Levina : So tickt unsere ESC-Hoffnung

Am Samstag ist es wieder soweit: Das Finale des Eurovision Song Contest 2017 geht über die Bühne. Mit dabei: die deutsche Hoffnung Levina

Am Samstag (13. Mai) findet in Kiew der 62. Eurovision Song Contest (ESC) statt. Nach zwei letzten Plätzen in den vergangenen beiden Jahren hoffen viele Deutsche darauf, dass Isabella Levina Lueen (26, "Unexpected") mit ihrem Song "Perfect Life" endlich wieder reichlich Punkte einheimsen kann.

Levina will ins obere Drittel

Die sympathische Blondine hat sich selbst das obere Drittel als Ziel gesetzt. "Klar bin ich enttäuscht, wenn es nicht klappt. Aber ich mach mir jetzt nicht so einen Druck. Mir ist ganz wichtig, diese Erfahrung mitzunehmen", erklärt die 26-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Musik machen ist ihr Traum

Und selbst wenn es mit dem ESC nicht klappt, musikalisch wird uns Levina sicher erhalten bleiben. Eine Alternative zur Musik sieht die in Bonn geborene und in Chemnitz aufgewachsene Sängerin ohnehin nicht. Bereits im zarten Alter von neun Jahren beginnt sie ihre Gesangsausbildung an der Städtischen Musikschule in Chemnitz. Mit zwölf steht sie bereits auf der Bühne der Semper Oper in Dresden und spielt bei einem Musical mit. "Da habe ich schon gemerkt, wie sehr es mir auf der Bühne gefällt und wie wohl ich mich dort fühle", so Levina weiter. Die ersten Wettbewerbssiege, ein Stipendium und die ersten Songs folgen.

Eurovision Song Contest 2017

Das hält Wincent Weiss von ESC-Hoffnung Levina

Levina, Wincent Weiss
Gemeinsam mit Nicole, Joy Denalane, Andreas Herbig und Adel Tawil vergibt Wincent Weiss (24, "Feuerwerk") beim Eurovision Song Contest die deutschen Jury-Punkte. Zum deutschen Beitrag findet der Sänger deutliche Worte
©Gala


Kein Plan B

Zwar studiert Levina zunächst Geografie, ihren Eltern zuliebe und "damit sie einen Plan B hat, falls es mit der Musik nicht klappt", doch nach dem Studium beschließt sie alles auf eine Karte zu setzen: "Jetzt reicht es mit Plan B, ich will nur noch Plan A - die Musik". Dafür stehe auch ihre Tätowierung am rechten Unterarm. "Plan A" hat sie sich in geschwungener Schrift in die Haut stechen lassen.

Eher zufällig beim ESC gelandet

Vom ESC war Levina schon immer ein Fan: "So ein riesiges Musikfestival zu organisieren, bei dem alle Nationen zusammenkommen, ist toll. Es ist zwar ein Wettbewerb, aber im Grunde ist es doch ein riesiges Fest, bei dem die Musik gefeiert wird", schwärmt Levina. Dennoch wurde sie eher zufällig zur deutschen ESC-Hoffnung 2017. Eine Freundin schickte ihr den Link zum Bewerbungsportal, woraufhin sie sich mit ihrem Song "How To Dance" als Kandidatin beworben hat.

Levina schaffte es schließlich unter die fünf Teilnehmer von "Unser Song für Kiew" und setzte sich am Ende gegen ihre Konkurrenz durch. Jetzt, so kurz vor dem großen Finale, steigt auch bei ihr die Aufregung langsam: "Ich bin voller Vorfreude und versuche, mich zu entspannen. Die richtige Aufregung kommt bei mir erst kurz vor dem wirklichen Bühnenmoment", so die Sängerin weiter.

Familie und Freunde unterstützen sie

Für Unterstützung in Kiew ist gesorgt: "Meine Familie kommt, Freunde kommen, mein Freund - also alle ganz wichtigen Leute. Das freut mich total. Das ist wie ein Glücksbringer, dass die alle dabei sind," freut sich Levina.

Tolle Show, schlichtes Outfit

Punkten will sie bei den Zuschauern und der Jury mit einer außergewöhnlichen Bühnenshow: "Ich werde am Anfang liegen und das Erwachen, wie es im Songtext 'I come alive...' geschildert wird, darstellen. Deswegen bin ich auch barfuß auf der Bühne, das finde ich besonders toll, das habe ich vorher noch nie gemacht."

Das Bühnenoutfit wird sie im Gegensatz dazu eher schlicht halten, aber "trotzdem besonders - in Grau- und Silbertönen". Jetzt muss Levina nur noch punkten. Aber egal, wie das Finale ausgeht, gefeiert wird in jedem Fall: "Meine Mama hat am 14. Mai Geburtstag, daher - egal was ist, es wird gefeiert."

ESC 2017

Fünf Gründe, warum Levina toll abschneidet

Levina
Beim "European Song Contest" gab es zuletzt sehr wenig für Deutschland zu gewinnen. Doch beim ESC 2017 wird alles anders. Wir nennen fünf Gründe, warum Sängerin Levina toll abschneiden wird.
©Gala


Eurovision Song Contest

Die schrägsten Bühnen-Looks vom ESC

Schrill und bunt geht Israel an den Start. Sängerin Netta Barzilei gehört zu den Favoriten des Eurovision Songcontests. 
Hochwasserhosen, Hosenträger, Nerd-Brille und  Leder-Rucksack: Mit diesem Look und seinem Song "Lie To Me" will Tschechiens Kandidat Mikolas Josef den Sieg für sein Heimatland holen. 
Sie erinnert ein wenig an Beyoncé, wenn sie in ihrem halbtransparenten Glitzer-Anzug auf der Bühne tanzt: Die griechische Sängerin Eleni Foureira tritt für Zypern an. 
Düster, mystisch und ein bisschen schräg zeigt sich Bulgarien beim ESC 2018: Die Gruppe Equinox tritt mit dem Song "Bones" an. Sängerin Zhana Bergendorff setzt dabei auf eine Leder-Kombi aus Kleid, Hose und XXL-Kragen, das ein wenig an ein Lätzchen erinnert. 

23


Themen

Mehr zum Thema

Star-News der Woche