Film-Kritik zu "American Sniper": Ein Oscar, viel Kritik und noch mehr Muskeln

Für ganze sechs Oscars war "American Sniper" nominiert. Statt Goldjungen regnete es jedoch massig Kritik. An Bradley Cooper dürfte das jedoch nicht liegen

Bradley Cooper in "American Sniper"

In "American Sniper" fährt Bradley Cooper schwere Geschütze auf. Für einen Oscar hat es bei dem Hollywood-Helden dennoch nicht gereicht. Dabei hätte man ihm einen Goldjungen für seine Rolle als "Chris Kyle" durchaus gegönnt.

"Mister Muskel" Bradley Cooper

Daniela Büchner

Ihre Zwillinge haben den Tod von Papa Jens noch nicht verstanden

Daniela und Jens Büchner
Der Tod von Jens Büchner (†49) jährt sich im November zum ersten Mal. Vor allem für die beiden Kleinsten ist der Tod ihres Papas schwer zu begreifen.
©VOX / Gala

Mit Bradley Cooper hat Regisseur Clint Eastwood die perfekte Wahl für seinen Kriegsfilm gewählt. Und das nicht nur wegen der Muskelberge, die sich Bradley für den amerikanischen Kino-Hit antrainierte und die ihn auf der großen Leinwand neben der zierlichen Sienna Miller noch beeindruckender wirken lassen.

Auch seine schauspielerische Leistung hätte ihm gerne einen Goldjungen einbringen dürfen. Seine Verkörperung des ermordeten US-Scharfschützen Chris Kyle ist so authentisch, dass man im Kino extrem mit dem Veteranen mitfühlt.

Oscars 2015

Die besten Bilder

Die vier wichtigsten Gewinner auf einem Bild: Der "beste Nebendarsteller" J. K. Simmons, die "beste Nebendarstellerin" Patricia Arquette, die "beste Hauptdarstellerin" Julianne Moore und der "beste Hauptdarsteller" Eddie Redmayne freuen sich gemeinsam über ihre Preise.
Cate Blanchett gratuliert dem "besten Hauptdarsteller" Eddie Redmayne.
Reese Witherspoon ging leider leer aus, freut sich jedoch mit Frances Hannon und Mark Coulier, die einen Oscar für das "beste Make-Up" für den Film "The Grand Budapest Hotel" mit nach Hause nehmen.
Patrick Osborne und Kristina Reed feiern gemeinsam den Sieg in der Kategorie "bester animierter Kurzfilm".

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Kontroverse und Kritik

Doch eben hier setzt auch ein innerer Zwiespalt ein, den Eastwood mit seinem filmischen Beitrag zu dem dunkelsten Kapitel der US-Geschichte fördert. Die Empathie, die man als Zuschauer für den Hauptprotagonisten entwickelt, prallt auf ein Tabu, das kontroverser nicht sein könnte. Kritik blieb daher selbstverständlich nicht aus. "Scharfschützen sind keine Helden", twitterte Filmemacher Michael Moore bereits und erntete dafür viel Zustimmung.

Setbilder

Stars bei den Dreharbeiten 2015

9. Dezember 2015: Milla Jovovich sendet via Instagram Grüße vom "Resident Evil"-Set. Wir dürfen gespannt sein!
8. Dezember 2015: Nach einer anstrengenden Psychiatrie-Szene für den Film "Live by Night" braucht der blutverschmierte Ben Affleck erstmal eine Pause.
7. Dezember 2015: Ben Affleck begeht in seinem neuen Film "Live by Night" eine Zeitreise in die 20er Jahre. Als Sohn eines Polizisten wendet er sich in dem Drama dem organisierten Verbrechen zu.
7. Dezember 2015: Auch Ben Afflecks Kollegin Sienna Miller spielt in dem Drama "Live by Night" eine Rolle. Hier haben die Hair -und Make-up-Artisten ganze Arbeit geleistet!

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Ganz leer ging "American Sniper" bei den Academy Awards trotzdem nicht aus. In der Kategorie "Bester Tonschnitt" konnte der Hollywood-Streifen gegen Konkurrenten wie "Interstellar" gewinnen.

Ab dem 26. Februar kann sich dann jeder selber davon überzeugen, ob die Kritik und Bradleys Oscar-Pleite gerechtfertigt ist. Dann startet der Film in den deutschen Kinos.

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