Film-Kritik zu "The Voices": Serienmord mit schwarzem Humor

Mit diesem herrlich skurrilen Film weht wieder frischer Wind im Kinosaal. Überraschend anders aber unterhaltsam!

The Voices Filmplakat

Mit "The Voices" hat die Oscar-nominierte Regisseurin Marjane Satrapi all das in einem Film verbunden, was sonst eigentlich unmöglich scheint.

Wie verpackt man die Geschichte eines schizophrenen Serienkillers so, dass alle Welt dennoch über die Geschichte lachen kann und den Täter trotz allem ins Herz schließt? Für die Regisseurin kein Problem, denn mit sehr viel schwarzem Humor und einer Prise Mitleid, lässt sich auch das schaffen.

Auch wenn der Streifen zu Beginn wirkt wie jeder andere, wendet sich das Blatt inmitten der Story und verspricht ein ungewöhnliches aber erfrischendes Kino-Erlebnis zu werden!

Das ist der Inhalt

"Jerry" (Ryan Reynolds) ist ein freundlicher Zeitgenosse. Er lebt in einer amerikanischen Kleinstadt und hat gerade einen Job in einer Badewannenfabrik angefangen, der ihm großen Spaß macht.

Ansonsten wird sein Leben bestimmt von der Beziehung zu seinen Haustieren und – was seine Kollegen nicht wissen – von den gerichtlich angeordneten Sitzungen bei seiner Psychotherapeutin (Jacki Weaver). Die soll sicherstellen, dass er regelmäßig seine Medikamente einnimmt, um dem schizophrenen "Jerry" einen geregelten Alltag zu ermöglichen. Doch unter Einfluss der Arzneimittel muss seine sonst so bunte und heitere Welt der Realität weichen – sie wird grau und trist. Er setzt die Pillen eigenmächtig ab. Jetzt kann sich der etwas einsame "Jerry" außerdem mit seinen Haustieren unterhalten. Fortan versuchen der gutmütige Hund "Bosco" und der zutiefst bösartiger Kater "Mr. Whiskers", sein Denken und Handeln in gegensätzliche Richtungen zu beeinflussen. Als er sich in seine sexy Kollegin "Fiona" (Gemma Arterton) verliebt und ein missglücktes Date ein tragisches Ende nimmt, gerät Jerrys Leben völlig außer Kontrolle.

Fazit

Auch wenn man die meiste Zeit nicht ganz genau weiß, was man davon halten soll, scheint der Streifen nach längeren Überlegungen einfach nur gelungen. Die skurrile Story ist gleichzeitig so realitätsfern und dennoch unfassbar unterhaltsam. Für Fans von schwarzem Humor, ein absolutes Muss. Lediglich auf einige blutigen und unappetitlichen Stellen sollte man sich gefasst machen.

Bei "The Voices" kommt man komplett auf seine Kosten, was Gefühlverwirrung angeht. Ob angeekelt, verängstigt, lustig oder traurig - alle Gefühle werden komplett bedient. Scheint verwirrend, macht aber ungeheuerlich viel Spaß! Überzeugen Sie sich selbst!

Kinostart ist der 30. April 2015.

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