ESC-Überraschung: Australien ist dabei

Damit hat wohl keiner gerechnet: Australien nimmt am diesjährigen ESC in Wien teil. Die Begründung dazu lieferte die European Broadcast Union

Das ist eine Überraschung! "Der Eurovision Song Contest in Wien hat einen Kandidaten dazugewonnen: Australien geht als 40. Teilnehmerland bei der 60. Ausgabe des ESC an den Start." Das ist kein Witz, sondern der Wortlaut auf der ESC-Homepage . Die European Broadcasting Union (EBU) und die in diesem Jahr ausrichtende Rundfunkanstalt ORF gaben diese Entscheidung am Dienstag (10. Februar) bekannt. Der Kontinent sei "eingeladen, einmalig beim ESC mitzumachen".

Viele ESC-Fans in Australien

Hintergrund ist, dass es in Australien eine große ESC-Fangemeinde gibt. Bereits seit 1974 wird dort der Musikwettbewerb zeitversetzt ausgestrahlt. Für viele Australier soll es schon lange ein großer Traum gewesen sein, selbst einen Kandidaten für den ESC stellen zu können. Nachdem im vergangenen Jahr die australische Sängerin Jessica Mauboy ("Never Be the Same") bei einem der Halbfinals in Kopenhagen als Show-Act auftreten durfte, folgt für den ESC-begeisterten Kontinent nun die Krönung mit einer eigenen Teilnahme.

Australien ist fürs Finale gesetzt

Qualifizieren muss sich Australien übrigens nicht in einem der Halbfinals für den weltweit größten Musikwettbewerb am 23. Mai in Wien. Auf diese Weise soll garantiert werden, dass "die Chancen der anderen Länder auf einen Finalplatz nicht reduziert werden", heißt es auf der Homepage. Auch ist bereits klar, dass Australien in vollem Umfang stimmberechtigt ist. Wie bei allen anderen Teilnehmerländern auch, wird es in Down Under eine Fachjury geben, die neben den australischen TV-Zuschauern einen Stimmanteil von 50 Prozent hat. Einziges Problem: Während das Finale in Wien läuft, ist es in Australien bereits Sonntagmorgen.

ESC 2014

Das war das große Finale

Conchita Wurst ist sichtlich gerührt. Die Siegerin aus Österreich widmet den Preis denen, die an Frieden und Freiheit glauben.
Die Schwedin Sanna Nielsen landet mit dem Song "Undo" auf dem dritten Platz. Von Deutschland bekommt sie allerdings keine Punkte.
Ela Steinmetz von "Elaiza" gibt alles. Die Mädels aus Deutschland landen trotzdem nur auf dem 18. Platz.
Carl Espen schafft es mit "Silent Storm" für Norwegen auf den achten Platz. Den Song hatte die Cousine des Kriegsveteranen und ehemaligen Türstehers komponiert.

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"Wie das Votingverfahren technisch umgesetzt werden kann", werde deshalb zurzeit noch geprüft, heißt es in der Mitteilung weiter. Sollte Australien am Ende sogar der große Coup gelingen und den Wettbewerb gewinnen, so wäre es im nächsten Jahr nochmals teilnahmeberechtigt. Allerdings würde der ESC dann nicht in Down Under stattfinden, sondern in einer europäischen Stadt. Der zuständige australische Sender SBS würde jedoch als Co-Gastgeber das Event mitveranstalten.

Ein mutiger und spannender Schritt

Welcher Künstler Australien beim ESC vertreten darf, ist bisher noch nicht bekannt. Für Jan Ola Sand, Executive Supervisor des ESC, ist die Teilnahme von Australien "ein mutiger und gleichzeitig unglaublich spannender Schritt". Und ganz nach dem diesjährigen Motto "Building Bridges" sei es "unsere Art zu sagen: "Lasst uns diese Party zusammen feiern", so Sand.

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