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Eurovision Song Contest 2018 Salvador Sobral feiert Comeback

Salvador Sobral gewann im Mai 2017 den "Eurovision Songcontest".
Salvador Sobral gewann im Mai 2017 den "Eurovision Songcontest".
© Getty Images
Nach einem dramatischen letzten Jahr will der Sieger des Vorjahres, Salvador Sobral, nun am 12. Mai in Lissabon seine "Wiedergeburt" mit einem emotionalen Auftritt feiern

Der Eurovision Song Contest ist ein Wettstreit der Musik und ein Gipfel der Emotionen. Was am 12. Mai in Lissabon wichtig ist – und wie es dem Sieger von 2017 geht.

Nach Herztransplantation: Salvador Sobral will wieder auftreten 

Wenn Salvador Sobral, 28, an diesem Samstag noch einmal seine Jazzballade "Amar Pelos Dois" ("Liebe für zwei") anstimmt, diesmal in Lissabon, dann gilt für Millionen TV-Zuschauer: Taschentücher raus! Schließlich ist es ein kleines Wunder, dass Sobral ein Jahr nach seinem ESC- Sieg in Kiew nun wieder auf der Bühne stehen kann. Der Sänger und ehemalige Psychologiestudent hat ein hochdramatisches Jahr hinter sich. Seit seiner Kindheit leidet er an einer Herzschwäche. Beim Eurovision Song Contest 2017 merkte ihm das keiner an, doch wenig später musste er eine Tour abbrechen: Er brauchte ein Spenderorgan. Im Dezember unterzog sich Sobral der Herztransplantation. Danach versagten seine Nieren. Seit ein paar Wochen sei er jetzt wieder "völlig genesen", sagt er. Und dass er beim ESC seine "Wiedergeburt" feiern will.

Motto des Euro Vision Song Contest 2018: "All Aboard"

Tränen der Freude, der Enttäuschung, der Rührung: Immer wieder ist der Eurovision Song Contest eine Achterbahn der Gefühle. Welches Land darf sich diesmal am häufigsten über den Satz freuen: "And 12 points go to ..."? Das Motto 2018 lautet "All Aboard", also "Alle an Bord". Lissabon als Zentrum der einstigen Seefahrernation Portugal will daran erinnern, dass alle Menschen über die Ozeane miteinander verbunden sind. Und natürlich über die Musik.

Diese Kandidaten sind uns aufgefallen

Michael Schulte aus Deutschland

Rote Mähne, selbst geschriebene gefühlvolle Lieder: Michael Schulte, 28, aus Eckernförde erinnert an Ed Sheeran. Seinen Wettbewerbssong "You Let Me Walk Alone" widmet er seinem verstorbenen Vater. Ob das Publikum aber nach 2017 gleich wieder einen männlichen Interpreten mit Ballade favorisiert? Daumen drücken!

Michael Schulte
© NDR/Kai Marks

Netta Barzilai aus Israel

Sie ist bunt, sie ist schrill – eine spannende Mischung aus Björk und Beth Ditto. Multitalent Netta Barzilai, 25, gilt als Top-Favoritin. Schon im Vorfeld beeindruckte sie mit ihrem Song "Toy", einer sehr tanzbaren Frauenpower-Hymne voller Lebensfreude. Auf der Bühne bietet Netta mit ihren drei Tänzerinnen bestes Entertainment.

Netta Barzilai, 25, aus Israel 
Netta Barzilai, 25, aus Israel 
© Daniel Kaminsky

Lea Sirk aus Slowenien

So leicht gibt Lea Sirk, 28, nicht auf: Schon dreimal versuchte sie, beim ESC für ihr Land anzutreten. In diesem Jahr hat sie es geschafft, und zwar mit der Elektro-Pop-Nummer "Hvala, ne" (auf Deutsch: "Danke, nein"). Passend zum Songtitel sind die Kommentare der Kritiker allerdings verhalten.

Lea Sirk, 28, aus Slowenien 
Lea Sirk, 28, aus Slowenien 
© RTVSLO/Ana Gregorič

Mikolas Josef aus Tschechien

Süß und ein bisschen schräg: In seiner Heimat hat Singer-Songwriter Mikolas Josef, 22, der nebenbei modelt, vor allem weibliche Fans. In Lissabon geht er mit seinem funkigen Song "Lie To Me" ins Rennen. Verdammt cool, schön frech. Einer der Favoriten!

Mikolas Josef, 22, aus Tschechien
Mikolas Josef, 22, aus Tschechien
© Marie Bartošová
Gala

>> Unser Special zum Eurovision Song Contest


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