Exklusiver Clip: "Nachtzug nach Lissabon"

In "Nachtzug nach Lissabon" spielt Jeremy Irons einen lethargischen Professor, der auf einer ungewöhnlichen Reise zu sich selbst und Martina Gedeck findet. Die Romanverfilmung erscheint jetzt auf DVD

Exklusiver Clip: "Nachtzug nach Lissabon"
Letztes Video wiederholen

Der Gymnasiallehrer Raimund Gregorius lebt für die alten Sprachen – Hebräisch, Griechisch und Latein sind seine Welt. Seit seiner Scheidung steckt er nur noch in der verstaubten Welt seiner Bücher, das reale Leben zieht an ihm vorbei. Eine Begegnung mit einer schönen, mysteriösen Portugiesin verändert plötzlich alles. Er kann sie nicht vergessen. Dann stößt er in einem Antiquariat auf ein Buch des portugiesischen Arztes Amadeu de Prado, der während des Salazar-Regimes in Lissabon gelebt hat. Hals über Kopf bricht Gregorius daraufhin nach Portugal auf. Er will herausfinden, wer der Autor war, dessen Worte ihn immer mehr beeindrucken. Dabei steckt er seine Nase immer tiefer in das Leben des verstorbenen Autors und dessen politische und persönliche Verstrickungen. "Nachtzug nach Lissabon" ist die Geschichte eines Mannes, der auf einer ungewöhnlichen Reise aus seinem gewohnten Alltagstrott ausbricht und dabei neue Erkenntnisse über sich und das Leben gewinnt.

Gregorius im nächtlichen Lissabon

Mit seiner Rolle als langweiliger Lateinprofessor kann sich Hauptdarsteller Jeremy Irons, 64, nicht identifizieren. Ihm fehle die Geduld für den Lehrerberuf. "Die Energie dazu aufzubringen, den gleichen Lehrplan immer wieder herunterzubeten, muss schon enorm sein," gesteht er im Interview mit "Tele 5". Auch mit der zurückhaltenden Persönlichkeit des Schweizers tat er sich anfangs schwer. Gregorius ist ein Mensch, der nicht selbst agiert, er beobachtet lieber. Diese Lethargie zu spielen sei für Irons sehr anstrengend gewesen: "Für einen Schauspieler ist es immer schwer, nichts zu tun. Dennoch hoffe ich, dass die Zuschauer Empathie für die Figur empfinden und die Geschichte durch seine Augen sehen werden," offenbart der Brite im Gespräch mit "Filmreporter.de".

So spontan wie seine Filmfigur ist Irons nicht. Für ihn sei jeder neue Dreh vergleichbar mit einer Reise ins Ungewisse: "Man steigt in einen Zug ein und weiß nicht, was die Reise bringt", erzählte er "Gala". Der Film vereint Philosophisches mit Geschichtlichem und sogar einer kleinen Liebesgeschichte: In Lissabon lernt Gregorius die Augenärztin Mariana Eca kennen, die ihn von seinen dicken Brillengläsern befreit und ihm eine bessere Sicht auf die Welt verschafft. Die wird von der deutschen Schauspielerin Martina Gedeck verkörpert.

Mariana und Gregorius kommen sich näher

Sie findet ihre Rolle wichtig für die Entwicklung der Hauptfigur: "Er ist immer in der Vergangenheit, schaut immer auf das Leben von anderen Menschen. Ihre Aufgabe im Film ist es, ihn auf sein eigenes Leben schauen zu lassen", verrät die Darstellerin in unserem Exklusiven Hinter-den-Kulissen-Clip. Die Deutsche spielte bereits in internationalen Produktionen wie "The Door" an der Seite von Helen Mirren oder im französischen Film "Die Nonne". In ihren Rollen spricht sie mal deutsch, mal französisch oder englisch. Dabei trainiert sie lange, bis sie ihren Text akzentfrei sprechen kann. "Wenn ich den Text lerne, dann ist das, als würde ich ein Lied einstudieren, eine Melodie lernen. Am Ende muss es im Idealfall so selbstverständlich klingen, als würde ich "Alle meine Entchen" singen", verrät die 52-Jährige "Gala.de" bei der Berlinale im Febraur 2013. Dort wurde "Nachtzug nach Lissabon" das erste Mal vorgestellt.

Die Verfilmung des Bestsellers von Pascal Mercier mit internationaler Besetzung ist ab Mittwoch, 2. Oktober, auf DVD erhältlich.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche