Exklusiv-Konzert: Gala.de bei Roger Cicero

Der swingende Chartstürmer Roger Cicero stellte einem exklusiven Publikum sein neues Album "In diesem Moment" in Hamburg vor. "Gala.de" war dabei - und nicht nur von Cicero selbst begeistert

Die "O2 World" in Hamburg-Stellingen. Groß ist sie, blau und fast menschenleer. Eisiger Wind, nächtliche Dunkelheit und nur hier und da mal ein gelangweilter Taxifahrer. Es ist die Bühne von Weltstars wie Justin Timberlake, Beyoncé oder Elton John - und an diesem Abend Veranstaltungsort der einstündigen "O2 music session" mit Roger Cicero.

Grauer Anzug, Print-Shirt und natürlich der Hut: Mit einer lebhaften, unprätentiösen Bühnenshow gelang es Cicero, seine Musik für sich sprechen zu lassen.

Er ist erwachsener geworden, reifer. Es scheint, als sei Roger Cicero bei sich angekommen. Irgendwie ist das auch der Fall, schließlich lebt der gebürtige Berliner mit Freundin und Sohn in Hamburg-Winterhude. Bevor er jedoch loslegt, werden die knapp 800 anwesenden Gewinner der exklusiven Karten vom kultigen Moderatoren-Duo Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf begrüßt. Witzig, wortreich und wahnsinnig charmant kündigen sie Roger Cicero, seine Musiker und die mit Spannung erwartete Big Band an.

Dann ist es endlich soweit: Das Licht wird gedämpft, die Musikerschar macht sich mit ihren Instrumenten startklar. Endlich betritt der Star des Abends im schicken Anzug und mit dem obligatorischen Hut die Bühne. Mit tosendem Applaus und Jubelrufen der zumeist weiblichen Fangemeinde wird Roger Cicero empfangen. Ein kurzer Gruß, dann wird direkt losgeswingt.

Die Mischung aus altbekannten Songs wie "Zieh die Schuh aus" und neuen Werken wie der aktuellen Single "In diesem Moment" sorgt erst noch für verhaltenes Mitklatschen, dann aber für Standing Ovations. Ciceros neues Album klingt poppiger, weniger Swing-lastig als die vorherigen. Beibehalten hat er hingegen die geistreichen Texte, die bei genauem Hinhören den einen oder anderen Schmunzler hervorrufen.

Lieder wie "Der Typ im Spiegel" und "Erste Liebe" gehen außerdem ins Ohr und könnten auch erklärte Gegner seiner früheren Alben zum Wippen mit dem Fuß hinreißen. Kurze Statements zum Entstehungsprozess des Albums oder privaten Inspirationen (sein Sohn bestand darauf, tagtäglich Michael Jackson zu hören) runden das Konzert ab, ohne einstudiert zu wirken.

Klaas Heufer-Umlauf (links) und Joko Winterscheidt führten gewohnt charmant und witzig durch die Show.

Nach einer Stunde und der vielfach geforderten Zugabe stimmt Cicero den letzten Ton an. Eigentlich schade, denn Publikum und Musiker sind gerade erst so richtig warmgelaufen. Aufregend war der Auftritt trotzdem, denn wie Roger Cicero gesteht, hätten sie die neuen Songs erst zum zweiten Mal auf der Bühne präsentiert. Entsprechend nervös sei er gewesen, zwei kleine Texthänger waren die Konsequenz.

Beeindruckende Textsicherheit bewies hingegen ein Mann aus dem Publikum, der die zwei kleinen Patzer auf Nachfrage von Cicero direkt herausbrüllte. So viel Fanengagement wird belohnt: Der Sänger verspricht seinem Fan eine Freikarte für ein weiteres Konzert.

Am Ende kann Roger Cicero auf einen erfolgreichen Abend zurückblicken. Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf schäkern mit dem sichtlich erleichterten, aber vor allem stolzen Cicero herum, der eigentlich gern noch länger gesungen hätte. Dennoch: Die Kostprobe hat gereicht, um die Leute von den Sitzen zu reißen und den Verkauf einiger Konzertkarten für die anstehende Tour anzukurbeln.

In wenigen Tagen kann dann auch das Fernsehpublikum auf dem heimischen Sofa mitwippen: Kabel 1 zeigt am 29. November um 1.20 Uhr die Highlights des Konzerts.

kse/kst

Gemeinsam mit seinen zahlreichen Musikern genießt Roger Cicero den minutenlagen Applaus des Publikums.

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche