Film-Kritik zu "Run all Night": Liam Neesons atemlose Hatz

Ein alternder Profi-Killer will seine Familie schützen und wird von einem Gangster-Boss durch die Nacht gejagt

Liam Neeson zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Regisseur Jaume Collet-Serra ist offenbar ein echter Liam-Neeson-Fan. Nach "Unknown Identity" und "Non-Stop" arbeiten die beiden nämlich in "Run All Night" erneut zusammen. Diesmal ballert sich der alternde Action-Star durch New York - und opfert für das Überleben seiner Familie die allerletzten Kraftreserven.

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Vor Jahren war Jimmy Conlon (Liam Neeson) ein gefürchteter Profi-Killer. Unberechenbar und eiskalt. Doch diese Zeiten sind vorbei. Conlon ist mittlerweile ein Wrack: Er ist ausgebrannt und versucht seine innere Leere mit Alkohol zu füllen. Seine Stütze: Gangsterboss Shawn Maguire (Ed Harris), mit dem er seit Jahrzehnten dick befreundet ist.

Doch dann ist Maguires Sohn drauf und dran, Jimmy Conlons Sohn, Michael (Joel Kinnaman), zu ermorden. Der Ex-Killer muss handeln - und erschießt den Sohn seines Freundes. Shawn Maguire schwört Rache an Jimmys ganzer Familie. Alle sollen sterben. In nur einer Nacht. Die Hetzjagd beginnt ...

Fazit:

Ein knallharter Action-Kracher, der satte 114 Minuten über die Kinoleinwand flimmert. Dennoch ist der Streifen in keiner Sekunde langweilig. Zeit zum Durchatmen? Fehlanzeige. "Run all Night" bietet genau das, was der Titel verspricht: eine testosterongeballte, nervenzerfetzende Hatz. Es wird gerannt, gerannt und gerannt - mit Schürfwunden im Gesicht, gebrochenen Gliedmaßen, Schusswunden. Coole Kerle sind unverwüstbar.

Erstklassig ausgewählt: der Cast. Zwischen Liam Neeson und Ed Harris herrscht kühle Gangster-Romantik - als Gegenspieler harmonieren sie perfekt miteinander. Es geht um Ehre, Männerfreundschaft und bedingungslose Aufopferung, was teilweise leider auch leicht pathetisch daherkommt.

Ein schönes Gimmick sind die rasanten Szenen, die in Slowmotion übergehen und anschließend kurz angehalten werden.

Das Werk von Jaume Collet-Serra ist nichts für zartbesaitete Rosamunde-Pilcher-Fans: Blut fließt in Sturzbächen, Pistolen werden unaufhörlich nachgeladen - und die Messer nicht nur gewetzt.

"Run all Night" startet am 16. April in den deutschen Kinos.

Hier der Trailer zum rasanten Action-Movie

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