Eurovision Song Contest: Keine Sieger-Songs - aber dennoch Hits

Diese Songs wurden zu großen Hits, obwohl sie beim Eurovision Song Contest kein Volltreffer waren.

Vicky Leandros verhalf der ESC zu einer international erfolgreichen Karriere

Aus der Geschichte des Eurovision Song Contest ist so mancher Hit hervorgegangen, der auch international zum Erfolg wurde. Und manchmal überflügelte ein Song sogar den Gewinner des jeweiligen Jahres in Sachen Verkäufe und Charts-Platzierungen. So wie diese:

Zwei der besten Beispiele sind die italienischen Beiträge "Nel blu dipinto di blu (Volare)" und "Piove (Ciao ciao bambina)". Mit beiden Songs wurde Domenico Modugno (1928 - 1994) in den Jahren 1958 beziehungsweise 1959 ins ESC-Rennen geschickt. Und obwohl keiner der Songs den Grand Prix gewann, wurden sie weltweite Hits, die sich millionenfach verkauften. "Volare" wurde sogar mehrfach von Künstlern wie Dean Martin, den Gipsy Kings und sogar Sänger Peter Alexander adaptiert.

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Vicky Leandros (66) war nicht einmal volljährig, als sie am ESC 1967 teilnahm. Sie ging mit "L'amour est bleu" für Luxemburg an den Start und erreichte den vierten Platz. Der Song wurde zum großen internationalen Hit und Leandros nahm ihn gleich in mehreren Sprachen auf. Die Instrumental-Version von Paul Mauriat (1925 - 2006) schaffte es sogar auf Platz eins der US-Billboard-Charts. Gecovert wurde der Song von Musik-Stars wie Bing Crosby oder Vanessa-Mae. Für die Version der Techno-Opis Scooter ging Leandros erneut ins Studio, um den Refrain aufzunehmen. Nach fast 45 Jahren erreichte das Lied 2011 so erneut die deutschen Charts auf Platz 77.

Weltweite Charts-Stürmer

Cliff Richard (78) galt 1968 mit seinem Song "Congratulations" als haushoher Favorit. Führte lange das Feld an, wurde aber kurz vor dem Ende noch einmal vom spanischen Beitrag eingeholt und auf den zweiten Platz verwiesen. Dennoch: "Congratulations" stürmte weltweit die Charts und ist bis heute einer seiner größten Hits.

1973 sang die spanische Band Mocedades ihren Song "Eres tú" beim ESC in Luxemburg. Sie verpassten den Sieg knapp und landeten auf dem zweiten Platz. Im Anschluss an den Grand Prix wurde der Song als Single veröffentlicht - mit großem Erfolg. Mocedades ist einer der fünf spanischen Acts, der mit einem Song die US-amerikanischen Top-Ten geknackt hat - und dabei der einzige Song, der komplett auf Spanisch vorgetragen wurde. 2013 wurde das Lied sogar in die "Latin Grammy Hall of Fame" aufgenommen.

Erfolgreicher als Lena Meyer-Landrut

Der Titel "Dschinghis Khan" von der gleichnamigen Band wurde im Vorfeld zum ESC 1979 vielerorts kritisch beäugt. Doch den Unkenrufen zum Trotz, landete die von Ralph Siegel (73) produzierte Popgruppe auf einem guten vierten Platz. Und auch nach dem Grand Prix hielt sich der Song lange in den Charts und wurde später von zahlreichen Künstlern adaptiert.

In Athen landeten Texas Lightning 2006 nur auf dem 15. Platz, doch ihr Country-Song "No no never" wurde zumindest in Deutschland ein großer Hit. Er hielt sich eine Woche auf Rang eins und ganze 38 Wochen insgesamt in den Charts. Damit hängen Texas Lightning sogar Lena Meyer-Landruts (27) Gewinner-Song "Satellite" ab.

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