Eurovision Song Contest 2016: Guildo Horn äußert Kritik

Xavier Naidoo wird im kommenden Jahr beim Eurovision Song Contest in Stockholm für Deutschland antreten. Diese Vorab-Nominierung zieht gerade reichlich Kritik nach sich und sorgt für Diskussionen. Nun mischt sich auch der ehemalige Teilnehmer Guildo Horn ein

"Sing meinen Song"

Abschied im Duett

"Sing meinen Song": Abschied im Duett

Update: Guildo Horn

Der Aufschrei ist groß: Die Nominierung von Xavier Naidoo zum ESC wird heftig kritisiert. Auch Guildo Horn äußert sich nun kritisch auf seiner "Facebook"-Seite zur Vorab-Nominierung: "Für mich war und ist der ESC immer ein freier, demokratischer Wettbewerb gewesen, seit 1998 wieder offen für Jeden. Das Ganze wird doch von unseren GEZ-Gebühren bezahlt!"

Er selber hat mit seinem Gaga-Auftritt dem ESC wieder zu großer Popularität verholfen. Denn auch er war schon einmal Kandidat. 1998 trat er mit Stefan Raabs Lied "Guildo hat euch lieb" in Birmingham an und erreichte damit den siebten Platz. Er weiß also, was auf Xavier zukommt.

Sila Sahin

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Sila Sahin
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©RTL / Gala

Meine Lieben, nicht das Wichtigste in diesen Zeiten, aber mich nervt´s trotzdem. Wie einfach ist das denn? Für mich war...

Gepostet von Guildo Horn am Donnerstag, 19. November 2015

Jetzt rechtfertigt sich die ARD

Mit der Ankündigung, den umstrittenen Popsänger Xavier Naidoo zum Eurovision Song Contest 2016 für Deutschland nach Stockholm zu schicken, hat die ARD keine Freunde gemacht. Doch jetzt wehrt sie sich. Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur steht Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber zu seiner Entscheidung Xavier Naidoo zum ESC zu schicken: "Dass Xavier Naidoo polarisiert, wussten wir. Zu den einzelnen Vorwürfen: Xavier Naidoo steht für Toleranz allen Lebensentwürfen gegenüber, die es in dieser Republik gibt." Weiter erklärt er: "Für uns war es wichtig, mit jemandem anzutreten, der über eine hervorragende Bühnenpräsenz verfügt, der ein sehr guter Sänger ist und der mit uns auf die Suche nach einem Lied geht".

ARD macht sich unbeliebt

Mit der Entscheidung sich den Vorentscheid zum ESC zu sparen, trifft die ARD nun auf geteilte Meinungen. Xavier ist für viele nicht der richtige Kandidat. Dabei geht es weniger um seine Musik. Er gilt zwar als ein hervorragender Sänger, hat sich aber zuletzt als Anhänger von Verschwörungstheorien, Auftritten vor Rechtsradikalen und mit schwulen- und fremdenfeindlichen Äußerungen Kritik eingefangen. Seine umstrittenen Auftritte bei rechten Gruppierungen und Äußerungen wie "Deutschland ist immer noch ein besetztes Land" stehen in der Kritik. Für diese Verschwörungstheorien und als Sympathisant der Gruppe der Reichsbürger, die diese Auffassung teilen, gewann er in diesem Jahr sogar den "Goldenen Aluhut", der jedes Jahr die verrücktesten Verschwörungstheorien prämiert.

Mit seinem Auftritt möchte Xavier aber auch zeigen, wofür er stehe: "Liebe Freiheit Toleranz und Miteinander." Das ganze klingt ein wenig wie der Versuch eines Imagewandels.

"Ich habe richtig Lust auf den ESC"

Xavier Naidoo will in die Fußstapfen von Lena Meyer-Landrut treten und für Deutschland den Sieg des "Eurovision Song Contests" holen. Am Donnerstagmorgen (19. November) wurde über die offizielle Website "eurovision.de" bekanntgegeben, dass der Mannheimer Sänger am 14. Mai 2016 beim Grand Prix in Stockholm antritt.

"Ich hab richtig Lust auf den ESC", sagte der 44-Jährige in einem Video. "Dieser völkerverbindende Wettbewerb ist für mich etwas ganz Besonderes. Und klar, ich trete an, um das Ding nach Hause zu holen."

Ausnahmekünstler Naidoo

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber erklärt, warum die Wahl auf den "Söhne Mannheims"-Sänger fiel: "Xavier Naidoo ist ein Ausnahmekünstler, der seit knapp 20 Jahren seinen Platz im deutschen Musikleben hat. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, ihn direkt zu nominieren."

Einen Song, mit dem Xavier Naidoo antreten soll, gibt es allerdings noch nicht. Den sollen die Zuschauer bestimmen. "Wir bitten die besten Produzenten und Komponisten Deutschlands, für Xavier zu schreiben", so Schreiber. Außerdem lege man diesmal besonders Wert auf die Inszenierung des Auftritts. Dafür sollen Studierende von Film- und Kunsthochschulen Ideen entwickeln.

Vorentscheid am 18. Februar

Am 15. Dezember 2015 wird Xavier Naidoo gemeinsam mit einer Jury aus Musik- und Kompositionsexperten entscheiden, welche sechs Lieder er am 18. Februar 2016 beim deutschen Vorentscheid präsentiert. In der Sendung wird "ESC"-Gewinnerin Lena laut "eurovision.de" die Songs mit zwei prominenten Experten zwar bewerten, die Zuschauer entscheiden jedoch, welcher es zum "ESC" schafft.

Xavier Naidoo wird als erster dunkelhäutiger Sänger für Deutschland beim "Eurovision Song Contest" antreten. "Ich denke, dass es ein schönes Signal ist an die ganze Welt", kommentiert Naidoo. "Das finde ich ein schönes Zeichen für mich und alle mit Migrationshintergrund, dass Deutschland bereit ist, sich so wahrzunehmen."

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