führte Cai Shangjun in dem Film "Ren Shan Ren Hai". Als bestes Drehbuch wurde "Alpis" aus Griechenland gekürt. Obwohl insgesamt fünf amerikanische Filme ins Rennen gegangen waren, konnte in diesem Jahr keiner einen Löwen mit über den Atlantik nehmen.

Die Filmgemeinde ist ohnehin schon wieder mit den Gedanken weiter: Denn bereits seit dem Wochenende läuft das Filmfestival in Toronto auf Hochtouren.

yyo

gala.de

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