Eminem: Mit viel Wahnsinn gegen Trump

Eminem hält mit seiner Meinung über Donald Trump nicht hinterm Berg. Doch er wünscht sich, dass auch andere Musiker seinem Vorbild folgen.

Er gilt als wortgewaltigster Rapper der Welt. Eminem (45) bezieht Stellung gegen das US-amerikanische Waffengesetz, gegen die Einwanderungspolitik, Korruption und vor allem gegen US-Präsident Donald Trump (71).

Das hört sich dann so an: "Was wir jetzt im Office haben, ist ein Kamikaze, der wahrscheinlich einen nuklearen Holocaust verursachen wird [...] All diese schrecklichen Tragödien - und er ist gelangweilt und löst lieber einen Twitter-Streit mit den Packers aus."

Zum Filmstart von "Kroos"

Ganz private Einblicke von Fußballer Toni Kroos

Toni Kroos ganz privat. In der Doku "Kroos", die am 4. Juli in die deutschen Kinos kommt, zeigt der Fußballstar auch sein Familienleben als Ehemann und Vater. 
Am 4. Juli können Sie Fußballstar Toni Kroos, 29, ganz privat erleben. Die Dokumentation zeigt das Leben des Familienvaters und beleuchtet seine unglaubliche Karriere bei Real Madrid.
©Gala

Entscheidungshilfe für die Fans

Und Trumps Anhang erklärt er knallhart: "Jeder Fan von mir, der auch einer seiner Unterstützer ist: Ich zeichne eine Linie in den Sand. Und wenn du dich nicht entscheiden kannst, wen du lieber auf deiner Seite hast oder zu wem du stehen solltest, tue ich das für dich: Fuck you!"

Auch auf seinem neuen Album "Revival" ist Trump Eminems liebste Hass-Figur. "Jeder sollte mindestens einen Anti-Trump-Song machen. Nicht nur Amerikaner, einfach jeder Künstler auf der ganzen Welt sollte gegen Trump singen", sagt Eminem in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Trumps Handeln in Worte zu fassen, ist nicht leicht

Er rege sich "dermaßen über unseren Präsidenten auf, dass ich nicht mehr klar denken kann. Er macht mich wahnsinnig! Es ist extrem frustrierend, man wartet bei Trump ja immer nur auf das nächste Unfassbare. Diese Dinge in Worte zu fassen, ist aber gar nicht so einfach. Ich musste mich da beruhigen und einen Schritt zurücktreten."

Marshall Mathers (M. and M. = ausgesprochen Eminem) ist Grammy- und Oscar-Preisträger und gilt als der erfolgreichste Musiker der 2000er-Jahre in den USA. Ein Superstar, der sich aber "immer noch ein bisschen wie ein Underdog" fühlt. "Weil: Einige Leute denken, das war's, Eminem ist erledigt. Ihnen das Gegenteil zu beweisen, triebt mich an."

"Ich schreibe, bis mir der Kopf platzt"

Oft genug ist es auch der anonyme Meinungsmüll. "Im Internet hat jeder eine Stimme, eine Meinung, ist Experte für absolut alles. Das führt ab und zu dazu, dass man das Gefühl hat, nicht mehr Teil der Diskussion zu sein. Aus irgendeinem Grund ist es bei mir aber so: Je mehr von diesem Mist ich im Netz sehe, desto mehr treibt es mich an. Solange man sich inspiriert fühlt und Lust hat, weiterzumachen, hat niemand das Recht, einem zu sagen, dass man besser aufhören sollte."

Vermutlich wolle er sich selbst beweisen, dass er es immer noch kann. "Keine Ahnung, was ich machen würde, wenn ich nicht mehr rappen könnte. Vermutlich würde ich aus dem Fenster springen... Ja, es ist wie eine Zwangsneurose, ich kann nicht anders. Ich schreibe, bis mir der Kopf platzt. Jeder Reim, jedes Wort, jeder Beat, jede Hi-Hat... ich werde noch wahnsinnig darüber. Vermutlich habe ich die Reimkrankheit."

Themen

Erfahren Sie mehr:

Star-News der Woche