ESC-Kritik: Jetzt äußert sich Xavier Naidoo

Die Nominierung von Xavier Naidoo für den "Eurovision Song Contest" ist umstritten. Jetzt bezieht der Sänger selbst Stellung

Die ARD-Verantwortlichen haben entschieden, Xavier Naidoo zum "Eurovision Song Contest" nach Stockholm zu schicken. Diese Nachricht löste bei den Fans und in den Medien Kritik aus. Nicht nur weil die Zuschauer sonst im Vorentscheid demokratisch über den deutschen Teilnehmer entscheiden durften, sondern auch wegen Xavier Naidoos zweifelhaften politischen Ansichten.

So könnten Texte des Mannheimers als homophob und volksverhetzend interpretiert werden, heißt es. Außerdem sympatisiere er mit den rechtspopulistischen Reichsbürgern und trage Verschwörungstheorien weiter.

"Die Bachelorette" 2019

Keno und Gerda zeigen sich total verliebt

"Ja, wir sind zusammen": Keno und Gerda küssen sich beim "Bachelorette"-Wiedersehen.
Gerda Lewis und Keno Rüst haben sich bei "Die Bachelorette" kennen und lieben gelernt. Auf Instagram teilen sie nun ihr Liebesglück.
©Gala

Rechtfertigung der ARD

Schnell rechtfertigte sich die ARD. "Dass Xavier Naidoo polarisiert, wussten wir. Zu den einzelnen Vorwürfen: Xavier Naidoo steht für Toleranz allen Lebensentwürfen gegenüber, die es in dieser Republik gibt", sagte Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber. "Für uns war es wichtig, mit jemandem anzutreten, der über eine hervorragende Bühnenpräsenz verfügt, der ein sehr guter Sänger ist und der mit uns auf die Suche nach einem Lied geht".

Freiheit, Toleranz und Liebe

Nun äußerte sich Xavier Naidoo in einer Stellungnahme selbst zu den Vorwürfen. "Seit meinen ersten Bühnenauftritten trete ich bekanntlich öffentlich für Werte wie Freiheit, Toleranz und Liebe ein", lässt er über die offizielle "ESC"-Website "eurovision.de" ausrichten. "Keiner, der mich persönlich kennt, hat mir jemals auch nur annähernd das Gegenteil vorgeworfen."

Von Reichsbürgern distanziert

Nach eigener Aussage habe er sich von den "sogenannten Reichsbürgern" bereits deutlich distanziert. "Ich bin froh, in einem 'bunten' Deutschland zu leben, mit einer Vielfalt an Lebensentwürfen und Religionen, über die ich mich freue. Mit meinem ganzen Wesen stehe ich für ein weltoffenes und gastfreundliches Deutschland und einen respektvollen sowie friedlichen Umgang miteinander."

Bleibt abzuwarten, ob dieser Vorstoß Xavier Naidoos Kritikern nun den Wind aus den Segeln nimmt.

Diese Entscheidung sorgt für viel Zündstoff: Xavier Naidoo, erfolgreicher Sänger, der mit seinen teilweise provokanten Thesen aneckte, wird zum ESC geschickt. Wie finden Sie die Entscheidung?

Finde ich gut!:Xavier Naidoo soll für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten.
Finde ich nicht gut!:Xavier Naidoo soll nicht für Deutschland beim Eurovision Song Contest antreten.
Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche