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Film-Kritik zu "American Sniper" Ein Oscar, viel Kritik und noch mehr Muskeln

Bradley Cooper in "American Sniper"
Bradley Cooper in "American Sniper"
© facebook.com/WarnerBrosDE
Für ganze sechs Oscars war "American Sniper" nominiert. Statt Goldjungen regnete es jedoch massig Kritik. An Bradley Cooper dürfte das jedoch nicht liegen

In "American Sniper" fährt Bradley Cooper schwere Geschütze auf. Für einen Oscar hat es bei dem Hollywood-Helden dennoch nicht gereicht. Dabei hätte man ihm einen Goldjungen für seine Rolle als "Chris Kyle" durchaus gegönnt.

"Mister Muskel" Bradley Cooper

Mit Bradley Cooper hat RegisseurClint Eastwood die perfekte Wahl für seinen Kriegsfilm gewählt. Und das nicht nur wegen der Muskelberge, die sich Bradley für den amerikanischen Kino-Hit antrainierte und die ihn auf der großen Leinwand neben der zierlichen Sienna Miller noch beeindruckender wirken lassen.

Auch seine schauspielerische Leistung hätte ihm gerne einen Goldjungen einbringen dürfen. Seine Verkörperung des ermordeten US-Scharfschützen Chris Kyle ist so authentisch, dass man im Kino extrem mit dem Veteranen mitfühlt.

Kontroverse und Kritik

Doch eben hier setzt auch ein innerer Zwiespalt ein, den Eastwood mit seinem filmischen Beitrag zu dem dunkelsten Kapitel der US-Geschichte fördert. Die Empathie, die man als Zuschauer für den Hauptprotagonisten entwickelt, prallt auf ein Tabu, das kontroverser nicht sein könnte. Kritik blieb daher selbstverständlich nicht aus. "Scharfschützen sind keine Helden", twitterte Filmemacher Michael Moore bereits und erntete dafür viel Zustimmung.

Ganz leer ging "American Sniper" bei den Academy Awards trotzdem nicht aus. In der Kategorie "Bester Tonschnitt" konnte der Hollywood-Streifen gegen Konkurrenten wie "Interstellar" gewinnen.

Ab dem 26. Februar kann sich dann jeder selber davon überzeugen, ob die Kritik und Bradleys Oscar-Pleite gerechtfertigt ist. Dann startet der Film in den deutschen Kinos.

ter Gala

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