Eurovision Song Contest: Zehn Fakten über das Musikfestival

Zum 63. Mal findet in diesem Jahr der "Eurovision Song Contest" statt: GALA hat die spannendsten Fakten rund um das internationale Musikfest in Lissabon zusammengetragen 

ESC-Gewinner Salvador Sobral 

  1. Deutschland hat nur ein einziges Mal nicht mitgemacht

    Neben Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und der Schweiz gehörte Deutschland zu den Gründungsländern des Eurovision Song Contests. Seit der Premiere 1956 in Lugano setzte Deutschland nur einmal aus: 1996 schickte Deutschland zwar Leon mit seinem Song "Blauer Planet" zum Finale nach Oslo, er wurde aber von der internationalen Jury wegen zu vieler Teilnehmer nicht zugelassen. 
  2. Regeln für ESC-Teilnahme

    Es gibt eine Reihe von Regeln für die ESC-Beiträge. Unter anderem müssen die Interpreten mindestens 16 Jahre alt sein und es dürfen höchstens sechs Personen auf der Bühne stehen. Der Song muss live gesungen werden, während die Instrumente seit 1999 vom Band kommen müssen. Tiere sind auf der Bühne ebenso verboten wie eindeutige politische Botschaften. Wie die Länder ihre Kandidaten auswählen, bleibt ihnen ansonsten selbst überlassen. Einige setzen wie Deutschland auf nationale Vorentscheide, bei anderen bestimmen die teilnehmenden Sender die Künstler intern.
  3. Darum ist Australien dabei

    Ihre Teilnahme ist die Konsequenz aus einer großen ESC-Begeisterung in Australien: Seit 1974 wird das Event auch in Down Under ausgestrahlt. 2015 lud die Europäische Rundfunkunion "EBU" das Land zum ersten Mal zum Contest ein. Australien ist dabei voll stimmberechtigt. In diesem Jahr tritt Jessica Mauboy mit dem Dance-Song "We Got Love" für Australien an. Sollte sie gewinnen, findet der nächste ESC trotzdem in einem europäischen Land statt, das den Contest dann zusammen mit Australien veranstaltet.
  4. Irland ist Spitzenreiter

    Auf insgesamt sieben Siege können die Iren in ihrer ESC-Geschichte zurückblicken. Drei davon gehen auf das Konto von Johnny Logan ("What's Another Year"), zwei als Sänger und einer als Komponist. 1992 bis 1994 gewannen die Iren sogar drei Mal in Folge. Der letzte Sieg der grünen Insel ist allerdings schon eine Weile her: 1996 räumte Sängerin Eimear Quinn mit "The Voice" in Oslo ab. Mit dem Triumph von Måns Zelmerlöw ("Heroes") hat Schweden 2015 mit insgesamt sechs Siegen dicht zu Irland aufgeschlossen.
  5. Ralph Siegel trat schon 25 Mal beim Eurovision Song Contest an 

    Das kann keiner toppen: "Mister Grand Prix" Ralph Siegel nahm als Komponist an bisher 25 Wettbewerben teil. Seinen größten Erfolg, den Sieg mit "Ein bisschen Frieden" von Nicole im Jahr 1982, konnte er dabei nie wiederholen. In Lissabon geht der 72-Jährige in diesem Jahr nicht an den Start. Für Schlagzeilen sorgt der Musiker pünktlich zur ESC-Zeit trotzdem: Siegel hat sich mit seiner 35 Jahre alten Freundin Laura Käfer verlobt.
  6. Der Sänger muss die Trophäe abgeben

    Die Trophäe muss der siegreiche Künstler zumeist wieder abgeben - außer, er hat den Gewinner-Titel selbst geschrieben. Denn der ESC ist im Grunde ein reiner Komponisten-Wettbewerb, die auftretenden Sänger und Bands gehen leer aus - von dem hervorragenden Werbe-Effekt des Kult-Events mal abgesehen.
  7. Deutschland geht mit der Startnummer 11 ins Rennen
    Mit dieser Startnummer holte 2017 Salvador Sobral den Sieg für sein Heimatland Portugal: Als 11. Künstler trat der Portugiese vergangenes Jahr in Kiew auf. Nun wurde die Platzierung an den deutschen Kandidaten Michael Schulte vergeben. Ein gutes Omen für den Norddeutschen? 
  8. Diese Länder sind 2018 nicht dabei

    Monaco und die Slowakai nehmen in diesem Jahr nicht am Contest teil. Aus finanziellen Gründen scheitert die Teilnahme bei den Ländern Andorra, Bosnien-Herzegowina sowie Luxemburg.
  9. Norwegen landete am häufigsten auf dem letzten Platz

    Auch wenn sich Deutschland häufig als größter Verlierer des Eurovision Song Contests sieht, führt ein anderes Land die Liste der Schlusslichter an: Norwegen hat zwar einige Siege auf seinem ESC-Konto, trotzdem ist es mit elf letzten Plätzen bei 56 Teilnahmen der größte Verlierer des Musikfestivals. Deutschland ist den Skandinaviern mit neun letzten Plätzen bei 61 Teilnahmen aber dicht auf den Fersen. 
  10.  Das kostet Deutschland die ESC-Teilnahme

    Neben Großbritannien, Spanien, Italien und Frankreich gehört Deutschland zu den sogenannten "Big Five". Die fünf Länder sind automatisch für das ESC-Finale gesetzt, weil sie am meisten in den gemeinsamen Topf der Europäische Rundfunkunion "EBU" zahlen. Denn der Eurovision Song Contest wird über die Beitragszahlungen der jeweiligen "EBU"-Mitglieder finanziert. Für Deutschland ist das die ARD. Laut der Rundfunkanstalt zahlte Deutschland für den ESC 2017 in Kiew rund 380.000 Euro, 2015 waren es noch 363.500. 

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    Sie erinnert ein wenig an Beyoncé, wenn sie in ihrem halbtransparenten Glitzer-Anzug auf der Bühne tanzt: Die griechische Sängerin Eleni Foureira tritt für Zypern an. 
    Düster, mystisch und ein bisschen schräg zeigt sich Bulgarien beim ESC 2018: Die Gruppe Equinox tritt mit dem Song "Bones" an. Sängerin Zhana Bergendorff setzt dabei auf eine Leder-Kombi aus Kleid, Hose und XXL-Kragen, das ein wenig an ein Lätzchen erinnert. 

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