Film-Kritik zu "Die Gärtnerin von Versailles": Idyllisches Naturschauspiel zu königlichen Zeiten

Ein Film für Naturfreunde und alle, die auf gewöhnliches Kino gut und gerne verzichten können

Die Gärtnerin von Versailles

Die Gärtnerin von Versailles

Mit dem Film "Die Gärtnerin von Versailles" sind alle Naturfreunde und handwerklich begabten Naturburschen komplett bedient. Beinahe der gesamte Film spielt unter freiem Himmel. Und deshalb wird in dem Streifen auch nicht mit wunderschönen Naturbildern gegeizt.

Geprägt ist der Film vor allem durch das französische Ambiente und den Barock-Stil, der sich durch den gesamten Streifen zieht. Regisseur versuchte mit dezenten Mitteln ein einfühlsames und zartes Ambiente zu schaffen, in dessen Mitte eine selbstbewusste Frau steht, die sich in der harten Männerwelt zurechtfinden muss.

Inhalt

Frankreich, Ende des 17. Jahrhunderts: Die unkonventionelle Landschaftsgärtnerin "Sabine De Barra" ( ) erhält vom obersten Gartenarchitekten des "Königs André Le Nôtre" (Matthias Schoenaerts) den Auftrag, einen Barockgarten zu bauen. Sonnenkönig " " (Alan Rickman) wünscht sich einen Park für sein neues Schloss in Versailles, der alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll. Keine leichte Aufgabe für die selbstbewusste Witwe, die fortan nicht nur gegen neidische männliche Kollegen und subtile Hofintrigen zu kämpfen hat, sondern sich auch immer stärker zu ihrem Auftraggeber hingezogen fühlt. Doch "André" ist verheiratet und sie selbst ist sich ihrer Gefühle nicht sicher. Während "Andrés" eifersüchtige Ehefrau die zarte Liaison mit aller Macht zu sabotieren sucht, drängt der ungeduldige König auf baldige Fertigstellung seines Gartens.

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© Gala

Fazit

Zusammenfassend ist "Die Gärtnerin von Versailles" ein verzweifelter Versuch, das aus dem Kino zu machen, was es einst mal war - und zwar Kultur. Mit französischen Ansätzen und englischem literarischen Feingefühl wird hier versucht einen Meilenstein zu setzen. Doch sind wir ehrlich, in der heutigen Zeit lechzen wir Kinobesucher doch regelrecht nach Drama und Aktion. Von beidem ist in dem Streifen allerdings nichts zu entdecken. Die Liebesgeschichte zu zart und unemotional, die Effekte naturbelassen und die Thematik zu einfach. Ein ganzer Film, der sich nur mit der Errichtung eines Gartens beschäftigt? Scheint idyllisch, wird aber schnell langweilig.

Auch wenn Kate Winslet in den barocken Kleidern, inmitten von zauberhaften Blüten und Pflanzen, märchenhaft schön aussieht, kann leider auch sie zu dem Film nicht mehr beitragen als ein wundervolles Augenschmankerl.

Kinostart ist der 30. April 2015.

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