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Exklusiver Clip Der Teufelsgeiger

Stargeiger David Garett spielt in "Der Teufelsgeiger" den verstorbenen Virtuosen Paganini und entdeckt dabei Parallelen zu seinem eigenen Leben

Superstar, Frauenheld, Exzentriker: Niccolo Paganini ließ im 19. Jahrhundert mit seinem virtuosen Geigenspiel Frauen scharenweise umkippen. Als der "Teufelsgeiger" wurde er bereits zu Lebzeiten zu einer Legende. Im gleichnamigen Kinofilm gibt Stargeiger David Garrett als skandalumwitterter Virtuose sein Schauspiel-Debüt.

Niccolo Paganini (David Garrett) ist im Jahre 1830 auf dem Höhepunkt seiner Musiker-Karriere in Europa. Nur in Großbritannien kennt man ihn noch nicht. Um den Virtuosen nach London zu holen, riskieren der britische Impresario John Watson (Christian McKay) und seine Geliebte Elisabeth Wells (Veronica Ferres) ihr komplettes Vermögen. Sein Manager Urbani (Jared Harris) bringt den Musiker schließlich dazu, auf die britische Insel zu reisen. Dort wird er bereits empfangen wie ein Weltstar: Vor seinem Hotel warten Massen von Menschen auf ihn. Paganini und sein Manager flüchten ins Haus seines Gönners Watson. Dort verliebt er sich unsterblich in dessen Tochter Charlotte (Andrea Deck). Doch das gefällt Urbani so gar nicht.

© Universum Film

Musikalisch kann David Garett als berühmtester Violin-Virtuose des 21. Jahrhunderts durchaus mit Paganini konkurrieren. Als der schnellste Geiger der Welt schaffte er es 2008 in das "Guinnes-Buch der Rekorde". Bei der Darstellung der Person Paganini haben ihm die vielen Parallelen geholfen, die die beiden Geiger über die Jahrhunderte hinweg verbinden.

Beide wurden sehr früh mit der Musik vertraut gemacht. Die Eltern spornten ihre Kinder zu Höchstleistungen an. So bekam Paganini angeblich nichts zu essen, wenn er dem Vater nicht fleißig genug übte. David Garretts Vater war Geigenlehrer. Bereits mit fünf Jahren gewann er den ersten Musikwettbewerb. Paganini inszeniert sich erstmals als Solokünstler an der Violine. Virtuose Eigen-Kreationen auf der Bühne waren vollkommen undenkbar. Kein Wunder, dass die Zuschauer bei Paganinis wahnwitzigen Spiel-Techniken glaubten, er stehe mit dem Teufel im Bunde. "Und er war derjenige, der angefangen hat, das Instrument populär zu machen. Da habe ich auch ein paar Parallelen zu mir gesehen," meint der 32-Jährige über sein großes Vorbild. David Garrett beschreitet völlig neue musikalische Pfade, indem er klassische Musik mit rockigen oder elektronischen Klängen mischt. Dafür hagelt es schon mal Kritik aus den Reihen der elitären Klassikfans.

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Von Schauspielunterricht riet Regisseur Bernard Rose dem langhaarigen Superstar ab - er sollte seine Authentizität und Spontanität bewahren. Die zahlreichen Musikszenen spielte Garrett live vor der Kamera ein. Produzentin Gabriela Bacher zeigt sich von der Vielseitigkeit des Film-Debütanten begeistert: "So virtuos wie auf der Geige ist er auch beim Schauspiel," betont sie gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Paganini war ein großer Frauenheld, Nacktszenen im Film also vorprogrammiert. Doch das machte Garrett überhaupt nichts aus: "Da war ich ganz entspannt. Splitterfasernackt. Fand ich schön", sagte er im Interview mit der "Welt". Paganinis Herz schlägt aber nur für die junge Sängerin Charlotte, gespielt von Andrea Deck. Die verriet der "Welt" vorab: "Natürlich küssen wir uns. Und er ist ein wunderbarer Küsser, ein großes Vergnügen". Von David Garetts Schauspiel und Kuss-Künsten können sich Kinobesucher ab dem 31. Oktober 2013 selbst ein Bild machen.

vle


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