Exklusiv!: Jason Segel im Interview

Jason Segel schreibt seine Erfolgs-Story nach "How I Met Your Mother" fort - und zwar in Form eines Kinderbuchs. Gala.de traf den Hollywood-Schauspieler zum exklusiven Interview, bei dem er sich als sympathischer "Baby-Schreck" entpuppte

Jason Segel

Serien-Star, Leinwand-Liebling, Sympathie-Träger - und nun auch Kinderbuch-Autor: Jason Segel ist ein absolutes Multitalent und beweist mit seinem ersten Roman "Nightmares! – Die Schrecken der Nacht", dass er ebenfalls das Zeug zum Schriftsteller hat. Anlässlich seiner Promotion-Tour kam der beliebte "How I Met Your Mother"-Darsteller nun nach Deutschland, stellte das Buch persönlich vor und übte sich geduldig im Signieren von hunderten von Exemplaren.

Gala.de traf zu einem Exklusiv-Interview in der Hansestadt Hamburg und sprach mit ihm über Albträume, das Staffelfinale von "HIMYM" und seinem Wunsch nach Kindern.

Wie kam es dazu, dass Sie das Buch "Nightmares! – Die Schrecken der Nacht" geschrieben haben?

Ich habe bereits mehrere Drehbücher geschrieben, wie „Nie wieder Sex mit der Ex“ (Originaltitel: "Forgetting Sarah Marshall"; Anm. d. Red.) und "Die Muppets". Und dieses Buch war ursprünglich auch ein Skript, das ich mit 21 Jahren anfing zu schreiben. Dann realisierte ich, dass ich auch einmal das Schreiben für ein anderes Medium ausprobieren wollte, um Kindern die Möglichkeit zu geben, sich die Geschichte selber vorstellen zu können. Eben so, wie sie es selber wollen. Jeder der das Buch liest, soll seine ganz eigene Geschichte daraus machen.

Weshalb ist aus dem Skript dann ein Kinderbuch geworden und kein Roman für Erwachsene?

Um ehrlich zu sein denke ich, dass das Buch von allen gelesen werden kann. Aber ich glaube, dass man vor allem Kindern vermitteln kann, dass es in der Welt noch immer Magie gibt, bevor sie vom Alltag eingeholt werden. Das war mir extrem wichtig.

Sie sind Schauspieler, Autor und Produzent, haben also eine Menge um die Ohren. Welcher Part gefällt Ihnen davon am meisten?

Was mir am besten gefällt, ist über eine Idee nachzudenken – zu Hause auf der Couch oder in der Dusche – und dann zwei oder drei Jahre später zu sehen, dass sich ein ganzes Publikum daran erfreut. Egal um welches Medium es sich handelt.

Charlie und Jack, zwei kleine Jungs, sind in Ihrem Buch die Hauptcharaktere. Sind die zwei eine Art "Mini-Jason"?

Absolut. Ich glaube, dass man beim Schreiben jedem Charakter eine persönliche Note verpasst. Deshalb stecken definitiv Teile von mir in Charlie und Jack. Außerdem gibt es auch eine große Parallele zwischen der Beziehung der beiden und dem Verhältnis meines Bruders und mir.

Wie waren Sie selber denn als "kleiner Bruder"?

Ich habe sehr zu meinem Bruder Adam aufgeschaut. Und so wie auch Jack habe ich ihn wahrscheinlich absolut verrückt gemacht. Bis ich zwölf Jahre alt war trug ich immerhin ein Superman-Kostüm unter meiner Kleidung – noch eine Parallele zu Jack. Die Albträume hingegen sind meine Gemeinsamkeit mit Charlie.

Was für Albträume hatten Sie denn als Kind?

Ich träumte von Hexen und von Dracula. Als ich dann etwas älter wurde, hatte ich diese Albträume, die jedes Kind kennt. Ich träumte davon zu spät zur Schule zu kommen oder gar nackt dort zu erscheinen.

Im Buch heißt es, dass Albträume niemals verschwinden. Ist das wahr?

Die Idee dahinter ist eigentlich, dass sich Albträume zu Träumen verwandeln, sobald man sich ihnen gestellt hat. Ängste sind das Portal zu den großartigen Dingen des Lebens. Wenn du dich ihnen gestellt hast, kann aus Angst deine größte Stärke werden.

Wie stehen Sie zu dem Ende von "How I Met Your Mother"? Hatten Sie davor nicht auch Angst?

Nein, denn ich denke, dass es zu einem echt schönen und natürlichen Ende gekommen ist. Außerdem war ich gespannt darauf, zu entdecken, wie das nächste Kapitel meines Lebens aussehen würde.

Und wie sieht dieses Kapitel aus?

Ich werde mit dem Schreiben nicht aufhören. Das Buch gehört nämlich zu einer Trilogie. Der nächste Teil soll nächstes Jahr kommen, der dritte dann im Jahr darauf.

Können Sie gut mit Kindern umgehen?

Ja, ich glaube, dass ich eine Verbindung zu ihnen habe. Wenn sie mich angucken, sehen sie in mir ein großes Kind. Deshalb verstehe ich mich gut mit ihnen. Die einzigen Kinder, die mich nicht mögen sind Babys. Babys haben richtig Angst vor mir. In einer Staffel von „How I Met Your Mother“ hatte ich eins. Bei mir hat es ununterbrochen geweint. Sobald ich es (Serienpartnerin , Anm. d. Red.) gab, hörte es direkt damit auf. Also haben sie aufgehört, Szenen zu schreiben in denen ich das Baby halte. In den Ausschnitten in denen ich das Baby dann doch halte und sein Gesicht nicht zu sehen ist: Fake-Baby. Sie haben für mich wirklich ein Fake-Baby "nachbauen" müssen.

Und wie sieht es mit eigenen Kindern aus?

Das kann ich mir in Zukunft natürlich vorstellen.

"Nightmares! – Die Schrecken der Nacht" von Jason Segel und Kirsten Miller ist am 13. November im DRESSLER Verlag erschienen.

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